Kaum zu fassen, aber es wirkt. Ich schreibe tatsächlich seit vier Tagen an meiner Dystopie weiter. Seit Ende November lag das Manuskript in der Schublade, mir fiel einfach nichts mehr dazu ein. Ich hatte den Eindruck, dass ich mich mit diesem Projekt übernommen hatte und irgendwie war nach dreißig Tagen Marathon-Schreiben die Luft raus. Meine Anmeldung zum Julicamp war auch nur halbherzig. Immerhin kann man sein Schreibziel diesmal selbst bestimmen. Und weil ich meine Korrekturwut kenne, habe ich mich nicht für Wörter, Zeilen, Seiten oder Anschläge entschieden, sondern für eine Stundenvorgabe. 31 Stunden, also eine Stunde pro Tag, das sollte drin sein. Obwohl ich dachte, dass ich mich dazu zwingen müsste, mich bei dieser Hitze überhaupt an den PC zu setzen. Nun bin ich seit vier Tagen am Schreiben – und natürlich Korrigieren – und es sind bereits zwölf (12) Stunden geworden.

Zunächst einmal muss ich überhaupt wieder in die Geschichte hineinfinden. Dazu ist das Korrekturlesen und Korrekturschreiben optimal. Inzwischen sind auch neue Ideen dazugekommen. Die Figuren verändern sich wieder. Es wird also noch eine Weile dauern, bis der Roman mal fertig ist. Aber das ist mir völlig egal. Hauptsache, es flutscht wieder und ich habe die Freude am Schreiben wiedergefunden. Diesmal gehe ich auch etwas planvoller vor. Nach und nach entsteht ein echtes Gerüst, die Charaktere werden besser ausgearbeitet und ihnen wird dadurch mehr Leben eingehaucht. Hoffe ich zumindest.

Ne umquam desieris – Verrate niemals deinen Traum – der Titel ist Programm! Mein Traum ist es, dieses Buch zu schreiben und ich werde das tun.