Ich habe mir ein Abonnement der Magazine Federwelt und Der Selfpublisher gegönnt. Beide erscheinen im Uschtrin-Verlag, den ich schon länger kenne. Bevor ich das Studium an der Schule des Schreibens aufgenommen habe, war ich durch die Schreibratgeber “Heute schon geschrieben” von Diana Hillebrand (Link zu Amazon) auf den Verlag und auf Autorenwelt.de aufmerksam geworden. Ich habe das Abo rückwirkend zum Jahresanfang abgeschlossen und auf diese Weise gleich mehrere Hefte bekommen. Ich habe ja sonst nichts zu tun *lol*. Ich mag diese Magazine. Es gibt doch eine Menge Information für (angehende) Autoren und auch immer wieder Interviews mit denen, die es schon geschafft haben. Die meisten sind interessant und der Mensch dahinter erscheint sympathisch. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Spannend finde ich es, dass man den meisten Interviews sofort ansehen kann, ob da ein Mann oder eine Frau interviewt wird. Gut  – man weiß es vorher schon, aber es gibt doch einige interessante Auffälligkeiten. Weibliche Autoren haben ziemlich häufig das Problem, dass ihre Arbeit nicht anerkannt wird. Sie müssen sich die Zeit zum Schreiben regelrecht freikämpfen. Nach dem Motto “Wenn du doch sowieso zu Hause bist, dann …”  Mir fiel das heute Mittag wieder auf, als ich Knall auf Fall mitten im Schreiben aufgehört habe, weil ja das Mittagessen gekocht werden musste. Nun bin ich sowieso immer noch ein schlecht organisierter Mensch, aber darum geht es hier nicht. Es gibt da in einem der Magazine ein Interview mit einem männlichen Autorenkollegen, der sich sogar einen Coach geleistet hat, um seinen Schreiballtag straff zu organisieren. Am Anfang habe ich noch gegrinst und gedacht, dass mir hier eigentlich nur die Zeiten fehlen, in dem der Mann mal aufs Klo geht. Dann fiel mir aber etwas völlig anderes auf. Da ist von Zeiten für’s Schreiben die Rede, vom Fitnessstudio und Joggen zum Ausgleich der sitzenden Tätigkeit, von Recherchezeiten etc. Aber da steht nirgends: Zeit für Einkaufen und Kochen, Zeit für Wäschewaschen und Bügeln, Zeit für Fensterputzen und Staubsaugen …  Interessant – oder? Der Mann muss das nicht einplanen. Er hat dafür seine Frau. Genial. Ich schätze, dass der Wochenplan einer mit einer Familie gesegneten Autorin doch etwas anders aussieht. Oder haben die alle einen Hausmann?