Nun ist der Juli auch schon wieder vorbei, und er war in mancherlei Hinsicht ein ausgesprochen heißer Monat. Ich finde es für mich ganz lohnend, meine Erfahrungen vom letzten November mit denen in diesem Juli zu vergleichen. Sehr entspannend fand ich auf jeden Fall, dass ich mich diesmal nicht zu einer Wahnsinnsanzahl von Wörtern verpflichten musste. Man konnte sich stattdessen auf Stunden oder Tage oder Seiten – ich weiß jetzt nicht genau, wie viele Möglichkeiten es gab – festlegen. Entschieden hatte ich mich für 31 Stunden, weil ich mir dachte, eine Stunde pro Tag schreiben, das müsste drin sein. Am Ende bin ich auf die doppelte Anzahl gekommen.

Allerdings war es nicht das reine Schreiben, wie ich es im November gemacht habe, sondern es war sehr viel Überarbeitung meines ursprünglichen Manuskriptes dabei. Und ich habe in der zweiten Hälfte dann sogar an einem zweiten Projekt gearbeitet, das ich möglichst in den nächsten Monaten fertigstellen möchte. Es wird ein E-Book mit einer Sammlung von Kurzgeschichten, eventuell auch Gedichten und einigen Fotos geben. Fotos aber eher, wenn ich mich auch zu einer Printausgabe entschließe.

Damit habe ich, so denke ich zumindest, zu meiner Art des Schreibens gefunden. Ich komme in den Flow, wenn ich mich überhaupt aufs Schreiben einlasse, und das garantierte mir der NaNo-Monat, aber ich konnte ihn gestalten, wie er zu mir passte.
Ich habe mir zudem die beiden Abos der Magazine “der selfpublisher” und “Federwelt” gegönnt, denen ich eine Reihe guter Tipps entnehmen konnte. Der Juli war also ein rundum produktiver und zufriedenstellender Monat, obwohl mir die heißen Tage sehr zugesetzt haben. Ich denke, ich habe es jetzt tatsächlich verinnerlicht, dass mich nur tägliches Schreiben voranbringt. Noch bin ich am Darübernachdenken, wie ich das am besten organisiere. Ich sehe mich nicht als Schriftstellerin in Vollzeitarbeit. Das will ich mir auch gar nicht antun. Aber es ist wichtig, den Tag entsprechend zu strukturieren. Das ist das, was ich mir nun für den August vorgenommen habe. Die positiven Schreiberfahrungen aus dem Juli sollen doch bitte nicht wieder verloren gehen.

Was ich außerdem verstanden habe – eigentlich ist es nichts Neues :D – ich bin die klassische Einzelkämpferin. Ich kann mit einem Gegenüber gut, bei Vielen wird es eher schwierig. Ich brauche zum Schreiben Ruhe und Ernsthaftigkeit, um mich ganz auf mein Thema einzulassen.

Sehn wir also mal, was ich bis zum Jahresende noch gebacken bekomme. Ich hoffe, die produktive Phase geht weiter. Im Moment entstehen täglich eine oder zwei Kurzgeschichten, Neufassungen von älteren Werken oder vollkommen neue Geschichten.