Manchmal kommt die Lust an der Lyrik zurück. 2006 habe ich das Lyrikbändchen ‘Hinter den Masken’ veröffentlicht, das heute vergriffen ist. Ich habe mal kurz darüber nachgedacht, ob ich den Band neu auflegen sollte, aber die Gedichte von damals sind nicht mehr meine Gedichte von heute. Ich besitze noch Unterlagen eines Workshops aus dieser Zeit, die ich mir wieder einmal vorgenommen habe. Witzigerweise fängt dieser Workshop ausgerechnet mit Freier Lyrik an. Das fand ich schon damals ausgesprochen schwierig. Weil man aus der Schulzeit Lyrik meistens zunächst mit Reimen verbindet. Freie Lyrik ist also erst einmal gar nicht so einfach. Und wenn man dann so ein Gedicht schreibt, hat man keine Ahnung, wie es bei demjenigen, der es liest, ankommen wird. Noch mehr als bei Prosatexten ist Lyrik tatsächlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Trotzdem will ich mich mal wieder daran probieren, einfach weil ich im Moment dazu Lust habe.
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#Wir sind mehr
Was, wenn der Wind sich dreht,
was, wenn nichts mehr geht?
#wirsindmehr,
aber wo, außer auf Papier?
Auf den Straßen marschieren
die Anderen
die Herzen voll Hass,
die Augen sind leer.
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Manchmal
Manchmal
weiß ich nicht,
wo oben und wo unten ist.
Manchmal
frage ich mich,
wo rechts ist und wo links.
Manchmal
versuche ich,
es allen recht zu machen.
Doch wenn dann
das Oben unten wird,
und rechts wird zu links,
dann weiß ich wieder,
dass nur ich selbst
entscheide, was
für mich richtig ist.
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Leider ist es im Blog schwierig, Gedichte ansprechend zu formatieren. Daran übe ich noch.