Wenn etwas in einem nachhallt, kann es besonders gut oder besonders schlecht gewesen sein. Wenn es um Bücher oder Filme geht, merke ich mir aber meistens nur die, die mich beeindruckt haben. So wie am Freitagabend “Der Club der singenden Metzger”. Ein absolut unmöglicher Titel für einen wunderbaren Film, ein deutsch-amerikanisches Auswandererepos aus der Zeit nach dem Ersten  Weltkrieg. Habt ihr den Film gesehen?  Gerade in diesen Tagen, in denen wir vor dem Start in die neuen Zwanziger Jahre stehen, denke ich oft darüber nach, wie sehr sich unsere Welt in gerade mal einhundert Jahren verändert hat. Und wie gut es den meisten von uns heute geht, obwohl an allen Ecken und Enden gejammert wird. Die 1920er waren ein turbulentes Jahrzehnt, gefolgt von einer finsteren Zeit. Und was sich derzeit wieder in der Welt abspielt, macht nicht gerade Hoffnung, dass die Menschheit in hundert Jahren viel klüger geworden ist. 

Ich weiß nicht, ob der Film in der Mediathek der ARD noch zu finden ist. Aber wer ihn noch nicht kennt, sollte ruhig mal danach Ausschau halten. Doch – er ist. Ich habe schnell mal nachgeschaut. Hier der Link: ARD – Das Erste – Freitag 27.12. – 20:15 Uhr

Für das nächste Jahr habe ich mir vorgenommen, mal wieder mehr klassische Literatur zu lesen, weg von den Krimis. Muss ja nicht Goethes Faust sein. Es gibt so viel, das ich noch nicht kenne. Was lest ihr denn so? Habt ihr Vorschläge für mich?

Für das Headerfoto bedanke ich mich bei Eniko Polgar aus Budapest und Unsplash. Ich habe es nur ein bisschen beschnitten und mit einem Filter versehen (gealtert).