Jahresrückblick-Virus

Jahresrückblick-Virus

Der Jahresrückblick-Virus hat auch mich erwischt. An sich ist sowas für Bullet Journal Schreiberinnen sowieso Pflicht, aber mein BuJo habe ich in der zweiten Jahreshälfte ziemlich vernachlässigt. Es muss also andere Gründe haben, warum ich mich nun doch fast gezwungen sehe, mich mit einem Jahresrückblick zu befassen. Aber keine Sorge, das mache ich nicht hier, sondern doch lieber im stillen Kämmerlein und in meinem Bullet Journal. Es ist zumindest interessant zu sehen, dass dieses Jahr 2017 von mir insgesamt die Wertung “gut bis ganz okay” bekommen muss. Mein “Jahr in Pixeln” habe ich nämlich tatsächlich konsequent durchgehalten. Die dunklen Kästchen für schlechte Tage sind nur wenige, die leuchtend gelben allerdings genauso. Dennoch: Vom Gefühl her hätte ich mit mehr dunklen Kästchen gerechnet. Das bedeutet, dass ich wie sooft die eher schlechten Zeiten stärker in Erinnerung behalte als die guten. Und dass ich daran arbeiten sollte, dass das neue Jahr mehr Highlights bekommt.

Deshalb werde ich mit dem Bullet Journaling auch weitermachen. Das erste Halbjahr 2017 habe ich noch im Filofax sehr schön und mit viel Hingabe notiert, mit dem Umzug in den Leuchtturm wurde es dann spartanischer. Das hat aber nichts mit dem Notizbuch an sich zu tun, denke ich. Ich werde auch im neuen Jahr am gebundenen Notizbuch festhalten. Ich weiß, dass ich das aufheben werde, die Blätter aus dem Ringbuch werden irgendwann entsorgt werden. Ist seltsam, aber ein Ringbuch stelle ich mir einfach nicht in das Bücherregal. Trotzdem ist das Filofax nicht überflüssig geworden. Ich benutze es noch immer für die Dinge, die sich nicht verändern oder lose Kleinigkeiten wie Briefmarken. Obwohl ich auch in mein Ledercover für den Leuchtturm Klarsichthüllen einfügen kann, ist mir das Ringbuch da bislang noch immer praktischer.

Was bringt mir das Bullet Journaling nun am Jahresende tatsächlich? Ich finde den Rückblick spannend. Seit gestern gehe ich die einzelnen Monate noch einmal durch und mach mir so meine Gedanken über alles, was passiert ist und wofür ich mich interessiert habe. Ich habe auch ganz praktische Sachen notiert wie den Tag, an dem wir unseren Corsa bekommen haben oder die neue Spülmaschine fällig war. Und natürlich meine Gedanken zu den Menschen, die ich kannte und die 2017 gehen mussten. Miss Lu, Minibar-Bärbel und dann Blechi – alle drei innerhalb weniger Wochen. Das war ein trauriger Jahresbeginn. Aber auch meine Bücher kommen nicht zu kurz, meine Lesung im September, unser Urlaub – leider nur der eine kurze in Andalusien – und vieles mehr. Ziemlich konsequent habe ich das Wetter notiert. Da der Inhalt meiner Bea Baumann Krimis sehr zeitbezogen ist, kann ich immer gut nachschlagen und mich rückversichern, wie das Wetter in einem bestimmten Zeitraum tatsächlich war. Ich weiß ja inzwischen, dass es immer Leser gibt, die auch den kleinsten Irrtum aufdecken 🙁

In diesem Sinne werde ich das Bullet Journal auch im Jahr 2018 weiterführen, manches verändern, anderes beibehalten, aber es ist ein treuer Begleiter durch das Jahr und es macht Spaß, nach Wochen, Monaten und sicher auch nach Jahren wieder reinzuschaun. In meinem aktuellen Jahresrückblick habe ich mir ein paar Seiten aus dem Filofax in den Leuchtturm übertragen und entsprechende Zusammenfassungen geschrieben, so dass die erste Jahreshälfte 2017 nicht verloren geht.

Nun bleibt mir noch eins: Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs und meiner Bücher und den Anderen*** (am 08.11.2017 hat das Bundesverfassungsgericht anerkannt, dass es neben Mann und Frau auch ein drittes Geschlecht gibt) einen schönen Jahresausklang und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2018.

*** Das mit den Anderen muss noch diskutiert werden. Wie soll die Anredeformel denn in Zukunft bitte lauten?

Gerade eben, kurz vor siebzehn Uhr. Heute war es sehr warm und auch sehr hell. Da konnte man fast schon an Frühling denken. Ist natürlich Unsinn, der Winter kommt bestimmt noch.

Bullet Journal zum Jahresende

Bullet Journal zum Jahresende

Bald haben wir November, und wenn ich an mein Bullet Journal denke, überkommt mich schon fast ein schlechtes Gewissen. Im letzten Quartal ist dort nicht viel passiert. Erst mit dem Oktober habe ich mir mal wieder ein bisschen mehr Mühe gegeben, es regelmäßig zu führen, vor allem, weil ich gemerkt habe, dass es mir schon wichtig ist, bestimmte Sachen einfach durchgängig zu dokumentieren. Seltsamerweise gehört das Wetter dazu. Das heißt, so seltsam ist das auch nicht, weil ich meine Bea Baumann Romane fast in Echtzeit spielen lasse. Da ist ganz wichtig zu wissen, ob das Frühjahr nass war oder wunderschön. Ich kann mich oft sehr schnell nicht mehr erinnern, aber meine Leser möglicherweise schon. Peinlich, wenn es dann komplett verkehrt wäre. Aber auch meine Laune dokumentiere ich ganz gerne, da ich ja leider kein durchgängig gut gelaunter Mensch bin. Das Glas ist bei mir leider öfter mal halbleer als halbvoll 🙁 Wenn ich jetzt auf meiner Seite “Mein Jahr in Pixeln” schon sehen kann, dass mein Jahr bisher fast durchgängig “ganz okay” aber fast nie “so richtig gut” war, dann gibt mir das doch zu denken. Immerhin war es auch kaum mal “totale Katastrophe”. Ziemlich auf der Strecke geblieben sind die Selbstoptimierungstracker. Einfach weil ich das sowieso nicht hinbekomme. Gute Vorsätze sind das eine, sowas konsequent durchzuhalten, das andere. Ich bin zwar nach wie vor der Meinung, dass ich viel mehr für Fitness und Gesundheit tun müsste, aber so richtig klappt das eben nicht (schreibt Eine, die gerade die ersten Zimtsterne nascht.).


Mein aktuelles Layout für die letzten Tage im Oktober ist also ziemlich abgespeckt. Mehr brauche ich im Moment nicht. Vielleicht wird das mit den langen, dunklen Tagen wieder anders, aber der NaNoWriMo dürfte mir auch nicht allzu viel Zeit lassen. Immerhin habe ich heute schon mal angefangen, den November vorzubereiten. Als erstes ist mir aufgefallen, dass die Herbstfarben, die ich im Moment wähle, so gar nicht zum pinkfarbenen Leuchtturm passen, noch nicht mal zum Lesebändchen. Das ist auch pink *lol*. Aber das Notizbuch ist noch lange nicht voll. Das nächste ist dann goldfarben, das passt immer.


Gestern habe ich mir mal wieder ein Video von Michaela “Between the Steps” angeguckt. Sie hat ja immer tolle Ideen und Layouts, die ausgesprochen inspirierend sind. Werde mir ihre einzelnen Ideen zum November auch nochmal auf ihrer Webseite anschauen. Aber Michaela ist schon ein heftiger Selbstoptimierungstyp. Da kann man sich zwar Anregungen holen, mehr aber auch nicht.

An Tagen wie heute – das Wetter ist gräßlich – komme ich immerhin dazu, mich mit ganz verschiedenen Dingen zu beschäftigen. So ein fauler Sonntag, den man drinnen verbringt, ist gut zum Lesen, zum Schreiben, zum Nachdenken, zum Vor- und Nachbereiten und auch einfach zum Vergammeln.

Nachtrag: Gestern Abend ist mir doch tatsächlich das Verschlussgummi, das mein schönes Ledercover “Navigator” von StartBay Notebooks zusammenhält gekracht. Ich habe eine etwas enttäuschte Email nach England geschrieben und heute sofort Antwort bekommen. Internet ist halt doch was Feines. Peter von StartBay will ein Pärchen neuer “Cords” schicken, meint aber, das sei außergewöhnlich, dass die kaputtgehn. Ich bin sehr gespannt, wie ich das neue Gummi befestigen kann. Angeblich gibt es einen Trick, der mitgeliefert wird. Ich werde berichten.