Klarheit über den Klarheit Kalender

Klarheit über den Klarheit Kalender

Vor einiger Zeit habe ich euch erzählt, dass ich im neuen Jahr von meinem hochgeschätzten Bullet Journal im Leuchtturm 1917 in den Klarheit Kalender wechseln werde. Der Gedanke dahinter war der, dass mir das eigenhändige Zeichnen der Wochen- und Monatsvorschauen auf die Nerven gegangen ist. Ich fand den Klarheit Kalender anfangs auch recht nett, vor allem die Coaching = Reflexionsseiten zu Beginn. Aber nun merke ich doch, dass ich die freien Seiten zum Tagebuchschreiben und Einkleben von Bildern vermisse. Der Klarheit Kalender ist eben doch eher ein Businesskalender wie viele andere, aber kein flexibles Bullet Journal. Die fünfunddreißig Euro habe ich wohl in den Sand gesetzt, aber ich werde den Kalender nicht weiterbenutzen. Für einen Moment habe ich überlegt, ob ich die Seiten heraustrenne, loche und mit Blankoseiten in einem meiner vielen Ringbücher verwenden kann, aber das Thema ist vorbei. Wirklich mit Freude blättere ich nur in einem festgebundenen Bullet Journal. Und dafür ist der Leuchtturm nach wie vor meine erste Wahl. Was ich gerne hin und wieder übernehmen werde, das sind die Motivationssprüche aus dem Klarheitkalender und zum Teil auch das Wochenlayout. Wenn dieser Kalender nach jeder zweiten Woche eine leere Doppelseite hätte, wäre ich vermutlich damit glücklich geworden. Die vorgesehenen Wochenreflexionen und wenigen leeren Seiten am Ende des Buches reichen mir leider nicht. Nach wie vor begeistern mich die Startbay Notebook Cover aus dickem Leder, die meine A5 Notizbücher zusammenhalten. Ich habe sie in Paisley braun und in Green Art Deco und überlege, ob ich mir noch Paisley Chic Tan leiste. Gibt im Moment noch 15% Rabatt. Solange die Briten noch in der EU sind *lol*. Wer weiß, ob man sie später noch bekommt. Aber jetzt suche ich mir erst einmal aus den unendlich vielen Farben vom Leuchtturm mein neues BuJo aus. Grün, Pink und Gold sind in den letzten Jahren voll geworden. Dazwischen lagen diverse Experimente. Bin aber auch immer wieder auf den Leuchtturm 1917 zurückgekommen.  Mal schaun, wofür ich mich entscheide. Vielleicht mal ein maritimes Blau. Bin ja derzeit Santiano-Fan 😉

Und wie heißt es immer so schön: Werbung durch Namensnennung ohne finanziellen Vorteil. Will heißen, ich verlinke gerne zu den Sachen, die ich bespreche und benutze, aber ich bekomme nichts dafür.

Nachtrag: Und der neue Leuchtturm ist da: Azur-Blau und aus der Special Edition ‘Leuchtkraft’ mit den deutschen Lehnwörtern, die man auch in der englischen Sprache kennt. Such as: Sehnsucht, Wanderlust, Zeitgeist und Fernweh. Ich habe mich für Sehnsucht entschieden. Da gefällt mir die Kombination aus Wort und Farbe besonders gut. Das ist genau mein Ding. Ich liebe den Kalender schon jetzt und habe auch schon etwas vorgearbeitet. Immerhin ist der Januar ja schon zur Hälfte rum.

 

Zum Jahresende: Zwischen Rauhnächten und Klarheit

Zum Jahresende: Zwischen Rauhnächten und Klarheit

Heute wird’s ein bisschen philosophisch. Hängt vermutlich damit zusammen, dass mein Leuchtturm-Bullet Journal diesmal passend zum Jahresende voll geworden ist. Es war abzusehen und so habe ich mir schon vor einigen Wochen Gedanken darüber gemacht, wie es weitergehen soll. Ich mag mein BuJo und ich mag meinen Leuchtturm 1917, besonders wenn er voll ist und ich darin blättern kann. Aber während des Jahres habe ich die Eintragungen immer wieder vernachlässigt und gemerkt, dass ich auf das klassische Einteilen und Vorbereiten Woche für Woche oft keine Lust hatte. Schließlich habe ich mich für den KLARHEIT-Kalender entschieden. Hier sind die Wochen vorgegeben, allerdings ohne Datum, und es gibt reichlich Rubriken, um To do’s, Gedanken, Termine etc. zu notieren. Fehlen werden mir aber Blankoseiten, um Fotos einzukleben oder ganz normal Tagebuch zu schreiben. Ich bin gespannt, ob und wie ich damit zurecht kommen werde. Dem Kalenderteil vorangestellt sind Seiten, die der Selbstreflektion gewidmet sind. Finde ich nicht verkehrt. Man kann im Lauf des Jahres immer mal wieder darauf zurückgreifen.

Der Jahreszeit entsprechend, in der man gerne mal zur Selbstreflektion neigt, bin ich auch wieder auf den Brauch der Rauhnächte gestoßen bzw. überhaupt auf altes Brauchtum, Paganismus, Naturreligionen etc. Spiritualität hat in meinem Leben keinen großen Stellenwert. Mit der Kirche habe ich, obwohl noch evangelisch erzogen, nichts am Hut. Meine stärkste Zuwendung zum Spirituellen erfuhr ich seltsamerweise während meiner Berufstätigkeit als Zahnärztin. Es gab damals eine lange Phase, in der ich mich nicht nur mit alternativen Heilweisen, sondern auch mit Esoterik im weitesten Sinn beschäftigt habe. Irgendwann ging das wieder verloren. Das Warum ist mir klar, es hier zu erklären, würde zu weit führen. Aber ich stelle immer wieder fest, dass ich durchaus auf der Suche bin; dass mir etwas fehlt. Rationalität ist eben nicht alles. Das Numinose, Göttliche, Unerklärbare besitzt Anziehungskraft. Das klingt nun gerade in Verbindung mit dem Klarheit-Kalender merkwürdig. Ist es für mich aber nicht.

Ich werde die sogenannten Rau(h)nächte zwischen Weihnachten und dem Neuen Jahr nutzen, um wieder mit den Dingen in Verbindung zu treten, die mich früher einmal interessiert haben. Vielleicht führt das auch zu einer Neuausrichtung dessen, was ich in Zukunft schreiben werde. Den letzten Bea Baumann Krimi habe ich so gut wie abgeschlossen. Und ich weiß, dass danach etwas anderes kommen muss.

Rauhnächte

Für viele Menschen beginnen die zwölf Rauhnächte mit der Nacht auf den 25. Dezember und enden am 6. Januar. Diese magische Zeit ist voller Legenden, Märchen und Mythen. Manche machen den Beginn auch an der Thomasnacht zum 22. Dezember fest. Wer sich den Rauhnächten widmet, begleitet diese Zeit meist mit Ritualen. Typisch ist das Räuchern mit Kräutern. Es dient der Reinigung, soll böse Geister vertreiben und positive Energien ins Haus holen. Jeder der zwölf Tage ist einem Monat des neuen Jahres gewidmet. Entstanden sind die ‘nicht existierenden Tage’ durch den Übergang vom alten Mondkalender mit 354 Tagen auf den Kalender, der sich an der Sonne ausrichtet (365 Tage).

  1. Rauhnacht (24.12. – 25.12.) Steht für den Monat Januar (was möchtest du im neuen Jahr erreichen?) und für deine Wurzeln. Beschäftige dich mit deiner Familie, mit der Natur, mit allem, was deine Basis darstellt.
  2. Rauhnacht (25.12. – 26.12.) Februar; beschäftige dich mit deinem Selbst, meditiere, suche nach innerer Führung, nach Klarheit. Was hilft dir, deine Kraft zu stärken?
  3. Rauhnacht (26.12. – 27.12.) März; beschäftigt sich mit dem, was dich gestärkt und mit dem, was dir Kraft geraubt hat. Beschäftige dich mit der Herzenergie, sei dankbar.
  4. Rauhnacht (27.12. – 28.12.) April; steht für die Auflösung aller schlechten Dinge, Angewohnheiten etc. die du loswerden willst. Du kannst sie auf einen Zettel schreiben und symbolisch verbrennen.
  5. Rauhnacht (28.12. – 29.12.) Mai; sag JA zu dir selbst, denke darüber nach, wo und warum du dich selbst blockiert hast. Überlege, was du ändern kannst, notiere es
  6. Rauhnacht (29.12. – 30.12.) Juni; setze die Reinigung fort, verabschiede dich, vergib, räume auf.

In den nächsten sechs Tagen bereitet man sich auf das Neue, Positive vor. Das kann für jeden etwas anderes sein. Ich will das hier nicht weiter ausführen. Wer sich dafür interessiert, findet Anleitungen in Büchern und im Internet. Aber ich glaube, man kann schon an der Beschreibung der ersten sechs Tage erkennen, dass sich Mystisch-Mythologisches durchaus mit Klarheit verträgt.

Wenn ihr wollt, schreibt mir mal, ob ihr Rituale zum Jahreswechsel kennt und begeht.

(Das Beitragsfoto ist eine Bearbeitung von zwei Unsplashfotos, der Eiskristall stammt von Aaron Burden https://unsplash.com/@aaronburden, die Kerzenflammen von Gaelle Marcel https://unsplash.com/@gaellemm  Vielen Dank dafür. Werbung durch Namensnennung (Leuchtturm, Klarheit) ohne finanzielle Beteiligung.)

Nachtrag: Ich bin überrascht, wie schnell ich mich mit dem Klarheitkalender angefreundet habe. Auch den kann man ‘bearbeiten’ und er harmoniert perfekt mit anderen Ideen, wie dem ‘Weg der Medizin Frau’ (Tarotkarten und Buch). Es ist doch reichlich Platz vorhanden, um ihn zu individualisieren 😉  Doodeln kam mir plötzlich in den Sinn und natürlich auch mal wieder Handlettering.

 

 

Mit neuer Motivation im Bullet Journal

Mit neuer Motivation im Bullet Journal

Obwohl es derzeit eigentlich viel zu heiß ist, um sich an den Schreibtisch zu setzen, habe ich mich heute mal mit den Juni-Vorbereitungen im BuJo beschäftigt. Die Schlamperei der letzten Zeit muss aufhören. Und um es gleich mit viel Verve (wie komme ich jetzt bloß auf diesen Ausdruck? Den habe ich bestimmt seit 50 Jahren nicht mehr gehört.) – also gleich mit dem richtigen Elan anzugehen, habe ich sogar mal ein bisschen gemalt. Soweit man das so bezeichnen kann. Und mich auch gleich wieder darüber geärgert, dass ich immer noch nicht schöner schreiben kann 😉 Jedenfalls habe ich auch den Monatsüberblick mal per Hand eingetragen, ganz so wie es Ryder Caroll *** auch ursprünglich mal vorgesehen hatte. Ihr seht das oben im Headerbild.
*** Ryder Caroll = Erfinder des Bullet Journals

Die zweite Doppelseite ist dem Habittracker und einer kleinen Gewichtskurve gewidmet, sowie einer modifizierten Gratitudeseite. Ich nehme mir die Freiheit, hier auch Ärgerliches einzutragen. Vielleicht nur, damit ich mich nach dem Aufschreiben fragen kann: “Und darüber hast du dich tatsächlich geärgert? Nicht wirklich – oder?” Im Moment sind es immer wieder so einige posts in der Weight Watchers Community, über die ich mich sinnloserweise aufrege. Warum zahlen die Leute Geld für ein Programm, dass sie dann schlechtmachen? Und nur deshalb schlecht machen, weil sie nicht begreifen, wie es funktioniert. Und sie begreifen es meistens deshalb nicht, weil sie sich erst gar nicht ernsthaft damit beschäftigen.Wer ernsthaft behauptet, er könne mit dem aktuellen Programm nicht abnehmen, weil er (meistens sie!) tonnenweise Hühnchen, Lachs und Skyr vertilgen muss, dem ist einfach nicht zu helfen. Aber warum rege ich mich darüber auf? Keine Ahnung, aber Dummheit regt mich halt immer auf. Das musste mal gesagt werden.
Bei den Habits habe ich auch “FlyLady” eingetragen und so etwas kryptisches wie “be creative”.  FlyLady steht eigentlich nur für die Ermahnung an mich, weiterhin fleißig auszumisten und Haus & Garten in kleinen Portionen aber dafür regelmäßig in Ordnung zu halten. Ganz sicher werden ich morgens nicht als erstes Schnürschuhe anziehen 😉  Aber die anderen Tipps sind schon gut. Vielleicht beschäftige ich mich alternativ auch noch mal mit der “KonMari”-Methode. Die scheint mir aber ziemlich krass vorzugehen, was das Ausmisten angeht.
Und “be creativ”? Ich will regelmäßig etwas Kreatives machen. Wenn’s mich schon aktuell nicht zum Romanschreiben drängt, dann vielleicht doch mal Handlettering, Basteln, Malen oder von mir aus auch – ach, ich weiß nicht. Es gibt so vieles, das man noch ausprobieren könnte.
Bevor ich dann morgen mein Layout für die erste Juni-Woche anlege, muss ich mir dazu noch ein paar Anregungen holen. Auf alle Fälle kommt der tägliche Wetterbericht mit hinein. Das später mal nachzulesen, ist bestimmt interessant. Es sei denn, dieses Wahnsinnswetter wird tatsächlich zur Regel. Ich will’s nicht hoffen. Heute hatten wir wieder 35°C. Das ist kaum noch auszuhalten. Aber immerhin blieb Frankfurt bisher von Unwettern verschont.

Hatte ich eigentlich schon geschrieben, dass ich den im letzten Beitrag noch gelobten neuen Füller PelikanoUp auch wieder zurückgeschickt habe? Erst dachte ich, er schreibt wirklich gut, aber dann hatte er ständig Aussetzer. Das geht gar nicht. Im Bujo greife ich jetzt wieder zu den billigen Rex Longliners von Aldi, die habe ich in verschiedenen Stärken. Bevor ich mir nochmal einen Füller kaufe – will ich ja immer noch – werde ich dafür in ein Schreibwarengeschäft gehen, in dem man die einzelnen Modelle auch ausprobieren kann. Oder ich schau nochmal bei Michaela Siroka (Between the steps) vorbei, die hat jede Menge Füller getestet.

Filofax Notebook im StartBay-Navigator?

Filofax Notebook im StartBay-Navigator?

Eben wähnte ich mich noch im siebenten BuJo-Himmel, nachdem sowohl mein neues Ledercover von StartBay Notebooks als auch die Amazonbestellungen zusammen eingetroffen waren. Aber inzwischen hat sich Ernüchterung breit gemacht. Das Filofax Notebook (Affiliatlink) – das pinkfarbene weiter unten! –  ist dicker als vermutet und passt nicht zusammen mit meinem Leuchtturm 1917 (Affiliatelink) in das StartBay Ledercover. Das wiederum ist zwar sehr schön, aber von einem dunkleren Grün als ich dachte. Und an dem Filofax stören mich außerordentlich der Geruch nach Plastik und irgendwie auch die Optik. Das sah bei Amazon nicht so nach Plastik aus. Einzig und allein der PelikanoUp Golden Clam (Affiliatelink) in Roségold ist wunderschön und schreibt auch entschieden besser als das Billigteil, das ich neulich bei Rossmann gekauft hatte. Ich hatte zum Notebook noch eine Nachfüllpackung Blätter bestellt, weil es bei der Amazonbeschreibung so klang, als wäre im Buch kaum Inhalt. Dieses Refill habe ich gleich storniert. Es wurde noch nicht versendet. Überhaupt sind die Rückgabemöglichkeiten manchmal das beste an Amazon überhaupt 😉 Ich denke, ich werde auch das Notebook von Filofax zurückschicken. Die Sache mit den herausnehmbaren Blättern finde ich zwar toll. Das war auch der einizige Grund, es zu bestellen, aber bei mir liegen schon viel zu viele angefangene Notizbücher herum. Meine dünneren Notizbücher von Leuchtturm passen auch farblich viel besser zum dicken LT 1917 und den Ledercovern, wie man im Beitragsbild oben unschwer erkennen kann.

Filofax Notebook (pink) und der neue StartBay Navigator
Ich finde, auf dem Foto sieht das Filofaxteil wieder ganz nett aus. Aber nicht, wenn man es in der Hand hält.

Bleibt das Ledercover, der “Navigator” von StartBay – eindeutig das teuerste Teil. Sicher könnte ich auch das zurückschicken. Aber ich mag es und sicher werden sich im Laufe der Zeit auch viele dünne Notizbücher ansammeln, die ich dann gut darin – oder dem Braunen, das ich schon habe – archivieren kann. Anders als in die Traveller Notebooks oder den X17 passen dort schließlich alle normalen A5 Hefte hinein.

Ja, so kann es kommen – nicht immer fallen die Sachen so aus, wie man sie sich vorstellt.
Zufrieden bin ich momentan aber damit, dass ich das Bullet Journaling überhaupt wieder aufgenommen habe. Und die “Magische Küchenspüle” (Affiliatelink) der FlyLady Marla Cilley hat mich schon mächtig auf Trab gehalten. Ein Teil des Hauses erstrahlt bereits in neuem Glanz – vor allem natürlich die … Küchenspüle *gg*. Leider habe ich mir aber offenbar auch bei der Gartenarbeit irgendeinen oder mehrere Muskel im Rücken gezerrt. Das tut bei manchen Bewegungen höllisch weh und war nicht geplant. Wenn das in den kommenden Tagen nicht besser wird, muss ich wohl mal zum Orthopäden. Ich habe nämlich noch ‘ne Menge vor. Wenn man erst mal angefangen hat …

Für das BuJo habe ich seit langem mal wieder ein bisschen bei anderen Leuten gestöbert. Tiny Ray of Sunshine hat eine ewig lange Liste mit Ideen, was man im BuJo unterbringen kann. Das klingt im ersten Moment vielleicht albern. Auch ich habe schon gedacht, wozu ein BuJo, wenn ich nicht weiß, was ich reinschreiben soll? Aber ich finde z.B. die Liste gut, in der man notiert, wann man bestimmte Aufgaben oder Dinge das letzte Mal erledigt hat (When did I last?). Ich werde da mal eintragen, wann ich das letzte Mal meine fürchterlichen Gardinen gewaschen habe (gestern). Davor drücke ich mich nämlich gerne, weil das ganze Drumherum (typische Ikea-Konstruktion) so abschreckend ist. Aber auch bestimmte Ausflüge werden bei mir immer seltener. Und das ist schade. Man muss sich ab und zu aus seiner Komfortzone herausbegeben. Auch das Traumtagebuch (Dream Log) finde ich gut. Hin und wieder denke ich, dass ich aus manchem meiner Träume einen großartigen Thriller schreiben könnte. Und die Wunschliste! Wie oft bestelle ich was bei Amazon und überlege, wie ich die 29 Euro voll bekomme, um das Porto zu sparen, und mir fällt nichts ein. Nun hat zwar auch Amazon selbst solche Listen, aber die benutze ich fast nie.

So, das war’s mal wieder zum Thema Bullet Journaling bzw. Geld ausgeben für Dinge, die der Mensch nicht braucht (und manchmal eben auch weniger schön und praktisch sind, als man dachte.). Draußen zieht wohl gerade wieder ein Unwetter auf. Mal schnell alles dicht machen.

 

 

 

Zurück auf Anfang

Zurück auf Anfang

Back to the roots oder einfach zurück zu den Dingen, die sich bewährt haben. Nicht mehr verzetteln, sondern gucken, was gut war. Und das wiederaufleben lassen. Do von “Dies und Das” wundert sich, dass ich nichts mehr über mein Bullet Journal geschrieben habe. Die Erklärung ist einfach – wie schon im letzten Beitrag angedeutet – ich habe es schleifen lassen. Mit dem Newsletter dasselbe: Es gibt einfach nichts zu verschicken. Und durch das Theater mit der DSGVO habe ich mich nun auch entschieden, keine Newsletter mehr zu verschicken. Wer sich für mich und mein Tun interessiert, weiß, wo er / sie mich findet.

Sorry – keine Newsletter mehr

Zurück zum BuJo. Ich habe in den letzten Tagen wieder fleißig Tagebuch geschrieben – Gedanken, Listen … , aber alles ziemlich lieblos und dann auch noch mit dem billigen Füller, den ich mir kürzlich bei Rossmann mitgenommen hatte, weil der alte kaputt war. Die Feder kratzt aber, das geht gar nicht. Ein neuer ist unterwegs 😉 Na, jedenfalls – mein BuJo muss schön aussehen, sonst macht es keinen Spaß. Es müssen zwar keine Kunstwerke entstehen und auch nicht lauter Washi-Tapes und Aufkleber rein, aber doch irgendwie – schön! Vorhin habe ich mir mein allererstes BuJo noch mal angeguckt, den quietschgrünen Leuchtturm, den ich im August 2016 angefangen hatte, und muss sagen, er war der bislang gelungenste. Auch der beerenfarbene Nachfolger kann sich noch sehen lassen. Es macht Spaß darin zu blättern. Meine Filofaxversuche sind Vergangenheit, die losen Blätter habe ich zum Teil schon wieder entsorgt. Nachdem ich jetzt im Januar 2018 mit dem goldfarbenen Leuchtturm wieder auf die festen Bücher zurückgekommen bin, ist der Spaß daran irgendwann auf der Strecke geblieben. Das liegt aber nicht am Leuchtturm. Heute werde ich die nächste Woche vorbereiten, mit altbewährtem Layout, so wie ich es mir im Lauf der Jahre mehr oder weniger bei Kara Benz aka Boho Berry angelesen habe. Kara ist inzwischen sehr kommerziell geworden, deshalb war ich nicht mehr oft auf ihrem Blog, und habe mir auch keine Videos mehr angeguckt, aber was sie macht, macht sie gut.

Das Bujo werde ich auch für meinen Neustart mit der FlyLady (Marla Cilley) heranziehen. Unser Haus ist groß, der Garten ist groß und ich fühle mich oft überfordert. Anders als früher, als ich den ganzen Kram noch neben Beruf und Kindern erledigt habe, bleibt inzwischen vieles liegen (okay, früher hatte ich auch hin und wieder eine Putzfrau, und der Garten war kein Garten.). Obwohl ich manches am FlyLady-Programm albern finde – ich werde garantiert im Haus keine Schnürschuhe tragen! – ist ihr System gut durchdacht. Ich habe wieder mit entrümpeln angefangen und unser Haus in Putz-Zonen aufgeteilt. Ich glaube, wenn ich das konsequent durchziehe, wird es irgendwann wirklich einfacher. Heute habe ich mit Zone 1 angefangen, das ist für mich der Eingangsbereich mit Vorflur, Treppe ins Obergeschoss, Diele und Gästeklo. Man soll zwar nur mit Mini-Schritten (Babysteps) anfangen, also am Anfang nicht mehr als 15 Minuten aufwenden, aber das klappt bei mir nicht. Und es war für mich in Ordnung, eine ganze Stunde lang zu putzen und aufzuräumen. Jetzt bin ich zufrieden – für’s Erste 😉 Der Vorgarten gehört auch zur Zone 1, aber man hat pro Zone eine Woche Zeit, die allerdings montags anfängt. Mir bleibt diese Woche nur der morgige Samstag. Aber so eng muss man das ja auch nicht sehen. Ich werde mich nicht sklavisch an diesen Plan halten. Zumal eines auch etwas albern klingt. Wenn da beispielsweise steht: “Sobald meine Füße nach dem Aufstehen den Boden berühren, ziehe ich mich von Kopf bis Fuß an. Dann gehe ich Zähne putzen” .. hä??? Also, wenn ICH aufstehe, geh ich aufs Klo, dann unter die Dusche und alles weitere, bevor ich mich schließlich anziehe – ohne Schnürschuhe. Aber wenn FlyLady von Hausfrauen schreibt, die bis zum Mittagessen im Schlafanzug herumlaufen, sind das vermutlich amerikanische Verhältnisse. Marlas Buch gibt es auch in einer deutschen Übersetzung “Die Magische Küchenspüle”.

Wichtig ist, dass man sich bei aller Organisation Freiräume schafft. Und das will ich nun wieder konsequent tun, um zu schreiben, Sport zu machen und anderes, was mir guttut. Ich bin tatsächlich ein bisschen in diesen Zustand verfallen, in dem man zu nichts mehr Lust hat, weil sich alles mögliche auftürmt und man tausend Ausreden findet, bevor man loslegt. Ein Zeitfresser ist zweifellos das Internet. Im Moment bin ich viel in der WeightWatchers Community unterwegs. Das muss wieder aufhören. Facebook und Instagramm benötigen dagegen kaum Zeit, weil ich da oft nur mal schnell gucke und wieder verschwinde. Anders dieser Blog und natürlich der Mainzauber-Blog. Schreiben, Fotos bearbeiten, andere Blogs besuchen, kommentieren – es ist der Wahnsinn. Ich denke, ich werde mir auch dafür Zeiteinheiten einräumen, und wenn die um sind, dann ist Schluss. So wie jetzt. Bis bald mal wieder ………………

Der Anfang ist gemacht, nicht sehr künstlerisch aber immerhin 😉

 

Jahresrückblick-Virus

Jahresrückblick-Virus

Der Jahresrückblick-Virus hat auch mich erwischt. An sich ist sowas für Bullet Journal Schreiberinnen sowieso Pflicht, aber mein BuJo habe ich in der zweiten Jahreshälfte ziemlich vernachlässigt. Es muss also andere Gründe haben, warum ich mich nun doch fast gezwungen sehe, mich mit einem Jahresrückblick zu befassen. Aber keine Sorge, das mache ich nicht hier, sondern doch lieber im stillen Kämmerlein und in meinem Bullet Journal. Es ist zumindest interessant zu sehen, dass dieses Jahr 2017 von mir insgesamt die Wertung “gut bis ganz okay” bekommen muss. Mein “Jahr in Pixeln” habe ich nämlich tatsächlich konsequent durchgehalten. Die dunklen Kästchen für schlechte Tage sind nur wenige, die leuchtend gelben allerdings genauso. Dennoch: Vom Gefühl her hätte ich mit mehr dunklen Kästchen gerechnet. Das bedeutet, dass ich wie sooft die eher schlechten Zeiten stärker in Erinnerung behalte als die guten. Und dass ich daran arbeiten sollte, dass das neue Jahr mehr Highlights bekommt.

Deshalb werde ich mit dem Bullet Journaling auch weitermachen. Das erste Halbjahr 2017 habe ich noch im Filofax sehr schön und mit viel Hingabe notiert, mit dem Umzug in den Leuchtturm wurde es dann spartanischer. Das hat aber nichts mit dem Notizbuch an sich zu tun, denke ich. Ich werde auch im neuen Jahr am gebundenen Notizbuch festhalten. Ich weiß, dass ich das aufheben werde, die Blätter aus dem Ringbuch werden irgendwann entsorgt werden. Ist seltsam, aber ein Ringbuch stelle ich mir einfach nicht in das Bücherregal. Trotzdem ist das Filofax nicht überflüssig geworden. Ich benutze es noch immer für die Dinge, die sich nicht verändern oder lose Kleinigkeiten wie Briefmarken. Obwohl ich auch in mein Ledercover für den Leuchtturm Klarsichthüllen einfügen kann, ist mir das Ringbuch da bislang noch immer praktischer.

Was bringt mir das Bullet Journaling nun am Jahresende tatsächlich? Ich finde den Rückblick spannend. Seit gestern gehe ich die einzelnen Monate noch einmal durch und mach mir so meine Gedanken über alles, was passiert ist und wofür ich mich interessiert habe. Ich habe auch ganz praktische Sachen notiert wie den Tag, an dem wir unseren Corsa bekommen haben oder die neue Spülmaschine fällig war. Und natürlich meine Gedanken zu den Menschen, die ich kannte und die 2017 gehen mussten. Miss Lu, Minibar-Bärbel und dann Blechi – alle drei innerhalb weniger Wochen. Das war ein trauriger Jahresbeginn. Aber auch meine Bücher kommen nicht zu kurz, meine Lesung im September, unser Urlaub – leider nur der eine kurze in Andalusien – und vieles mehr. Ziemlich konsequent habe ich das Wetter notiert. Da der Inhalt meiner Bea Baumann Krimis sehr zeitbezogen ist, kann ich immer gut nachschlagen und mich rückversichern, wie das Wetter in einem bestimmten Zeitraum tatsächlich war. Ich weiß ja inzwischen, dass es immer Leser gibt, die auch den kleinsten Irrtum aufdecken 🙁

In diesem Sinne werde ich das Bullet Journal auch im Jahr 2018 weiterführen, manches verändern, anderes beibehalten, aber es ist ein treuer Begleiter durch das Jahr und es macht Spaß, nach Wochen, Monaten und sicher auch nach Jahren wieder reinzuschaun. In meinem aktuellen Jahresrückblick habe ich mir ein paar Seiten aus dem Filofax in den Leuchtturm übertragen und entsprechende Zusammenfassungen geschrieben, so dass die erste Jahreshälfte 2017 nicht verloren geht.

Nun bleibt mir noch eins: Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs und meiner Bücher und den Anderen*** (am 08.11.2017 hat das Bundesverfassungsgericht anerkannt, dass es neben Mann und Frau auch ein drittes Geschlecht gibt) einen schönen Jahresausklang und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2018.

*** Das mit den Anderen muss noch diskutiert werden. Wie soll die Anredeformel denn in Zukunft bitte lauten?

Gerade eben, kurz vor siebzehn Uhr. Heute war es sehr warm und auch sehr hell. Da konnte man fast schon an Frühling denken. Ist natürlich Unsinn, der Winter kommt bestimmt noch.