NaNoWriMo 11 – 16

NaNoWriMo 11 – 16

Halbzeit überschritten und es läuft. Ich bin zwar weiterhin unter meinem Soll – das wird sich wohl auch nicht mehr ändern – aber ich bin zufrieden. Die Geschichte hat Fahrt aufgenommen und ich denke, es wird spannend. Auch wenn das Buch später einmal den Untertitel Bea Baumann 3 erhält, so steht diesmal KHK Winkler im Fokus. Ich finde das war an der Zeit, denn vor allem in “Vergangen heißt nie ganz vorbei” ist er ja doch ganz schön ins Hintertreffen geraten. Diesmal wird es auch wieder ein echter “Who’s done it”, also ein Krimi ohne zu viel Psychologie. Nach wie vor schau ich mir morgens die Kurzvideos von Ronny Rindler an und überlege dann kurz, ob seine Hinweise für mich aktuell nützlich sind, also ob sie mich weiterbringen, oder nicht. Auf alle Fälle habe ich sie schätzen gelernt.

Heute habe ich mir zudem das neue Buch von Manfred Lukaschewski bestellt “Morden für Anfänger”.  Lukaschewski habe ich über eine FB-Gruppe kennengelernt. Er war bei der Kriminalpolizei tätig und hat ein abgeschlossenes Studium als Kriminalist. Ich bin schon wirklich sehr gespannt. Beim Schreiben tauchen ja immer wieder Fragen auf, die nur ein Fachmann / eine Fachfrau richtig beantworten kann.

Ich verzichte heute darauf, die letzten Sätze der vergangenen fünf Tage aufzuschreiben. Wer mag, kann sie auf meinem Facebook-Account nachlesen. Vorhin habe ich damit geendet (aber vielleicht schreibe ich noch ein bisschen weiter):

Winkler sah sich noch im altmodischen Badezimmer um, in dem nichts auf die Anwesenheit einer weiblichen Person hindeutete. Dann ging er durch den Anbau in den Garten. Es wurde bereits wieder dämmrig. Sie würden nicht fertigwerden.

Noch kurz ein bisschen Tagebuch allgemein: Nach zwei nebligen Tagen kam heute wieder die Sonne durch und es wurde sehr schön. Aber insgesamt ist es nun doch um einiges kühler geworden. Ich habe mir mal wieder eine Erkältung eingefangen. An neblig-kalten Tagen wie gestern setzt mir das dann ganz schön zu. Scheint die Sonne wieder, dann wird auch die Laune gleich wieder besser. Aber geschrieben wird auf jeden Fall!

NaNoWriMo Tage 6 -10

NaNoWriMo Tage 6 -10

SOS – mir rennt die Zeit davon und ich hinke mächtig hinterher. Aber was soll ich sagen? Es stört mich nicht sonderlich. Es gibt immer noch so viel anderes zu tun, dass ich manchmal einfach nicht zum Schreiben komme. Jedenfalls nicht in dem Maße, wie ich es vielleicht gerne tun würde. Aber wenn es läuft, dann läuft es auch und macht Spaß. Ich bin zumindest sicher, dass der dritte Bea Baumann Krimi irgendwann fertigwerden wird.  Heute ist das Wetter zum ersten Mal etwas weniger schön, aber nach wie vor ausgesprochen warm für November. Da treibt es einen immer wieder ins Freie. Und am besten schreibe ich nach wie vor am Abend. Wirklich wahr. Gestern habe ich versucht aufzuholen, indem ich mich bereits morgens an den PC gesetzt habe. So richtig lief es aber nicht. Dafür dann zwischen Mitternacht und zwei Uhr morgens – auf dem Tablet. Verrückt – oder?
Auf Youtube verfolge ich die täglichen Motivationsvideos von Ronny Rindler. Er steht übrigens morgens um 5 Uhr auf, um zu schreiben – uaaah! Aber sein nettes “Guten Mooorgen” würde mir fehlen, wenn ich nicht nach dem Aufstehen gleich mal reinschauen würde. Es sind nur wenige Sätze jeden Tag, und im Grunde geht er auch nur die für den Romanaufbau altbekannte “Heldenreise” durch. Aber es hilft. Gerade mir, die ich vom Plotten so gar nichts halte. Also – danke, Ronny für die täglichen fünf Minuten Motivation.

 

NaNoWriMo 2018

NaNoWriMo 2018

Und schon steht der November wieder vor der Tür. Halloween will noch überstanden werden, dann wirds ernst. Für mich ist es der zweite NaNoWriMo. Im vergangenen Jahr lief es sehr gut, auch wenn ich am Ende das Ziel von 50.000 Wörtern knapp verfehlt habe. Rufen wir uns in Erinnerung: 50.000 Wörter in 30 Tagen, das sind 1.667 Wörter pro Tag. Soweit ich mich erinnere, waren das vier bis fünf Normseiten. Bis heute habe ich die damals angefangene Dystopie nicht fertiggeschrieben, obwohl ich den Text im Juli-NaNo-Camp noch einmal in Angriff genommen habe. Jetzt liegt das Manuskript erst mal in der Schublade. Aber aufgegeben habe ich es noch nicht.

Für den diesjährigen NaNo habe ich mir einen dritten Bea Baumann Krimi vorgenommen. Die grundsätzliche Idee steht, der Plot dagegen noch nicht wirklich. Wie immer werde ich aus dem Bauch heraus schreiben und hoffen, dass es was wird. Außerdem möchte ich den NaNo hier im Blog mit regelmäßigen Beiträgen begleiten. Ich hoffe, das wird mir helfen, bei der Stange zu bleiben, denn ich fürchte, die Motivation ist nicht ganz so groß wie beim ersten Mal. Wisst ihr übrigens, wo der Begriff “bei der Stange bleiben” herkommt? Der Sinn ist ja soweit klar: Es geht um Durchhaltevermögen. Vermutlich ging es ursprünglich um die Fahne-(nstange), die einer Soldatentruppe zur Orientierung diente. Man blieb bei der Fahne. Wer sich davonmachte, war ein Deserteur. Diese alten Metaphern sollte man heutzutage beim Schreiben besser durch moderne Vergleiche ersetzen. Aber versucht das mal. Es ist wirklich nicht leicht.

Worum wird es in meinem dritten Bea Baumann Krimi gehen? Es ist schon durchgesickert, dass es irgendwie mit mittelalterlichen Rollenspielen zu tun haben wird. Jedenfalls ist das meine Ausgangsidee. Ob es dabei bleibt, steht noch in den Sternen.

So, nun bin ich mal gespannt, ob und wie oft es heute Abend noch an der Haustür klingelt – buuhuuuu!

Das Grab unter dem Ätna

Das Grab unter dem Ätna

Und weil Ankündigungen allein nicht unterhaltsam sind, gibt es heute mal wieder eine ganz kurze Kurzgeschichte. Also die bekannte DWG (Drei-Wort-Geschichte), diesmal mit den Vorgaben: Vulkaninsel, Dudelsack und Schuhputzer.
Vor ein paar Tagen erst habe ich gelesen, dass Forscher herausgefunden haben, dass die Südflanke des Ätna langsam ins Meer abrutscht. Das war die Initialzündung für meine Geschichte.

Viel Spaß beim Lesen.

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Das Grab unter dem Ätna (Schuhputzer, Dudelsack, Vulkaninsel)

„Dann hör gut zu, mein Sohn.“ Der alte Gaetano legte das abgenutzte Poliertuch, das längst in allen Farben schillerte wie seine Geschichten, zur Seite. Ein Lächeln stahl sich in das runzlige Gesicht, als er die Menschen bemerkte, die sich um ihn und den jungen Iren versammelten.
Wann immer Sean den Boden der Vulkaninsel betrat, besuchte er den Schuhputzer auf dem Quattro Canti di città und es sprach sich herum wie ein Lauffeuer. Nur seinen engsten Freunden erzählte Sean, dass er im ersten Jahr Quattro Canti fälschlicherweise mit „Vier Lieder“ übersetzt hatte. Er hatte sich mit seinem Dudelsack neben den alten Mann gestellt, der verwundert bemerkte, dass es plötzlich auch in seiner Schachtel klingelte. Als Dank erzählte er Sean eine seiner Geschichten. Dieser lauschte dem Klang seiner Stimme, ohne ein Wort zu verstehen, bis Giulia und Yaro auftauchten und übersetzten.

„Typhon war ein Riese mit hundert Drachenköpfen. Er stammte von den Göttern ab. Gaia selbst war seine Mutter, Tartaros sein Vater. Typhon war Gaias Rache an Zeus, der ihre ersten Kinder, die Titanen entmachtet hatte.“
Gaetano erzählte von Kronos, Hyperion und den anderen Göttern, und die Menschenmenge lauschte ihm ebenso fasziniert, wie Sean es tat. Immer wenn der Alte eine Pause einlegte, nahm Sean seine sizilianische Zampogna auf, die er inzwischen so gut beherrschte wie den Dudelsack. Während Gaetano seine Stimmbänder mit einigen kräftigen Schlucken Rotwein von den Hängen des Ätna stärkte, gab Sean irische und sizilianische Weisen zum Besten, begleitet vom willkommenen Klang klimpernder Münzen.

„Und Typhons Gebrüll aus hundert Kehlen verängstigte die Götter im Olymp dermaßen, dass sie bis nach Ägypten flohen und sich in Tiere verwandelten. Auch Zeus nahm die Gestalt eines Widders an, bis ihn Athene so sehr verspottete, dass er sich Typhon zum Kampf stellte. Verraten von den Schicksalsgöttinnen floh der Riese schließlich nach Sizilien, wo Zeus den Ätna auf Typhon warf. Seitdem ist er unter ihm gefangen. Doch wir alle spüren, dass er noch immer lebt. “

Erschöpft schloss der Schuhputzer von Palermo die Augen. Während die Menge ihm applaudierte, dachte Sean darüber nach, dass Typhon noch längst nicht besiegt war. Es schien, als stemme sich der Riese mit aller Macht gegen sein Grab. Der Ätna drohte ins Meer abzurutschen.

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Das fantastische Foto, mit dem ich den Beitragheader gestaltet habe, stammt von Julien Millet by Unsplash.com Vielen Dank dafür.

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Bea, Mord & Mittelalter

Bea, Mord & Mittelalter

Ganz schön lange hat es gedauert, bis ich mich dazu entschlossen habe, einen weiteren Krimi mit Bea Baumann und KHK Lorenz Winkler in Angriff zu nehmen. Zu sehr war ich auf die Dystopie festgelegt, mit der ich aber nicht recht weiterkomme. Vielleicht blockieren sich manche Projekte auch gegenseitig. Aber nun ist es soweit. Schließlich haben wir bereits Mitte Oktober und der nächste NaNoWriMo steht vor der Tür. Diesmal gehe ich nicht unvorbereitet hinein. Es gibt schon eine Art Plot, eine Prämisse und die ersten Figuren. Es soll wieder ein richtiger Regionalkrimi werden und unser schönes Höchst zum Schauplatz haben. Die pittoreske Altstadt mit ihren beiden Schlössern und dem Zusammenfluss von Main und Nidda ist doch wirklich eine perfekt Kulisse. Eins weiß ich jetzt schon, bei diesem Buch werde ich mir für das Cover vermutlich Unterstützung holen müssen. Hier komme ich mit (meinen) Fotos allein nicht weiter, obwohl ich schon am üben bin.

Soll ich schon etwas verraten? Ist noch zu früh. Auf alle Fälle wird das Alte Schloss und der Burggraben eine Rolle spielen und apropos spielen … ich sag nur Ritterspiele! Auf Facebook habe ich schon erzählt, das ich mich beim Schreiben ein bisschen musikalisch begleiten lasse. Es gibt eine Reihe Folk-Rock-Pop Gruppen, die im weitesten Sinne mittelalterliche Musik verarbeiten. Faun gefällt mir sehr gut und ich habe ein Video entdeckt, das es mir echt angetan hat. Hier haben sich die Gruppen Faun und Santiano zusammengetan und es ist etwas Tolles dabei herausgekommen.

So romantisch wird es in meinem Krimi aber eher nicht zugehen. Vermutlich wird er ein bisschen härter werden als die beiden ersten Bea Baumann Bände. Aber – alles ist noch im Werden. Schaun wir mal ….