Tadaa! Ziehung der Gewinner & neuer Newsletter

Tadaa! Ziehung der Gewinner & neuer Newsletter

Es ist soweit – heute ging ein neuer Newsletter in die Welt hinaus und die Gewinner der Buchverlosung wurden ermittelt. Es haben viele mitgemacht, die ich kenne, aber auch einige Menschen, die mir tatsächlich unbekannt sind. Auch an dieser Stelle sei gesagt, dass ich aus Datenschutzgründen die Namen weder hier noch auf Facebook oder Instagram nennen werde. Die Gewinner werden von mir per E-Mail benachrichtigt. Freiwillig darf sich natürlich jeder Gewinner ‘outen’. Sobald ich die Zustelladressen der Gewinner habe, können die Bücher auf die Reise gehen.

Hier noch mal die Gewinne:

Einmal alle drei Bände der Bea-Baumann-Reihe als Paket (Mord in der Schwanheimer Düne, Vergangen heißt nie ganz vorbei & Die Tote aus der Nidda)
Zweimal den brandneuen Krimi „Tod unter dem Steinkreuz“
Und außerdem zwei Bände meiner Kurzgeschichtensammlung „Give me 5″.

Ich wünsche allen Gewinner viel Spaß an meinen Büchern. Ich schreibe jetzt fleißig weiter. Und an alle Leser, denen meine Bücher – Krimis oder Kurzgeschichten – gefallen, richte ich die Bitte, eine freundliche Bewertung auf Amazon zu hinterlassen.

Kleine “Sneak Peeks” also Informationen zum neuen Krimi wird es auf Instagram und im Newsletter immer mal wieder geben. Auf der Newsletterseite findet ihr übrigens auch die Links zu den bisher verschickten Newslettern.

Und schon gehen die Bücher auf die Reise.

Nach dem Buch ist vor dem Buch

Nach dem Buch ist vor dem Buch

Relativ schnell für meine Verhältnisse habe ich mich nach der Veröffentlichung meines Kriminalromans “Tod unter dem Steinkreuz” an den nächsten Krimi gesetzt. Wenn das so angeflogen kommt, sollte man sich dem Impuls nicht widersetzen, denke ich 😉 Und mehr durch Zufall ist der erste Tatort in der Bürostadt Niederrad zu finden. Weil ich wusste. dass sich dieser Frankfurter Stadtteil momentan im Umbruch befindet – er heißt inzwischen auch Lyoner Quartier – wollte ich mich dort mal wieder umsehen. Es ist immerhin mehr als zehn Jahre her, dass ich dort noch als Zahnärztin regelmäßig unterwegs war. Ich habe nicht schlecht gestaunt. War die Bürostadt schon vorher in meinen Augen ein Albtraum aus Glas, Stahl und Beton, ist es das Lyoner Quartier mit seinen unzähligen Großbaustellen erst recht. Ein idealer Ort für einen Krimi, finde ich 😉

Auf solchen Baustellen eine Leiche verschwinden zu lassen, das sollte doch möglich sein. Vor allem wenn man sich dazu noch das nächste Bild betrachtet.
Nichtsdestotrotz spielt der Anfang des neuen Krimis zwar an genau dieser Adresse, aber eine Leiche gibt es hier zunächst mal nicht. Mehr wird nicht verraten.

Ein paar schöne Ecken fürs Fotografenauge hat das Lyoner Quartier aber auch zu bieten. Mir hat diese Spiegelung richtig gut gefallen:

Mitmachen und gewinnen!

Mitmachen und gewinnen!

Ein Gewinnspiel wartet auf euch. Ende 2019 ist mein neuer Krimi „Tod unter dem Steinkreuz“ erschienen. Wie gewohnt erst das E-Book und dann auf den letzten Drücker am 31. Dezember 2019 auch noch das Taschenbuch. Die ersten gedruckten Exemplare sind endlich bei mir eingetroffen. Amazon hat wohl auch ein paar Tage Weihnachtsferien benötigt.
Jetzt muss mal ein bisschen Werbung sein – klar, ohne geht es nicht.

Ich verlose:

• einmal alle drei Bände der Bea-Baumann-Reihe als Paket (Mord in der Schwanheimer Düne, Vergangen heißt nie ganz vorbei & Die Tote aus der Nidda)
• zweimal den brandneuen Krimi „Tod unter dem Steinkreuz“
• und außerdem zwei Bände meiner Kurzgeschichtensammlung „Give me 5″.

Verlost werden die Bücher unter allen neuen Abonnenten meines Newsletters.
Anmeldung bis zum 25. Januar 2020. Außerdem unter allen, die mir folgende Frage beantworten: Wie heißt Beas beste Freundin, die gleich zu Anfang des ersten Bandes “Mord in der Schwanheimer Düne” erwähnt wird, mit Vornamen? Kleiner Tipp „Blick ins Buch“ auf Amazon.
Die Lösung bitte nicht hier im Kommentar, sondern per E-Mail an: info@elkeheinze.de
Ziehung der Gewinner ohne Notar und Rechtsanspruch – sorry. Eure Namen hüpfen in ein großes Glas und werden blind gezogen. Bekanntgabe der Gewinner Ende Januar.

Das Tor zum Himmel

Das Tor zum Himmel

Meinen Beitrag zu Novas “T in die neue Woche” findet ihr ausnahmsweise mal an ungewohnter Stelle. Das Foto stammt von Samstagabend und inspirierte mich zu einer kleinen, nicht abgeschlossenen Geschichte. Der Grund dafür liegt in meinem Unbehagen, für meinen Ergänzungskurs Frauen- und Liebesromane eine (längere) Geschichte schreiben zu müssen, die zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges spielt und ähnliche Vorgaben hat, wie das, was ihr hier als Miniausgabe davon lesen könnt. Eigentlich war ich schon entschlossen, diese Einsendeaufgabe komplett zu verweigern, aber wer weiß … Und fragt mich bitte nicht, was mich überhaupt dazu getrieben hat, diesen Ergänzungskurs zu belegen. Es ist schon ein halbes Jahr her, dass ich mich dafür entschieden habe. Seitdem liegen die Studienhefte herum und drohen zu verschimmeln.


 

Das Tor zum Himmel

Zögernd betrat Dorothea die Gasse, an deren Ende sich bereits eine johlende Menschenmenge versammelt hatte. Schneematsch und Unrat türmten sich. Mit einer Hand versuchte das Mädchen, die Röcke so weit anzuheben, dass sie nicht verschmutzt wurden. Die andere Hand raffte das dicke Wolltuch vor der Brust zusammen. Sie fürchtete sich ebenso sehr davor, auszurutschen, wie davor, das Spektakel zu versäumen.

Nein, dachte Dorothea. Das ist nicht richtig. Es sind ja gar nicht die armen Kreaturen auf dem Scheiterhaufen, die ich sehen will. Er ist es, Valentin. Der junge Priester würde den beiden Ketzern die letzte Beichte abnehmen. Dorothea wusste, wie schwer ihn belastete, was er offiziell gutheißen musste. Wohl war er ein glühender Verfechter seines Glaubens, aber er verurteilte die hinterlistigen Machenschaften der Inquisition. Dorothea liebte den jungen Mann, obwohl sie wusste, dass sie nicht auf die Erfüllung ihrer Wünsche hoffen durfte. Je stärker sie Valentin begehrte, umso mehr hasste sie die Kirche. Sie erschrak, als sie sich dabei ertappte, was sie da dachte. Sie war keinen Deut besser als die beiden Ketzer am Schandpfahl, um den Holz und Stroh aufgeschichtet worden waren. Gleich würde der Henker den Scheiterhaufen in Brand setzen. Als ob es nicht genug arme Familien im Dorf gab, die dankbar für jedes Stück Holz wären, mit dem sie ein wärmendes Feuer in ihren zugigen Hütten würden schüren können.

Dorothea blickte zum Himmel hinauf. Direkt über dem Pfahl tat sich in dem winterlichen Grau eine Lücke auf. Ein kleines bisschen Blau war hinter den dichten Wolken zu erahnen. Wie ein Tor zum Himmel. Ob es die Seelen der Verurteilten aufnehmen würde? Der junge Priester sah im gleichen Moment zum Himmel wie sie selbst. Dorotheas Herz klopfte. Zu gerne würde sie glauben, dass er ihre Gegenwart spürte, die ihm die Kraft geben sollte, die Schreie und den grauenvollen Anblick zu ertragen.


Und für alle, die lieber zuhören möchten:

DWG – Das Allerheiligste

DWG – Das Allerheiligste

Hier hat es schon lange keine Drei-Wort-Geschichten (DWGs) mehr gegeben. Erinnert ihr euch noch? Drei willkürlich ausgewählte und vorgegebene Wörter (passiert im Forum der Schule des Schreibens) und dann eine sehr kurze Geschichte mit ~2.400 Zeichen (einschließlich Leerzeichen). Die letzten drei Wörter des vergangenen Jahres waren: Antiquariat, Bildhauer, Petrischale. Eigentlich gibt es auch noch die Vorgabe: Ort, Protagonist, Gegenstand. Das mit dem Protagonisten – in diesem Fall wäre es der Bildhauer – wird äußerst selten eingehalten. Auch mir ist es diesmal nicht gelungen. Meine Protagonistin ist eine junge Dame. Aber lest selbst …

 

Das Allerheiligste

Zögernd öffnete Laura die Tapetentür in das hinter dem Verkaufsraum verborgene Zimmer. Das Muster der Tapete glich so vollständig den übrigen Regalen, dass man schon genau hinschauen musste, um die Unterbrechung zu erkennen. Laura hatte den Zweck dieses Raumes, den Oma Gesa „Opas Allerheiligstes“ genannt hatte, nie verstanden. Im Antiquariat ihres Großvaters hatte es kaum Laufkundschaft gegeben. Wozu also brauchte Opa Robert diesen Raum?

Laura trat an den wuchtigen Schreibtisch und strich über die polierte Oberfläche. Auf einer Schreibunterlage aus grünem Leder lagen akkurat ausgerichtet ein Federhalter und mehrere Bleistifte. Zwei Dinge zogen ihren Blick magisch an. Das eine war die schwarz glänzende Figurine einer Frau, das andere eine Petrischale, die hier völlig deplatziert wirkte. Aus Marmor gefertigt, schmiegte sich der nackte Körper wie von selbst in Lauras Hand, als sie die Figur vorsichtig aufnahm. Und wie die Farbe des Steins schon anzudeuten schien, zeigte das Gesicht der Frau unverkennbar afrikanische Züge. Der Bildhauer, der sie geschaffen hatte, musste ein Künstler gewesen sein. Sie wirkte so lebensnah, dass sich auf Lauras Armen sämtliche Härchen aufstellten. Wer war diese Frau?

Lauras Blick fiel erneut auf die Petrischale. Sie hob den Deckel und griff nach dem Schlüssel, der dort lag. So offensichtlich lag er da, als wollte er ihr zurufen: Du wirst schon wissen, wofür ich bin. Also los doch. Der Schlüssel passte perfekt in die verschlossene Schreibtischschublade. Laura sah einen Stapel vergilbter Briefe, ein uraltes Fotoalbum, ein Büchlein, das einem Tagebuch glich und obenauf ein Briefumschlag: Geliebte Gesa.

Laura ließ sich schwer in den gepolsterten Schreibtischstuhl fallen. Wann hatte der Opa diesen Brief geschrieben? Oma Gesa war vor drei Monaten an Krebs gestorben. Robert war nicht immer Antiquar gewesen. Er, der in einem früheren Leben als Arzt viele Menschen geheilt hatte, musste ihr Sterben hilflos akzeptieren.
Laura legte den Brief ungeöffnet zurück, griff stattdessen nach dem Tagebuch und schlug es irgendwo in der Mitte auf.
„Wäre ich doch nie dem Ruf des dunklen Kontinents gefolgt. Frau und Kind warten in Deutschland auf meine Rückkehr, aber wie soll ich je von Alemeé lassen …“

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Schreit das nach mehr? Man könnte einen Roman daraus machen. Robert als Arzt “ohne Grenzen” in Afrika und der schönen Alemeé verfallen. Aber so geht es mir oft mit den Drei-Wort-Geschichten. Anfänge findet man immer, mehr daraus zu machen, das ist eine andere Sache.
Schwanheimer Düne for ever

Schwanheimer Düne for ever

Erst einmal ein gutes Neues Jahr für euch alle. Ich hoffe, ihr seid gut hineingekommen und alle 366 Tage verlaufen nach euren Wünschen.

Wer hat eigentlich das Schaltjahr erfunden? Es heißt, es war Gaius Julius Cäsar. (Ich übernehme dafür keine Garantie). Zwar gab es bei ihm noch den julianischen Kalender, aber Cäsar legte fest, dass alle vier Jahre ein Schaltjahr eingelegt werden soll. Schon damals wusste man, dass die Erde  nicht nur 365 Tage braucht, um die Sonne einmal zu umkreisen, sondern exakt 365 Tage, fünf Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden. Ohne Schaltjahr würde sich also auf lange Sicht alles verschieben – Weihnachten würden wir an Ostern feiern usw. Aber erst Papst Gregor XIII. reformierte den Kalender erneut, sodass er inzwischen wie gewünscht funktioniert. Nach ihm heißt unser heutiger Kalender auch gregorianischer Kalender. Wie kam ich eigentlich auf … Ach so, die 366 Tage, für die ich euch alles Gute wünsche. 2020 ist ein Schaltjahr, der Februar hat 29 Tage. Genug damit.

Das Jahr hat sich in Frankfurt gut eingeführt. Wir hatten heute großartiges Winterwetter, das mich mal wieder zu einem ausgiebigen Spaziergang durch das Schwanheimer Unterfeld und die Schwanheimer Düne verführt hat. Die Düne ist nach wie vor eines meiner Lieblingsziele. Und der “Mord in der Schwanheimer Düne” ist übrigens noch immer der meistverkaufte meiner Frankfurtkrimis. Ich habe gerade erst entdeckt, dass das Buch sogar eine US-Rezension bekommen hat Nice story. Not great, but pleasant and enjoyable”. Das muss neu sein auf Amazon.

Ich wünsche mir, dass mich in Zukunft mehr Orte so wie die Schwanheimer Düne inspirieren und zum Schreiben animieren. Schaun wir mal, was dieses Jahr so bringt.