Und dann war da noch die Printversion …

Und dann war da noch die Printversion …

Arbeit ohne Ende. Und es sind immer wieder die gleichen Probleme. Bin ich nicht genau genug, oder warum finde ich erst in der Druckvorschau (immerhin!) die leere Seite zwischen zwei Geschichten? Oder warum habe ich nicht gleich den Untertitel in einer kleineren Schrift eingefügt? Bei der Vorschau stelle ich fest, dass der letzte Buchstabe möglicherweise beim Buchschnitt auf der Strecke bleiben könnte. Also wieder rein in Photoshop und das Cover noch mal abgeändert. Und irgendwie ist es auch witzig, dass mir nach dem Kontrolldurchlauf von KDP erzählt wird, man hätte keine Probleme entdeckt. Darauf kann man sich also nicht verlassen. Egal – es wird korrigiert, bis die Tasten qualmen. Nein, so wie es nun ist, bin ich einigermaßen zufrieden. Und ich schwöre hoch und heilig, dass ich mir bis zum nächsten Buch noch ein bisschen mehr Wissen und Können in WORD und PAPYRUS AUTOR aneignen werde.

Bei der ganzen Formatiererei für das Taschenbuch ist mir natürlich auch in der E-Book Version noch ein Fehler aufgefallen. Also wenn ich ganz große Lust habe, dann wird der auch noch ausgemerzt und das E-Book entsprechend aktualisiert. Irgendwo bin ich ja schon ein kleiner Perfektionist. Aber bei 1,99 Euro Verkaufspreis (nicht Verdienst) fragt man sich schon mal, ob man solche Kleinigkeiten nicht einfach belässt.

Jetzt habe ich mir mal einen Probedruck bestellt und den Verkaufspreis auf 5,99 Euro festgelegt. Ob sich das Taschenbuch überhaupt verkaufen lässt, wird sich weisen. Ich hoffe da ein bisschen auf Weihnachten. Ist doch eine hübsche kleine Geschenkidee für alle, denen man sonst vielleicht Pralinen oder ein paar Socken schenken würde 😉

Beim Autorenfoto auf der Coverrückseite habe ich dann doch wieder zum selben Bild gegriffen, dass ich auch schon bei den Krimis verwendet habe. Irgendwie ist es wie ein Logo. Davon mag ich mich nicht trennen 🙂

Aha – gerade ist die Bestätigung für den Probedruck eingegangen. Die gibt es anders als bei CreateSpace in den USA sehr günstig, sind aber auch entsprechend kenntlich gemacht, damit man sie nicht verkauft.

Give me 5 – Das E-Book ist erhältlich!

Give me 5 – Das E-Book ist erhältlich!

Juhu! – geschafft! Zeitweise sah es aus, als würde ich an der Formatierung mit dem neuen Kindle Creator von KDP verzweifeln, aber nun ist

‘Give me 5’- Die magische Welt der Kurzgeschichten

bei Amazon erhältlich. Und auf meinem Kindle sieht es wirklich brauchbar aus.

Zwar sind die Formatierungen, die ich mit dem Kindle Creator vorgenommen habe, alles andere als eins zu eins übernommen worden, aber dafür andere vorhanden, die ich nicht hinbekommen habe. Oder anders ausgedrückt, der Text sieht auf dem Smartphone anders aus als auf dem E-Reader! Schon allein das ist magisch *lol*. Und – JA! – man kann die Kurzgeschichten supergut auf dem Smartphone lesen. Da verspreche ich nicht zu viel. Ich selbst käme nie auf die Idee, einen Roman auf meinem Handy zu lesen, aber Kurzgeschichten sind dafür perfekt.
Das Buch gibt es für kleines Geld. Das E-Book kostet 1,99 Euro. Das Taschenbuch wird vermutlich irgendwo bei fünf Euro liegen. Eigentlich der Wahnsinn, wenn man bedenkt, wie viel Arbeit darin steckt. Aber so ist der Markt nun mal.
Wie immer hoffe ich, dass mein Buch Gefallen findet. Und wie immer freue ich mich über Rezensionen auf Amazon, denn die braucht man als Selfpublisher nun mal unbedingt.
Jetzt werde ich mich noch an die Formatierung und das Cover für die Taschenbuchausgabe machen. Gut, dass ich schon graue Haare habe, denn ich bin sicher, dass ich auch daran wieder zu knabbern haben werde.

Für das Headerfoto habe ich ein Motiv (den Drink) von Olivier Guillard by Unsplash.com benutzt. Danke.

DWG – Was muss, das muss

DWG – Was muss, das muss

Damit ich hier nicht nur übers Publizieren und meine Vorhaben schreibe, kommt mal wieder eine Ultrakurzgeschichte, die ihren Weg sicher nicht in einen Sammelband finden wird. Aber im Forum der Schule des Schreibens ist sie immerhin ganz gut angekommen, deshalb darf sie hier in meinen Blog. Die drei zu verbastelnden Wörter waren Messe, Zauber(in) und Coladose.
Viel Spaß!

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Was muss, das muss

Ich muss aufs Klo! Ich muss immer aufs Klo, wenn ich aufgeregt bin. Und heute bin ich aufgeregt, aber sowas von. Endlich auf der Buchmesse und zum ersten Mal nicht einfach nur als Besucherin. Da stehe ich nun auf dem Podest, hinter mir dieses wundervolle Regal mit meinen Büchern und vor mir meine Freunde, Bekannte und LeserInnen. Alle stehen geduldig Schlange, um das von mir signierte Buch zu bekommen. Das Buch ist aber auch wirklich schön geworden. Auf dem Cover die kleine Zauberin mit der niedlichen Stubsnase und der Cola-Dose … Moment, wieso Cola-Dose?

„Mara, steh endlich auf! Du bist schon wieder viel zu spät dran.“
Mutter kommt ins Zimmer und zieht mir die Bettdecke weg.
„Wie sieht es denn hier aus!“

Ich reiße die verklebten Augen auf. Mist aber auch! Habe ich schon wieder den Wecker überhört? Mein Schädel brummt. Ausgeschlafen fühlt sich anders an. Und heute ist Matheprüfung. Mein Abitur steht sowieso schon auf der Kippe. Mein Blick fällt auf den Schreibtisch. Kippen, Coladosen und eine fleckige Kaffeetasse – das übliche Szenario der letzten Wochen. Vergebliche Versuche, die blöden Exponentialgleichungen zu kapieren. Dazwischen lacht mich das Heft mit der Zeichnung der kleinen Zauberin auf der ersten Seite an. Warum kann ich nicht einfach nur schreiben und malen? Wer braucht schon Mathe? Ich will auch nicht studieren. Das wollen bloß meine Eltern. Seufzend greife ich nach der Jeans. Es hilft ja alles nichts. Aber erst … ich muss wirklich aufs Klo.

* * *

„Mama, mach endlich! Andre Leute müssen auch mal.“

Meine Teenagertochter trommelt wütend an die Tür.
„Ja doch, bin gleich fertig.“
Ein letzter Blick in den Spiegel. Die Frisur sitzt. Ich presse kurz die Lippen aufeinander. Habe ich zu viel Lippenstift aufgetragen? Ach wo, alles gut. Ich atme tief durch. Es wird Zeit zu gehen. Heute ist mein großer Tag. Ich darf auf der Buchmesse „Die kleine Zauberin Kunigunde“ vorstellen. Zwanzig Jahre hat sie in der Schublade geschmort, bis Jan sie dort entdeckte und heimlich an einen Verlag geschickt hat. Ich kann es immer noch kaum glauben, dass ich einen Vertrag bekommen habe und eine Option für drei weitere Bilderbücher. Es fühlt sich an wie ein Sechser im Lotto.

„Mamaaa, mach, ich muss in die Schule!“
„Gleich mein Schatz. Bin schon fertig.“
Ich sollte nochmal aufs Klo. Ich muss immer aufs Klo, wenn ich aufgeregt bin.

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Für das Headerbild habe ich zwei Unsplashfotos benutzt: https://unsplash.com/@ravinepz (Coladose) und https://unsplash.com/@apsprudente (Kindergesicht). Danke dafür!

 

Give me 5 – Kurzgeschichten jederzeit & überall

Give me 5 – Kurzgeschichten jederzeit & überall

Ja, ich denke, der Titel meiner Kurzgeschichtensammlung steht damit fest. Die letzten Tage habe ich die Dystopie ruhen lassen und mich voll und ganz auf die Kurzgeschichten gestürzt. Es haben sich reichlich Texte angesammelt. Nicht alle sind gut, aber viele können sich nach etwas Überarbeitung sehen lesen lassen. Seitdem ich mich wieder intensiv dem Schreibprogramm Papyrus Autor anvertraue, fällt so manches leichter. Auch den Blogtexten würde es wahrscheinlich guttun, wenn ich sie durch Stilanalyse und Dudenkorrektur von Papyrus laufen ließe, aber ich will nicht päpstlicher sein als der Papst.

Ich habe jetzt schon mal damit angefangen, das Buchlayout zu erstellen. Wenn ich dachte, dass es mir nach den beiden Krimis leicht fallen würde, dann war das ein Irrtum. Ich müsste vermutlich mindestens vier Bücher im Jahr mit KDP und CreateSpace erstellen (oder einem anderen Distributor), um darin Routine zu bekommen. Jetzt mache ich das Ganze mal mit einer Papyrus Vorlage, die mir zumindest die Titelei und die Inhaltsangabe fast automatisch erstellt. Hat zwar auch gedauert, bis ich mich da reingefuchst habe, aber nun läuft es. Ob ich das Ganze, sofern irgendwann mal fertig, dann wirklich problemlos bei Amazon hochladen kann, wird sich weisen. Noch bin ich mir nicht darüber im Klaren, ob es nur ein E-Book werden wird oder auch eine Printausgabe. Die Printausgabe müsste ich vielleicht etwas aufwändiger gestalten, dann wär’s ein gutes Geschenkbüchlein. Weihnachten ist ja auch irgendwann wieder *lol*.

Vermutlich werde ich die nächsten vier Wochen damit verbringen, Geschichten wieder rauszunehmen und durch andere zu ersetzen, hin und her zu überlegen, welche gut sind oder doch eher nicht, aber irgendwann … Wann ist eigentlich Buchmesse? Ich glaube, die ist immer Anfang Oktober. Dann wäre September sicher nicht schlecht. Am Cover bin ich auch schon dran. Aber auch da kann es gut sein, dass ich noch mal alles ändere. Irgendwie bin ich ja nie zufrieden 🙁 Auf jeden Fall war die Teilnahme am Julicamp vom NaNoWriMo eine gute Sache. Damit bin ich wieder ins Schreiben gekommen. Ich hoffe mal, dass ich meinen dystopischen Roman vielleicht fertigbekommen kann, wenn ich auch im November wieder am NaNo teilnehme. Mit ihm hat die Sache im letzten Jahr schließlich angefangen.

Draußen kommt Sturm auf. Ein ordentlicher Regen wäre das, was wir mal brauchen würden. Es ist alles viel zu trocken. Ein Gewitter wird’s wohl werden, es grummelt schon. Na, schaun wir mal.

 

Kurzgeschichte: Der Geist des Alten

Kurzgeschichte: Der Geist des Alten

Hier mal wieder eine der Ultrakurzgeschichten mit den Wortvorgaben: Kornfeld, Ouijabrett und Ghostwriter. Was für eine Zusammenstellung! Und plötzlich hatte ich dann doch eine Eingebung. Ich sag nur: Vorsicht Satire! Viel Spaß beim Lesen.

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Der Geist des Alten

Die schwere Limousine glitt gemächlich über die von hohen, alten Bäumen flankierte Allee dahin. Der junge, afghanische Chauffeur hatte auf Autopilot gestellt und beobachtete im Rückspiegel das müde Gesicht seiner Chefin.
Hin und wieder blitzten zwischen den Bäumen die goldgelben Kornfelder ihrer uckermärkischen Heimat auf. Angie dachte an das Verlagsgespräch zurück, das sie gerade geführt hatte. Sie hatten mit Sicherheit einen perfekten Ghostwriter für ihre Memoiren gefunden. Angie kannte und schätzte die spitze Feder des Mannes. Sie hatte Physik studiert und jahrzehntelang die Politik des Landes bestimmt. Schreiben war nicht ihre Sache. Aber zu erzählen hatte sie eine Menge.

Der Innenminister wird sich noch wundern.
Bei diesem Gedanken machte sich ein ungewohnt sardonisches Grinsen in ihrem Gesicht breit. Sie freute sich schon jetzt auf die Präsentation des Buches. Doch bis dahin gab es noch viel zu tun.
Angie kicherte. Morgen würde sie als erstes den Dorffriseur aufsuchen. Ihr graues Haar bestand auf seinem Recht, sich der Öffentlichkeit ohne jede Scham zu zeigen. Einen frechen Pixie würde sie sich schneiden lassen. Und dann vor allem Schluss mit den dämlichen Hosenanzügen. Unwillkürlich nahm sie die Hände weg von dem Brett, das auf ihrem Schoß lag. Sie betastete die Falten, die an ihrem Kinn seit Jahren an eine dieser hölzernen Marionetten erinnerten. Der Termin mit Professor Mang war schon vereinbart.
Oh, ihr alle werdet euch noch wundern!

Die Finger wanderten zurück auf das alte, abgegriffene Quijabrett. Zahlen und Buchstaben waren dort eingebrannt. Sonne, Mond und Sterne. Wörter wie Ja und Nein, Danke oder Ende. Kaum noch zu ertasten war der kurze Satz „Ich warte“. Warten war in ihren Augen immer die beste Alternative gewesen. Den kleinen Zeiger, die Planchette aus reinem Bergkristall, hatte sie sich zur Halskette umarbeiten lassen. Sie brauchte ihn schon lange nicht mehr. Der Geist führt ihre Finger auch ohne dieses Hilfsmittel. Der Geist! Dankbar erinnerte sie sich an ihren Ziehvater. Der Alte aus Oggersheim hatte sie immer gut beraten. Sie beschloss, ihm zu Ehren heute Abend einen Pfälzer Saumagen auf den Tisch zu bringen. Nur dieses eine Mal noch. Danach würde sie sich sofort bei Weight Watchers anmelden.
Über der Allee ballten sich dunkle Wolken zusammen. Ein Blitz erhellte die Landschaft. Sein Widerschein traf das Ouijabrett über dem Wort ENDE.

©EHeinze/2018 – Bildquelle https://unsplash.com/@stephenleo1982

 

 

Plötzlich wieder schreiben …

Plötzlich wieder schreiben …

… und was dabei herauskommt *lach*. Es ging um die nächste Drei-Wort-Geschichte. Drei ziemlich verrückte Wörter waren vorgegeben: Gefängnis, Schwester und Straußen-Ei. Dann kam mir die Idee für’s Straußen-Ei. Nach Mitternacht habe ich mit dem Schreiben losgelegt und war schließlich richtig zufrieden mit meiner kleinen Geschichte, bis … tja, bis ich feststellen musste, dass ich das “Gefängnis” nicht drin hatte. Bestimmt hätte ich es noch unterbringen können, weil es auch im Alten Ägypten sicher Gefängnisse gab, aber der Begriff kam mir dafür seltsam vor. Also habe ich meine Geschichte in der Schule des Schreibens nicht unter DWGs eingestellt sondern schlicht unter Textkritik. Gefallen hat sie trotzdem. Mal schaun, ob sie auch hier ankommt. Viel Spaß beim Lesen.

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Das Straußen-Ei

„Herrin.“ Die junge Sklavin hatte den Raum leise betreten. Mit niedergeschlagenen Augen wartete sie furchtsam auf die Reaktion der Pharaonentochter.
Neferwaty, die den Nachmittag wie sooft auf der Liege im Innenhof verbrachte, während ihr Tänzerinnen und Knaben die Zeit vertrieben, drehte sich unwillig nach ihr um.
„Warum störst du? Siehst du nicht, dass ich beschäftigt bin.“ Sie griff nach der Schale mit den Datteln, die ihr ein Knabe reichte. Die goldenen Reifen, die ihre Arme schmückten, klirrten leise.

Asra näherte sich ihr zögerlich. Wie schön es hier doch war! Leise plätscherte Wasser in ein marmornes Becken und kühlte die Luft.
„Herrin, Marik der Händler ist eingetroffen. Er hat die Seidenstoffe mitgebracht, die Euch versprochen wurden. Und Federn von Pfauen und Straußen in den schönsten Farben. Und …“ Asras Gesicht glühte nun vor Begeisterung, obwohl sie kaum einen Blick auf die Waren hatte erhaschen können.

Neferwaty sprang auf. „Was? Wieso erfahre ich erst jetzt davon. Wann ist Marik gekommen?“ Mit einer herrischen Geste verscheuchte sie die beiden schwarzen Knaben, die ihr mit Palmwedeln Kühlung zugefächelt hatten.
Asra trat zwei Schritte zurück. „Ich weiß es nicht, Herrin. Aber die Herrin Satamany hat befohlen, dass er erst ihr die Waren vorzulegen habe.“

Neferwatys Gesicht verzerrte sich vor Zorn. Sie dachte an das vergoldete Straußenei, das ihr der Händler mitbringen sollte. Magische Kräfte versprach sein Besitz, Fruchtbarkeit und unwiderstehliche Anziehungskraft auf den Mann, den sie liebte. Sie konnte jede Hilfe brauchen, um Ramses für sich zu gewinnen, der nur Augen für ihre jüngere Schwester zu haben schien.

„Dummes Ding, du kommst wie immer zu spät“, herrschte sie das Mädchen an und verpasste ihr eine Ohrfeige. „Ich sollte dich auspeitschen lassen. Geh mir aus den Augen. Nein, warte, hole mir sofort Sherin, damit sie mir beim Ankleiden hilft.“
„Ja, Herrin.“ Asra wagte es nicht sich umzudrehen. So schnell sie konnte, verließ sie rückwartslaufend den Raum.

In feinste Seide gekleidet, einen hauchdünnen Schleier vor dem Gesicht, betrat sie wenige Minuten später den Bereich, in dem sie Marik mit seinen Waren vermutete. Sie wusste, dass ihr Vater dieses Verhalten niemals geduldet hätte. Doch hatte sich nicht auch bereits Satamany darüber hinweggesetzt?
Als sie den Hof betrat, wusste sie, dass sie zu spät kam. Es war Ramses, der Satamany ein wundervolles Straußenei aus purem Gold überreichte.

©EHeinze / Juni2018 – Bildquelle:https://unsplash.com/@dermanuskript

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Schnell noch eine Buchvorstellung. Da ich Krimis derzeit über habe, bin ich mal wieder bei den historischen Romanen gelandet. Und weil ich inzwischen davon überzeugt bin, dass sich unter den Kindle unlimited Kostenlosbüchern selten echte Perlen finden (Ausnahmen bestätigen die Regel), suche ich mir nun wieder Bücher aus, die was kosten 😉  Vor ein paar Tagen bin ich auf  “Die Frauenburg” von Marita Spang gestoßen. Der Titel war nun nicht so überzeugend, aber die Bewertungen. Das Buch ist bei Knaur erschienen und kostet schon in der Kindle Version 6,99 Euro. Also habe ich mich getraut und war vollauf zufrieden. Es ist wirklich erstaunlich, dass es doch auch schon im 14.Jahrhundert Frauen gab – historisch belegt – die als Burgherrinnen der Männerwelt erfolgreich trotzten. Loretta von Starkenburg-Sponheim dürfte eine der interessantesten  Frauen des Mittelalters auf deutschem Boden gewesen sein. Erstaunlich, dass ich von ihr vorher noch nichts gehört hatte. Der Roman verknüpft historische Ereignisse mit Fiktion und liest sich spannend, unterhaltsam und lebendig. So müssen historische Romane sein. Eine echte Leseempfehlung meinerseits.

Das mit der Wahl eines Buches, das es nicht als Kindle unlimited Buch gibt, klappt aber nicht immer. Ich habe gerade noch einen weiteren “historischen” Roman zur Rückerstattung eingereicht, der neben seinen 5-Sterne-Bewertungen auch noch allen Ernstes von einer Germanistin und Historikern geschrieben wurde: Die Magd und die Königin – selten so einen unrealistischen Unsinn gelesen. Allerdings nur angefangen und schnell wieder zugeklappt. Lasst die Finger davon.