Zurück auf Anfang

Zurück auf Anfang

Back to the roots oder einfach zurück zu den Dingen, die sich bewährt haben. Nicht mehr verzetteln, sondern gucken, was gut war. Und das wiederaufleben lassen. Do von “Dies und Das” wundert sich, dass ich nichts mehr über mein Bullet Journal geschrieben habe. Die Erklärung ist einfach – wie schon im letzten Beitrag angedeutet – ich habe es schleifen lassen. Mit dem Newsletter dasselbe: Es gibt einfach nichts zu verschicken. Und durch das Theater mit der DSGVO habe ich mich nun auch entschieden, keine Newsletter mehr zu verschicken. Wer sich für mich und mein Tun interessiert, weiß, wo er / sie mich findet.

Sorry – keine Newsletter mehr

Zurück zum BuJo. Ich habe in den letzten Tagen wieder fleißig Tagebuch geschrieben – Gedanken, Listen … , aber alles ziemlich lieblos und dann auch noch mit dem billigen Füller, den ich mir kürzlich bei Rossmann mitgenommen hatte, weil der alte kaputt war. Die Feder kratzt aber, das geht gar nicht. Ein neuer ist unterwegs 😉 Na, jedenfalls – mein BuJo muss schön aussehen, sonst macht es keinen Spaß. Es müssen zwar keine Kunstwerke entstehen und auch nicht lauter Washi-Tapes und Aufkleber rein, aber doch irgendwie – schön! Vorhin habe ich mir mein allererstes BuJo noch mal angeguckt, den quietschgrünen Leuchtturm, den ich im August 2016 angefangen hatte, und muss sagen, er war der bislang gelungenste. Auch der beerenfarbene Nachfolger kann sich noch sehen lassen. Es macht Spaß darin zu blättern. Meine Filofaxversuche sind Vergangenheit, die losen Blätter habe ich zum Teil schon wieder entsorgt. Nachdem ich jetzt im Januar 2018 mit dem goldfarbenen Leuchtturm wieder auf die festen Bücher zurückgekommen bin, ist der Spaß daran irgendwann auf der Strecke geblieben. Das liegt aber nicht am Leuchtturm. Heute werde ich die nächste Woche vorbereiten, mit altbewährtem Layout, so wie ich es mir im Lauf der Jahre mehr oder weniger bei Kara Benz aka Boho Berry angelesen habe. Kara ist inzwischen sehr kommerziell geworden, deshalb war ich nicht mehr oft auf ihrem Blog, und habe mir auch keine Videos mehr angeguckt, aber was sie macht, macht sie gut.

Das Bujo werde ich auch für meinen Neustart mit der FlyLady (Marla Cilley) heranziehen. Unser Haus ist groß, der Garten ist groß und ich fühle mich oft überfordert. Anders als früher, als ich den ganzen Kram noch neben Beruf und Kindern erledigt habe, bleibt inzwischen vieles liegen (okay, früher hatte ich auch hin und wieder eine Putzfrau, und der Garten war kein Garten.). Obwohl ich manches am FlyLady-Programm albern finde – ich werde garantiert im Haus keine Schnürschuhe tragen! – ist ihr System gut durchdacht. Ich habe wieder mit entrümpeln angefangen und unser Haus in Putz-Zonen aufgeteilt. Ich glaube, wenn ich das konsequent durchziehe, wird es irgendwann wirklich einfacher. Heute habe ich mit Zone 1 angefangen, das ist für mich der Eingangsbereich mit Vorflur, Treppe ins Obergeschoss, Diele und Gästeklo. Man soll zwar nur mit Mini-Schritten (Babysteps) anfangen, also am Anfang nicht mehr als 15 Minuten aufwenden, aber das klappt bei mir nicht. Und es war für mich in Ordnung, eine ganze Stunde lang zu putzen und aufzuräumen. Jetzt bin ich zufrieden – für’s Erste 😉 Der Vorgarten gehört auch zur Zone 1, aber man hat pro Zone eine Woche Zeit, die allerdings montags anfängt. Mir bleibt diese Woche nur der morgige Samstag. Aber so eng muss man das ja auch nicht sehen. Ich werde mich nicht sklavisch an diesen Plan halten. Zumal eines auch etwas albern klingt. Wenn da beispielsweise steht: “Sobald meine Füße nach dem Aufstehen den Boden berühren, ziehe ich mich von Kopf bis Fuß an. Dann gehe ich Zähne putzen” .. hä??? Also, wenn ICH aufstehe, geh ich aufs Klo, dann unter die Dusche und alles weitere, bevor ich mich schließlich anziehe – ohne Schnürschuhe. Aber wenn FlyLady von Hausfrauen schreibt, die bis zum Mittagessen im Schlafanzug herumlaufen, sind das vermutlich amerikanische Verhältnisse. Marlas Buch gibt es auch in einer deutschen Übersetzung “Die Magische Küchenspüle”.

Wichtig ist, dass man sich bei aller Organisation Freiräume schafft. Und das will ich nun wieder konsequent tun, um zu schreiben, Sport zu machen und anderes, was mir guttut. Ich bin tatsächlich ein bisschen in diesen Zustand verfallen, in dem man zu nichts mehr Lust hat, weil sich alles mögliche auftürmt und man tausend Ausreden findet, bevor man loslegt. Ein Zeitfresser ist zweifellos das Internet. Im Moment bin ich viel in der WeightWatchers Community unterwegs. Das muss wieder aufhören. Facebook und Instagramm benötigen dagegen kaum Zeit, weil ich da oft nur mal schnell gucke und wieder verschwinde. Anders dieser Blog und natürlich der Mainzauber-Blog. Schreiben, Fotos bearbeiten, andere Blogs besuchen, kommentieren – es ist der Wahnsinn. Ich denke, ich werde mir auch dafür Zeiteinheiten einräumen, und wenn die um sind, dann ist Schluss. So wie jetzt. Bis bald mal wieder ………………

Der Anfang ist gemacht, nicht sehr künstlerisch aber immerhin 😉

 

My way – neu und auch wieder nicht

My way – neu und auch wieder nicht

Was mach ich nur mit diesem Blog, oder anders gefragt, wo will ich eigentlich noch hin? Als ich das letzte Mal diese schriftstellerische Schaffenskrise hatte, habe ich den vorherigen Autorenblog einfach gelöscht. Im Nachhinein fand ich die Idee nicht mehr ganz so super, weil ich doch etliche Texte eingebüßt habe, die ich gerne behalten hätte. Das wieder zu tun, ist also keine Option. Dennoch bin ich seit einiger Zeit wieder an diesem Punkt, an dem ich daran zweifle, dass mir das Schreiben von Büchern so furchtbar wichtig ist. Wenn ich bei Anderen lese, dass sie fürs Schreiben brennen, muss ich zugeben, dass das bei mir nicht so ist. Wenn ich für etwas “brenne”, dann eher fürs Fotografieren und ganz generell dafür, mich auszuprobieren und meine Erfahrungen zu teilen.

Ich hatte gerade wieder eine Einladung zu einer Lesung und habe abgelehnt. Ich fühle mich einfach nicht als “Autorin”. Es ist mir eine zu gewichtige Bezeichnung. Wenn ich Lust habe zu schreiben, dann schreibe ich. Wenn nicht, dann eben nicht. Ich werde im April fünfundsechzig, Rentenalter also, wobei das schon seit einigen Jahren keine Rolle mehr für mich spielt. Aber ich muss mir und anderen nichts mehr beweisen. Das ist es, was ich gerne lernen möchte. Nur noch Dinge tun, die mir wichtig sind (und anderen nicht schaden.). Es ist doch ein Geschenk, wenn man nichts mehr “muss”, sondern stattdessen “darf”. Das gilt auch für Kontakte, beispielsweise im Internet. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich zum Beispiel auf Facebook heimisch gefühlt habe. Erst habe ich mir dort “Freunde” sehr sorgfältig ausgesucht, aber plötzlich immer mehr und schneller irgendwelchen Freundschaftsanfragen zugestimmt. Inzwischen habe ich in meiner immer noch bescheidenen Freundesliste aber längst Leute, deren Namen mir eigentlich gar nichts sagen.  Ein Unding. Und ich bin in Gruppen, die ich vom Thema her interessant finde, in denen aber Leute den Ton angeben, deren Meinungen mir im Grunde gegen den Strich gehen. Das muss sich wieder ändern. Ich bin ernsthaft am Überlegen, ob ich meinen Facebook-Account nicht wieder lösche. Von Instagram und Pinterest etc. gar nicht zu reden. Das sind alles Zeitfresser. Und je älter ich werde, um so weniger habe ich davon. Also sollte ich meine Zeit sinnvoll nutzen.

Um auf den Blog zurückzukommen. Ich werde ihn diesmal behalten, aber einfach als “ElkeHeinze”-Blog weiterführen. An der URL muss ich ja glücklicherweise nichts verändern 👍. Fürs erste habe ich ihm mal wieder ein neues Aussehen gegeben und ihn etwas umgestrickt. Und dann wird es hier halt alles geben, was mich gerade beschäftigt und nicht so ganz in den Mainzauber-Blog passt. Es gibt so viel, was mich früher mal beschäftigt und interessiert hat, und das ich wieder aus der Versenkung holen kann. Auch weil es vielleicht für andere Menschen interessant sein könnte. Allein die vielen Themen aus dem Bereich Gesundheit und Ernährung. Ich war Zahnärztin, Heilpraktikerin, Gesundheitsberaterin, Reiki-Meisterin  … Nun ist die zertifizierte Autorin hinzugekommen. Ich glaube, ich sammle Zertifikate wie andere Frauen Schuhe . Es gibt Themen ohne Ende, über die ich schreiben kann. Es müssen also nicht immer Krimis sein.

Und warum steht da oben nun “My way”? Anstoß war irgendwie das neue Weight Watchers Programm, das sich “Your way” nennt. Ich habe zum ersten Mal einen mentalen (?) Zugang auch zur WW-Online Community bekommen. Bislang konnte ich mit der Onlinepräsentation von Weight Watchers nie etwas anfangen. Das hat sich geändert, weil dort inzwischen viele Leute ganz lustige und motivierende Sachen posten, aber auch jede Menge Missmut verbreiten. In der kurzen Zeit, die ich dort jetzt dabei bin, ist mir aufgefallen, wie viele Teilnehmer nur über das neue Programm meckern und dabei erkennen lassen, dass sie sich überhaupt nicht mit gesunder Ernährung beschäftigen wollen. Da sollen nur die Kilos möglichst über Nacht verschwinden, aber bitte ohne Sport und eigentlich will ich doch einfach wie immer essen und hinterher soll meine Krankenkasse auch noch die Bauchstraffung bezahlen. Das und andere Erlebnisse unreflektierten Anspruchdenkens gaben mir in letzter Zeit einige Anstöße zum Grübeln. Und ich denke immer noch … My way? Habe ich einen? Und wenn ja, wohin soll er mich noch führen? Erstmal weg von allem, was mir nicht gut tut. Was mir gut tut, wird sich hoffentlich finden und diesen Blog füllen.

Ups, das war nun eine Menge Text. Ich mach hier erst einmal Schluss. Sicher möchte auch schon jemand wissen, wie es für mich bei Weight Watchers so läuft. Dazu kommen wir ein anderes Mal. Vorab nur so viel: Ich bin ganz zufrieden .