Viel größer als ein Diamant (DWG)

Viel größer als ein Diamant (DWG)

Hallo liebe LeserINNen,
auch wenn ich bisher noch keinen neuen Newsletter*** auf die Reise geschickt habe, so ganz ohne Schreiben vergeht kaum ein Tag. Während des NaNoWriMo habe ich es mir verkniffen, an den Drei-Wort-Geschichten im Forum der Schule des Schreibens teilzunehmen. Nun habe ich den Kopf erst mal wieder ein bisschen frei und versuche mich an einigen Vorgaben. In dieser Woche habe ich mir vorgenommen: Regisseur, Krankenhaus, Thermomix®. Viel Spaß beim Lesen.

Viel größer als ein Diamant

„Weißde, Bertie“, sagte ich kürzlich nach dem vierten Bierchen zu meinem Freund Herbert, „weißt du, jeder ist nämlich der Reschi … der Reschisör seines eigenen Lebens.“
„Hä?“ Berti blickte mich durch den Kneipendunst verständnislos an.
„Der meint sicher, jeder ist seines Glückes Schmied“, grinste der Wirt.
„Oder so. Schieb mal noch zwei Bier rüber. Aber Reschisör klingt cooler.“
„Ja, un was meinsde jetzt genau damit?“
„Dass ich die Rosi heirade werd. Von der stammt des übrigens mit dem Reschisör. Verstehsde?“
„Nee.“ Bertie angelte sich das volle Bierglas.
„Also des is halt so. Die Rosi meint, es wär höchste Eisebahn, dass ich bei Muttern auszieh. Sonst würd nie en richtige Kerl aus mir wern.“
„Hm.“ Berti nickte und wischte sich den Schaum vom Mund. „Wo se recht hat, hat se recht.“

Nun war ich doch ein bisschen beleidigt. Hätte Berti nicht sagen können, dass ich trotzdem ein richtiger Kerl bin?
„Des Problem ist halt, meine Mutter ist eine fanta… eine fanta …also eine tolle Köchin. Die Rosi kann da net mithalte. Also sonst … wow, also du weißt schon, aber kochen kann sie nicht.“
„Hm.“
„Aber ich hab da schon ne Idee. Neulich, da stand so ein Kerl mit so einem Thermodings, so einem Wahnsinnstopf bei Muttern in der Küche. Du glaubst nicht, was das Ding alles kann. Das wiegt, das kocht, das – egal, alles, sag ich dir. Das kann alles! Mutter hat ihn allerdings ausgelacht. ‚Bei uns werd noch anständig gekocht. Mir brauche so en neumodische Kram net. Un was der kostet’, hat se gesacht. Aber wenn ich jetzt der Rosi so ein Teil schenke würd …“

Bertie knallte das Bierglas auf den Tresen. „Genau, dann kocht die Rosi wie dei Mutter – genial. Komm, darauf trinken wir noch eins.“

Also – das ist jetzt gut drei Wochen her. Ich habe der Rosi meine Liebe gestanden, geschworen, dass ich endlich zu Hause ausziehe und ihr zur Verlobung ein ganz tolles Geschenk versprochen.
„Du wirst Augen machen, meine Süße. Sowas hast du noch nicht gesehen.“
„Och sag’s mir doch. Ein Diamantring vielleicht?“ Rosi schmiegte sich hingebungsvoll an mich.
„Größer, mein Liebling, viel größer.“
„Doch nicht das Cabrio, Schatz?“
Ich hatte wohl doch ein bisschen übertrieben. „Lass dich überraschen.“

Und dann haben wir uns verlobt. In Mutters Küche habe ich Rosi das Paket überreicht, ganz in Goldfolie mit einer roten Schleife und einem roten Herz. Rosi sah zum Anbeißen aus in ihrem süßen neuen Fummel. Heute Abend würde sie für mich kochen und dann –

Gestern haben sie mich aus dem Krankenhaus entlassen. Zurücknehmen kann er den Thermomix nicht mehr, hat der Vertreter gesagt. Wegen der Delle.

©ElkeHeinze/2017
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Nachtrag: Ich weiß, dass Thermomix® ein geschützter Name der Firma Vorwerk ist. Er war als Begriff für die Geschichte vorgegeben. Deshalb habe ich das Wort beim ersten Mal mit dem ®-Zeichen versehen, im Text dann aber weggelassen. Im Forum wurde ich daraufhingewiesen, dass der Metallbehälter sehr widerstandsfähig sei – ich nehme an wegen der Delle 😉  Sorry, ich wollte die Wertigkeit des Produktes zu keiner Zeit infrage stellen. Aber wer weiß denn, was Rosi damit noch alles angestellt hat?
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*** Apropos Newsletter: Ich bekomme ja auch reichlich Newsletter ins Haus geschickt. Heute hat es der erste geschafft, dass ich mir spontan das darin beworbene Buch bestellt habe: Nika Lubitsch “Die 12. Nacht” – mit mystischen Sachen kriegt man mich fast immer. Ich bin gespannt.

Was den Verkauf meiner eigenen Bücher angeht, finde ich es gerade ganz spannend, dass “Mord in der Schwanheimer Düne” plötzlich die Nase wieder vorn hat. Aber es ist fast ein Kopf an Kopf Rennen mit “Vergangen heißt nie ganz vorbei”.  Ich würde mich übrigens nach wie vor über ein paar freundliche Rezensionen freuen.

 

 

NaNoWriMo – Halbzeit und 49%

NaNoWriMo – Halbzeit und 49%

Wir haben in der Tat beim NaNoWriMo die erste Hälfte erreicht. Und ich bin zu meinem eigenen Erstaunen immer noch in der Spur. Mit exakt 24.678 Wörtern habe ich die 50% knapp verfehlt. Ein einziger Tag, der gestrige, hat mich etwas aus der Bahn geworfen. Aber da hatte wunderschönes Wetter dem hässlichen, nassen und November mal wieder eine etwas freundlichere Note verpasst, und ich musste einfach raus ins Freie. Ich weiß nicht, ob es der Spaziergang an der frischen, kalten Luft war, die intensive Sonneneinstrahlung oder was auch immer, später war ich so müde, dass ich mich erst mal hingelegt habe und anschließend gerade noch 600 Wörter zustande gebracht habe.

Maritimer Herbst

Mein Roman schreibt sich zwar nicht von selbst, aber ein Gedanke reiht sich an den anderen – es läuft. Wird dabei allerdings immer epischer, sodass ich gespannt bin, wie viele Seiten es am Ende einmal werden. Mehr als 50.000 Wörter ganz gewiss. Aber ich muss ja auch mit dem 30. November nicht zwangsläufig das Ende erreicht haben. Ich merke, dass ich für das “Raunen der Wälder” (Arbeitstitel) viel recherchieren muss. Ich brauche Hintergrundwissen über Dinge, die mich bislang eher abgeschreckt haben: Totalitäre Systeme, Das Dritte Reich, Militär, Technik. Das alles wird zwar nur angeschnitten werden, aber es darf auch nicht völlig meiner Phantasie entspringen. Gestern habe ich mir auf arte eine Dokumentation über Heinrich Himmler angesehen. Und ich kann nur sagen, ich bin froh, dass meine Phantasie nicht an das herankommt, was sich in der Realität schon längst abgespielt hat. Gelesen habe ich in den letzten Tagen auch “Die Tribute von Panem”, einen Bestseller, der mich vorher nicht unbedingt interessiert hatte. Aber wenn man sich dann selbst an eine Gesellschaftsdystopie macht, in der eine Jugendliche eine Hauptperson ist, muss man halt auch wissen, was es auf dem Markt schon gibt. Es wäre schlimm, wenn man meinem Roman irgendwann vorwerfen würde, dass ich etwas Anderes kopiert habe. Aber da kann ich schon jetzt sagen, auf die Tribute wird das nicht zutreffen.

Ja, dann geht es nun an die zweite Hälfte des NaNoWriMo und ich bin selbst gespannt, was sie bringen wird.

Gedanken über das Schreiben

Gedanken über das Schreiben

Manchmal, aber nur manchmal, frage ich mich ja schon, warum wir uns so viele Gedanken über “gutes Schreiben” machen. Warum wir Kurse belegen, Handbücher über das Schreiben lesen, unsere Texte immer und immer wieder Korrektur lesen, Lektoren hinzuziehen und so weiter, wenn man dann feststellt, dass sich oft der größte Schund am besten verkauft. Man muss ja nur mal gucken, was sich bei Amazon so auf den Bestsellerlisten herumtreibt. Heute hat mir ein Facebookbeitrag mal wieder das entsprechende Grinsen ins Gesicht gezaubert, als jemand dort schrieb, dass wohl das neuste Werk des Herrn Fitzek stilistisch alles andere als ein Hochgenuss ist. Aber wie ist das mit den Schreibregeln? Manchmal denke ich, wir Schreiberlinge machen uns nur dann so viele Gedanken darüber, weil man uns beigebracht hat, nicht so viele Adjektive zu benutzen, nicht so oft: “xxx”, sagte er, lachte er, nickte er etc. zu schreiben. Nein, man kann einen Satz nicht nicken. Das ist einfach nicht korrekt. Aber der Leser weiß, was gemeint ist. Wird er sich daran stören? Vermutlich nicht, wenn die Geschichte spannend genug ist. Würde sich mein Lektor daran stören, sofern ich einen hätte? Vermutlich. Wenn sich der Lektor des Herrn Fitzek daran nicht stört, dann vermutlich deshalb, weil er weiß, dass sich ein Fitzek immer verkauft. Das ist die Realität.

Ich stecke in der Klemme. Wenn ich ab morgen beim NaNoWriMo tatsächlich täglich 1.600 Wörter schreiben will, muss ich meinen inneren Lektor abstellen – rigoros. Kann ich das? Ich fürchte, das wird die eigentliche Herausforderung. Oder soll ich weitermachen wie bisher, auch wenn ich dann täglich nur auf 500 Wörter komme? Wäre im Prinzip auch nicht schlimm – oder? So oder so beschäftigt mich der NaNoWriMo jetzt schon seit Tagen so intensiv, dass es mir einen neuen Schub gibt. Und das ist gut so. Der dritte Bea Baumann Krimi, der durchaus noch kommen soll, liegt auf Eis. Ich muss mich tatsächlich mal wieder an einem neuen Genre ausprobieren.

Worum wird es gehen?

Wir befinden uns am Ende des 21. Jahrhunderts. Seit der letzten Bundestagswahl 2032 haben es eine deutsch-nationale und eine Öko-Partei geschafft, Deutschland vom übrigen Europa zu isolieren. Dichte Wälder umschließen das Land und schirmen es nach außen ab. Innen lebt es sich ganz gesund, weil alles darauf ausgerichtet ist, Umweltverschmutzung zu vermeiden und Technologien zu entwickeln, die einen gehobenen Lebensstandard möglich machen. Gleichzeitig sind die ursprünglichen Parteien in einer einzigen Partei des “Herrn” aufgegangen, die alles kontrolliert und dirigiert. Frauen haben viele ihrer Rechte verloren und haben nur Aufstiegschancen in einer patriarchalischen Gesellschaft, wenn sie einem der “Herren” gefallen. Doch da ist Emma, eine Vierzehnjährige mit ganz besonderen Gaben und vor allem mit dem Willen, sich gegen das System aufzulehnen. Sie hat Verbündete, die sich noch an die alte Zeit erinnern und dem gegenwärtigen Reich entrinnen wollen. Diese Menschen leben in den Wäldern und müssen sich vor der Regierung verbergen. Aber wenn sie etwas erreichen wollen, dann können sie das nicht nur im Verborgenen tun.

Wie kann diese Welt am Ende unseres Jahrhunderts aussehen? Welche technischen Möglichkeiten kann es geben, Fortbewegungsmittel, Energiegewinnung etc. Spannende Fragen, die ich lösen muss. Die Geschichte selbst ist erst in groben Zügen in meinem Kopf vorhanden. So ist das bei mir immer. Ich bin ein “aus dem Bauch heraus”-Schreiber oder wie der Amerikaner sagt “writing by the seat of your pants”.  In den letzten Tagen lese ich ein Buch, das ich sehr spannend finde: “How to write a novel using the snowflake method” von Randy Ingermanson. Eigentlich wollte ich keine Schreibratgeber mehr lesen, weil es mir mit den letzten so ging, wie Goldilocks, der Protagonistin aus Randy Ingermansons Buch, mit den von ihr zunächst bei Papa Bear und Mama Bear belegten Vorlesungen. Runzelt hier gerade jemand die Stirn? Ja, der Autor des Buches hat sich bei der alten englischen Kindergeschichte von “Goldilocks und den drei Bären” bedient und mit diesen Figuren eine hübsche neue Geschichte mit einem Schreibratgeber verquickt. Und das ist ihm, soweit ich es bisher beurteilen kann, wunderbar gelungen. Er lässt Baby Bear seine durch ihn (Ingermanson) erfundene Schneeflockenmethode erklären. Im Grunde kommt auch er schließlich auf das Plotten und die altbekannte Heldenreise zurück, aber auf eine wirklich nachvollziehbare und gut verständliche Weise. Ich habe das Buch noch nicht ganz durch – es ist in Englisch geschrieben, aber gut verständlich. Einiges davon habe ich nun gedanklich schon ein bisschen umgesetzt und es gibt mir tatsächlich ein bisschen Halt, um nicht mehr nur aus dem Bauch heraus zu schreiben. Das führt nämlich meistens dazu, dass ich unglaublich viel wieder und wieder neuschreiben muss. Also – ich bin gespannt, ob mir die Schneeflockenmethode auch beim NaNoWriMo weiterhelfen wird.
Plotten: Hat beim Schreiben nichts mit einem Drucker (Plotter) zu tun! Der Plot ist das Handlungsgerüst eines Romans oder einer Erzählung. und sollte, so wird es normalerweise gelehrt – im Kopf des Autor vorhanden sein (oder – noch besser – schriftlich niedergelegt sein) bevor er den ersten Satz schreibt.

Heldenreise: Die Heldenreise ist sowas wie der Leitfaden des Plots. Sie beginnt damit, dass der Protagonist (Held) aus seinem gewohnten, meistens langweiligen Leben ausbrechen muss, weil er einen “Ruf” erhält. Dem möchte er zunächst nicht unbedingt folgen, weil das mühsam und oder gefährlich ist. Dann trifft er auf einen Helfer (Mentor), der ihn schließlich doch davon überzeugt, dem Ruf zu folgen. Wer “Der Herr der Ringe” kennt, hat jetzt sicher bereits Frodo und Gandalf vor Augen. Der Held macht sich auf den Weg, begegnet den ersten gefährlichen Abenteuern und erkennt, dass es kein Zurück mehr gibt. Oft erkennt er auch, dass er ein gewisses Erbe in sich trägt, dem er nicht entkommen kann. Trifft in HdR zum Beispiel besonders auffällig auf Aragorn zu. Oft begegnet er auch einer Frau, die einen großen Einfluss auf ihn ausübt (vice versa, wenn wir es mit einer Heldin zu tun haben) und seine Reise beeinflusst. Nach der letzten, entscheidenden Prüfung hat er sein Ziel erreicht und ist gereift. Oder er schafft es nicht mehr, in seine alte Welt zurückzukehren. Im Herr der Ringe z.B. Frodos Abgang an den Grauen Anfurten, während Aragorn die Königswürde annimmt. “Der Herr der Ringe” ist ganz sicher auf der typischen Heldenreise aufgebaut. Aber selbst, wenn man mal einen Film wie “Pretty Woman” analysiert, wird man eine ganze Reihe dieser Aspekte wiederfinden.

Schneeflockenmethode: Randy Ingermanson spricht bei seiner Methode deshalb von der Schneeflockenmethode, weil er Goldilocks zeigt, dass man Schritt für Schritt ein einfaches Dreieck in ein Schneeflocken ähnliches Fraktal verwandeln kann, während es praktisch nicht möglich ist, dieses Bild frei aus der Hand zu zeichnen.

(Das Foto, das ich als “Coverfoto” benutzt habe, stammt von  https://unsplash.com/@onelast, wer auch immer sich hinter T.L. verbirgt.)

So viel für heute. Während des NaNoWriMos werde ich mich immer mal wieder melden.

 

Meine Bücher sind da!

Meine Bücher sind da!

Da macht man was mit, mit den Büchersendungen aus USA. Paket Nr.1 ist vermutlich verschütt gegangen, Paket Nr.2 kam gerade an. Ich habe auf heißen Kohlen gesessen. Morgen Abend findet die Lesung in Sindlingen statt und mir fehlten die Bücher. Aber CreateSpace hat sich als kulant erwiesen. Als ich das zweite Mal reklamiert habe, wurden die bestellten Exemplare per Luftfracht losgeschickt und waren nun innerhalb von drei Tagen da. Gleich darauf klingelte es ein weiteres Mal und die zur Sicherheit bei Amazon.de bestellten Krimis kamen auch noch. Jetzt bin ich eingedeckt und muss nur noch fit sein für morgen Abend. Seit drei Tagen legt mich eine fette, bösartige Erkältung flach. Kann ich überhaupt nicht gebrauchen. Aber noch habe ich 24 Stunden Zeit mich auszukurieren.

Jetzt habe ich auch zum ersten Mal “Mord in der Schwanheimer Düne” mit dem neuen Cover in der Hand. Und ich denke, es hat sich gelohnt, dass ich mich da nochmal drangesetzt habe. Es gefällt mir doch um einiges besser als die erste Ausgabe, obwohl ich damals von dem Bild mit dem See so begeistert war.
Cover-Alt gegen neuLinks das neue Cover, rechts das alte Cover. Und der Inhalt wurde hinsichtlich einiger Rechtschreibfehler auch überarbeitet. Man lernt ja dazu.

Was mich außerdem noch gefreut hat: Ich habe endlich eine Mail von Louis Blythe, dem Fotografen meines Coverbildes für Vergangen heißt nie ganz vorbei bekommen. Wusste nicht, dass Mails aus Australien sooo lange brauchen 😉 Obwohl ich mir sicher war, dass er keine Einwände gegen die Verwendung des Fotos erheben konnte, ist doch gut zu wissen, dass er sich sogar darüber freut. Demnächst wird sich ein Exemplar auf den Weg nach Sydney machen, denn seine Frau ist – wie er mir schrieb – Deutsche. Sie wird es also immerhin lesen können.

So, jetzt aber wieder ein bisschen Tee trinken und inhalieren. Demnächst mache ich mich dann auch an den Oktober-Newsletter.

Marketing

Marketing

Ich glaube, ich habe mich nie zuvor so sehr mit Marketing für meine Bücher beschäftigt wie im Moment. Als ich “Mord in der Schwanheimer Düne” veröffentlicht habe, wusste ich noch nicht, ob es bei diesem einen Buch bleiben oder ob es weitere geben würde. Jetzt nach “Vergangen heißt nie ganz vorbei” bin ich mir ziemlich sicher, dass ich weiterschreiben werde. Mit dem Fernstudium der Belletristik an der Hamburger Schule des Schreibens bin ich demnächst fertig und das hat mir doch viel Neues gebracht. Und nun ist wohl auch der Ehrgeiz erwacht, gelesen und als Autorin wahrgenommen zu werden.

Wenn man sich als Selfpublisher einen Namen machen will,  ist es heute nicht mehr so einfach wie noch vor ein paar Jahren. Es gibt ständig neue Bücher, und es ist für Leser schwer, die Spreu vom Weizen zu trennen. Das Wichtigste ist natürlich der Inhalt eines Buches, aber da entscheidet vielfach einfach nur der Geschmack. Was ich als gut und interessant empfinde, ist für Andere vielleicht langweilig, und was ich als ätzenden Schund bezeichne, findet vermutlich mehr Leser als meine Bücher.

Wer als Autor über einen Verlag veröffentlicht, bekommt Vieles abgenommen. Lektorat und Korrektorat sollen den Inhalt auf Stil, innere Logik und natürlich auf korrekte Rechtschreibung und Grammatik überprüfen.  Der Verlag hilft bei der Titelfindung bzw. legt selbigen sogar allein fest und natürlich gibt es einen professionellen Coverdesigner.  Und dann natürlich die Werbung für’s Buch! Das alles muss man als Selfpublisher entweder selbst machen oder sich die entsprechenden Dienstleister suchen. Ich bin bislang für’s Selbermachen gewesen, einfach aus Kostengründen (und weil mir zumindest die Covergestaltung auch Spaß gemacht hat.) Aber natürlich habe ich auch so meine Zweifel. Das Cover für “Mord in der Schwanheimer Düne” habe ich gerade geändert und denke, dass es nun besser ankommt. Zumindest habe ich entsprechende Reaktionen bekommen. Und mittlerweile bin ich fast davon überzeugt, dass der Titel von “Vergangen heißt nie ganz vorbei” ein Flop ist. Er ist zu kompliziert und nicht als Teil einer Serie erkennbar. Auch das ist ein Grund, warum ich nun versuche, das Buch über entsprechende Werbung trotzdem bekannt zu machen. Im Moment stelle ich meine Bücher auf möglichst vielen Buchplattformen vor. Davon gibt es allerdings auch reichlich, und man kann nur hoffen, dass man dort mal entdeckt wird. Heute habe ich mich bei “was-lese-ich.de” eingetragen und habe zumindest dort schon mal eine Autorenseite.

Elke Heinze bei was-lese-ich.de

Werbung wird demnächst auch in der “Geschenkbuch-Kiste” geschaltet. Das ist eine, wie ich finde, ebenfalls sehr hübsch gestaltete Seite, in der man sich auf die Suche nach neuem Lesestoff begeben kann.
Die Zukunft heißt aber ganz sicher: Auch meine Bücher müssen professioneller werden. Es gibt tatsächlich bei den Selfpublishern inzwischen viele Bücher mit traumhaft schönen Covern. Es werden Lektoren beschäftigt, und es wird Werbung im großen Stil gemacht. Es gibt allerdings auch mindestens ebenso viel unsäglichen Schrott. Da einen Mittelweg zu finden, habe ich mir als Ziel gesetzt. Schaun wir mal …

Muss mir hier gleich noch einen Beitrag durchlesen.

Für das Beitragsbild mit der alten Schreibmaschine bedanke ich mich bei: https://unsplash.com/@rawpixel

Auch fertig: Taschenbuch der “Düne”

Auch fertig: Taschenbuch der “Düne”

Endlich fertig – nun darf ich durchatmen. Nachdem E-Book und Taschenbuch von “Vergangen heißt nie ganz vorbei” fertig waren, war es mir ein Bedürfnis “Mord in der Schwanheimer Düne” zu überarbeiten und mit einem neuen Cover zu versehen. Das E-Book war auf Amazon schnell ausgetauscht. Beim Taschenbuch kam es zu höchst seltsamen Zwischenbefunden. Der kurioseste war der, dass gestern beim “Blick ins Buch” vorne das alte Titelbild gezeigt wurde, hinten bereits das neue. Keine Ahnung, wie so etwas überhaupt möglich ist. Aber offenbar teilt Amazon die Coverdatei auf. Müssen sie ja wohl, denn sonst wäre diese Art der Darstellung gar nicht möglich. Aber nun ist alles okay.