Give me 5 – Das E-Book ist erhältlich!

Give me 5 – Das E-Book ist erhältlich!

Juhu! – geschafft! Zeitweise sah es aus, als würde ich an der Formatierung mit dem neuen Kindle Creator von KDP verzweifeln, aber nun ist

‘Give me 5’- Die magische Welt der Kurzgeschichten

bei Amazon erhältlich. Und auf meinem Kindle sieht es wirklich brauchbar aus.

Zwar sind die Formatierungen, die ich mit dem Kindle Creator vorgenommen habe, alles andere als eins zu eins übernommen worden, aber dafür andere vorhanden, die ich nicht hinbekommen habe. Oder anders ausgedrückt, der Text sieht auf dem Smartphone anders aus als auf dem E-Reader! Schon allein das ist magisch *lol*. Und – JA! – man kann die Kurzgeschichten supergut auf dem Smartphone lesen. Da verspreche ich nicht zu viel. Ich selbst käme nie auf die Idee, einen Roman auf meinem Handy zu lesen, aber Kurzgeschichten sind dafür perfekt.
Das Buch gibt es für kleines Geld. Das E-Book kostet 1,99 Euro. Das Taschenbuch wird vermutlich irgendwo bei fünf Euro liegen. Eigentlich der Wahnsinn, wenn man bedenkt, wie viel Arbeit darin steckt. Aber so ist der Markt nun mal.
Wie immer hoffe ich, dass mein Buch Gefallen findet. Und wie immer freue ich mich über Rezensionen auf Amazon, denn die braucht man als Selfpublisher nun mal unbedingt.
Jetzt werde ich mich noch an die Formatierung und das Cover für die Taschenbuchausgabe machen. Gut, dass ich schon graue Haare habe, denn ich bin sicher, dass ich auch daran wieder zu knabbern haben werde.

Für das Headerfoto habe ich ein Motiv (den Drink) von Olivier Guillard by Unsplash.com benutzt. Danke.

Welchen Anspruch habe ich an das, was ich schreibe?

Welchen Anspruch habe ich an das, was ich schreibe?

Dieser Beitrag wurde einfach mal nötig. Dass ich ihn heute schreibe, liegt an einer Diskussion – wenn man das überhaupt so nennen will – die gestern in einer Facebookgruppe geführt wurde. Dass die Gruppe auf den ironischen Namen hört „Es wird gelesen, was auf den Tisch kommt“, finde ich in diesem Zusammenhang fast schon bezeichnend. Ausgangspunkt war der Artikel einer anderen Bloggerin über die Akzeptanz und Wertschätzung des Selfpublishings. Ich will mich darüber hier nicht weiter auslassen. Facebook ist halt Facebook. Wobei das keine Geringschätzung dieser Gruppe an sich sein soll. Ich fand direkt unter dem angesprochenen Beitrag einen anderen, den ich ausgesprochen lesenswert fand. So weit, so Facebook.

Im Prinzip prallten in dieser Diskussion die immer wieder gleichen Argumente aufeinander, die man folgendermaßen umschreiben kann: Wie professionell sollte ein von einem Selfpublisher verfasstes Buch sein? Kann es mit einem Buch mithalten, das einen Verlag mit Lektorat und Korrektorat hinter sich hat? Zum Beispiel werden immer wieder endlose Diskussionen geführt, ob man ein Buch ohne Lektorat überhaupt veröffentlichen darf, oder ob es notwendigerweise eines professionellen Designers für das Buchcover bedarf usw.

Ich selbst habe mit meinem ersten Krimi (Mord in der Schwanheimer Düne) die unangenehme Erfahrung gemacht, dass sich eine Lektorin aus sehr persönlichen Gründen die Mühe machte, mir sämtliche Grammatik- und Rechtschreibfehler aufs Butterbrot zu schmieren. Das war ausgesprochen peinlich und Anlass genug, dass ich mir vornahm, beim nächsten Buch sorgfältiger vorzugehen (und habe eine zweite Auflage mit den entsprechenden Korrekturen herausgegeben). Inzwischen weiß ich, dass es gerade auf Amazon jede Menge Leute gibt, die Bücher offenbar nur dann rezensieren, wenn sie über solche Fehler herziehen können. Der Inhalt gerät dabei völlig ins Hintertreffen.

Ich selbst lege als Leser mehr Wert auf den Inhalt und – jetzt kommt das Problem – auf Schreibstil, Logik und korrekte Hintergrundinformationen, (wenn diese in der Geschichte eine Rolle spielen). Wenn ein Buch in miserablem Deutsch verfasst ist – das gibt es reichlich – schreckt mich das allerdings auch ab. Ich vermute, die kritische Beurteilung von eigenen und fremden Texten kann nicht ausbleiben, wenn man einmal ein Fernstudium an der Schule des Schreibens absolviert hat. Es wäre traurig, wenn diese zweieinhalb Jahre so gar nichts bewirkt hätten. Das bedeutet aber auch, dass ich heute so manches Buch nach den ersten Seiten wieder zuklappe, wenn ich merke, dass der /die VerfasserIn herzlich wenig Ahnung vom Schreiben hat. Veröffentlichen kann heute fast jeder alles. Was mit Books on demand seinen Anfang nahm, hat sich inzwischen vor allem durch Amazon zu einer Lawine ausgewachsen. Hier findet jeder Topf sein Deckelchen, und bei bestimmten Genres wird vom größten Teil der Leser vermutlich nicht auf solche Nebensächlichkeiten wie Rechtschreibung und vernünftige Story geguckt. Ich nehme an, ich muss die entsprechenden Kategorien nicht beim Namen nennen. Aber leider gibt es auch viele Bücher, die auf Anhieb mehr als seichte Unterhaltung anzubieten scheinen und dann nicht nur vom Inhalt her enttäuschen. Und die gibt es bei Selfpublishern öfter als bei Verlagsbüchern. Was schon an der schieren Menge des Angebots liegt. Als Schnell- und Querleser mache ich mir ab und zu den Spaß und lade mir willkürlich Bücher aus Kindle unlimited auf meinen Reader. Es ist teilweise erschreckend, was man da vorfindet.

Immer wieder liest man in Foren und Facebookgruppen „aber das (langweilige Story, Rechtschreibfehler etc.) gibt es bei Verlagsbüchern doch auch“. Ja, gibt es. Aber es hat schon seinen Grund, warum es so schwer ist, eine Verlagsveröffentlichung zu bekommen. Schon die Suche nach einem Agenten, der sich dann auf die Suche nach dem passenden Verlag macht, ist nicht einfach. Die sind nämlich entweder selbst Lektoren oder beschäftigen solche.

Ich vermute, dass die Diskussion um die Wertschätzung oder eben Geringschätzung von Selfpublishern so bald nicht enden wird. Jeder Autor, der seine Bücher selbst verlegt, stellt sich der öffentlichen Kritik und wird sich zwangsläufig mit Verlagsautoren vergleichen lassen müssen. Ist es da nicht sinnvoll, dass man sich bemüht, sein Bestes beim Schreiben zu geben? Letzten Endes kann man nur darauf vertrauen, dass sich Qualität durchsetzt. Ein Problem haben wir Selfpublisher aber sicher: Man geht schnell in der Masse unter, wenn man nicht die Werbetrommel für die eigenen Bücher schlägt. Dieser ganze Apparat, den Verlage auffahren können (sie tun es nicht immer), steht uns leider nicht zur Verfügung.

Was mache ich nun selbst? Noch habe ich aus finanziellen Gründen auf Lektorat oder Coverdesigner verzichtet. Meine Bücher schreibe ich inzwischen mit Papyrus Autor, einem Schreibprogramm, das viele Fehler erkennt, wenn auch nicht alle. Oft lese ich, dass es ein sauteures Programm sei. Im Vergleich zu einem professionellen Lektorat ist es das nicht (derzeit 179 Euro / 149 Euro für Schüler und Studenten). Es ist ein umfangreiches und mächtiges Schreibprogramm. Einige Leute wird vermutlich die Einarbeitungszeit abschrecken, aber es lohnt sich. Trotz des Belletristikstudiums an der Schule des Schreibens lese ich auch nach wie vor Schreibratgeber, die mir aus den unterschiedlichsten Gründen sinnvoll erscheinen. Man lernt nie aus. Und ich lasse mir Zeit. Seitdem ich an meinem dystopischen Roman schreibe (Arbeitstitel „Ne umquam desiveris), hatte ich immer wieder Aha-Momente, in denen ich neue Erkenntnisse gewonnen habe, von denen der Roman hoffentlich profitieren wird. Dieser heiße Sommer 2018 mit seinen Problemen gehört ebenfalls dazu.

Auch das Coverdesign wird immer wieder diskutiert. Das ist sicher ein Problem, weil heute die Verlagsbücher oft beeindruckend aussehen. Diese Oberflächenveredelungen der Einbände, die oft noch einen haptischen Genuss vermitteln, kann mir ein Amazonpaperback nicht bieten. Ich bin auch kein Designer, obwohl ich mit Photoshop & Co ganz gut kann. Aber ist das ausschlaggebend? Ich rate jedem jungen Autor ohne viel Geld im Portemonnaie dazu, lieber auf den Inhalt als aufs Cover zu achten. Machen wir uns einen Namen, indem wir gute Bücher schreiben. Wenn die ihr Publikum finden, dann kann man sich vielleicht irgendwann den Coverdesigner leisten. Bevor ihr allerdings selbst irgendwelche Strichmännchen malt, nehmt lieber ein einfaches Cover mit einem Titel in einer ausgefallenen Schrift und – fertig!

Nachtrag: Ich gebe zu, im Eifer des Gefechts habe ich tatsächlich das Thema etwas verfehlt. Man hat mich darauf aufmerksam gemacht und deshalb möchte ich hier noch eines anfügen: Alle Punkte, die ich hier angesprochen habe, wie sorgfältiges Arbeiten, Beachten von Logik in einer Geschichte, gründliche Recherche, Rechtschreibfehler möglichst vermeiden  und vor allen Dingen ein guter Inhalt, das sind alles Punkte, die ich selbstverständlich auch an meine eigenen Geschichten und Bücher stelle. Dafür, dass es in diesen Beitrag mit dem sorgfältigen Arbeiten nicht so ganz funktioniert hat, möchte ich mich entschuldigen.

Für das Coverfoto: Danke an Unsplash und Jaz King

 

 

 

 

Give me 5 – Kurzgeschichten jederzeit & überall

Give me 5 – Kurzgeschichten jederzeit & überall

Ja, ich denke, der Titel meiner Kurzgeschichtensammlung steht damit fest. Die letzten Tage habe ich die Dystopie ruhen lassen und mich voll und ganz auf die Kurzgeschichten gestürzt. Es haben sich reichlich Texte angesammelt. Nicht alle sind gut, aber viele können sich nach etwas Überarbeitung sehen lesen lassen. Seitdem ich mich wieder intensiv dem Schreibprogramm Papyrus Autor anvertraue, fällt so manches leichter. Auch den Blogtexten würde es wahrscheinlich guttun, wenn ich sie durch Stilanalyse und Dudenkorrektur von Papyrus laufen ließe, aber ich will nicht päpstlicher sein als der Papst.

Ich habe jetzt schon mal damit angefangen, das Buchlayout zu erstellen. Wenn ich dachte, dass es mir nach den beiden Krimis leicht fallen würde, dann war das ein Irrtum. Ich müsste vermutlich mindestens vier Bücher im Jahr mit KDP und CreateSpace erstellen (oder einem anderen Distributor), um darin Routine zu bekommen. Jetzt mache ich das Ganze mal mit einer Papyrus Vorlage, die mir zumindest die Titelei und die Inhaltsangabe fast automatisch erstellt. Hat zwar auch gedauert, bis ich mich da reingefuchst habe, aber nun läuft es. Ob ich das Ganze, sofern irgendwann mal fertig, dann wirklich problemlos bei Amazon hochladen kann, wird sich weisen. Noch bin ich mir nicht darüber im Klaren, ob es nur ein E-Book werden wird oder auch eine Printausgabe. Die Printausgabe müsste ich vielleicht etwas aufwändiger gestalten, dann wär’s ein gutes Geschenkbüchlein. Weihnachten ist ja auch irgendwann wieder *lol*.

Vermutlich werde ich die nächsten vier Wochen damit verbringen, Geschichten wieder rauszunehmen und durch andere zu ersetzen, hin und her zu überlegen, welche gut sind oder doch eher nicht, aber irgendwann … Wann ist eigentlich Buchmesse? Ich glaube, die ist immer Anfang Oktober. Dann wäre September sicher nicht schlecht. Am Cover bin ich auch schon dran. Aber auch da kann es gut sein, dass ich noch mal alles ändere. Irgendwie bin ich ja nie zufrieden 🙁 Auf jeden Fall war die Teilnahme am Julicamp vom NaNoWriMo eine gute Sache. Damit bin ich wieder ins Schreiben gekommen. Ich hoffe mal, dass ich meinen dystopischen Roman vielleicht fertigbekommen kann, wenn ich auch im November wieder am NaNo teilnehme. Mit ihm hat die Sache im letzten Jahr schließlich angefangen.

Draußen kommt Sturm auf. Ein ordentlicher Regen wäre das, was wir mal brauchen würden. Es ist alles viel zu trocken. Ein Gewitter wird’s wohl werden, es grummelt schon. Na, schaun wir mal.

 

Kopfzerbrechen – Neues aus der Schreibstube

Kopfzerbrechen – Neues aus der Schreibstube

Was gibt es Neues? So neben dem neuen Webseitendesign? Ich musste mal wieder etwas ändern. Ich kann nicht anders. Das Geblümte vom Frühjahr war nicht mehr so meins. Also … ich bin wirklich ernsthaft am Schreiben und auch am Lesen und am Nachdenken und am … ach herrje! Die Schreib- und Sinnblockade hat ja auch lange genug gedauert. Nun ist wohl wieder die manische Phase dran. Es nervt, aber so bin ich nun mal. Wenn ich ehrlich bin, wird der NaNoWriMo-Juli vermutlich gerade ausreichen, dass ich wieder voll drin bin in meinem Manuskript. Bisher habe ich nämlich vor allem viel verändert, gestrichen, neu geschrieben. Aber viel weiter als Ende November 2017 bin ich noch nicht – nicht was den eigentlichen Text betrifft. Ich schätze, die NaNoWriMo-Variante des Einfach-drauf-los-Schreibens ist halt nicht so meins. Irgendein bekannter Schriftsteller hat mal geschrieben, dass er an einer Seite so lange feilt, bis sie reif für die Veröffentlichung ist. Angeblich macht er dann auch nie mehr etwas daran. Ein bisschen was davon kann ich nachvollziehen, aber so kategorisch handhabe ich es dann doch nicht.

Und natürlich mache ich mir Gedanken über ungelegte Eier, zum Beispiel über den Titel. Neulich habe ich mich noch einmal mitten in der Nacht stundenlang mit diesem “Ne umquam desi-dingsbums” auseinandergesetzt. Konnte mir ja bislang niemand eine hieb-und stichfeste lateinische Übersetzung für “Gib niemals auf” präsentieren. Leute, es ist sooo peinlich! Latein war mal mein Lieblingsfach und beim Abi hatte ich ‘ne Eins und das Große Latinum. Das ist allerdings auch schon gefühlte einhundert Jahre her. Heute verstehe ich nur noch Bahnhof, wenn ich so etwas lese: “Der Prohibitiv (von lateinisch prohibere, ‚behindern, verhindern, abhalten‘) ist der Modus des Verbs zur Formulierung von verneinten Befehlen, also von Verboten. Im Lateinischen ergeben Konjunktiv Perfekt + Negationswort ne einen negierten Befehl: „Ne me videris!“, „Sieh mich nicht an!“; alternativ kann man diesen auch durch noli und Infinitiv bilden: „Noli me tangere!“, „Fass mich nicht an!“ Die 2. Person Singular Konjunktiv Perfekt von desinere (aufgeben) heißt desiveris. Oder deserueris von deserere.” Na aber sicher doch. Alles klar?
Also ich werde mir einen anderen Titel suchen und den lateinischen Spruch mit nicht mehr ganz lesbaren Buchstaben in die Story integrieren. Man muss sich nur zu helfen wissen.

Kleine Kostprobe aus dem Manuskript?

Ich weiß es nicht, Emsch. Aber ich verspreche dir heute eines: Die Zeiten werden sich wieder ändern. Für dich, für uns und für alle, die nach uns kommen. Warte, das hätte ich beinahe vergessen. Ich habe etwas für dich.“
Elmar lief in den Flur, in dem seine Jacke hing. Er kam mit einem Anhänger zurück, der an einem feinen Lederband hing. „Das hat mir Charlotte für dich mitgegeben. Pass gut darauf auf.“ Emma betrachtete den Anhänger. Er schien aus Gold zu sein. In einem äußeren Reif befand sich unten eine fein ausgearbeitete Schale, um die sich eine Natter bis zum oberen Rand emporwand. Mit Mühe konnte man auf beiden Seiten des Reifes Buchstaben erkennen. Emma kniff die Augen zusammen. „Links kann ich ein C erkennen, ein A und ein O, oder? Aber was steht rechts?“
„Die Buchstaben sind abgegriffen“, sagte Elmar. „Links steht der Name deiner Großmutter: Charlotte. Rechts ist ein Satz eingraviert: ‚Ne umquam desiveris‘ soll es wohl heißen. Gib niemals auf!“
„Das ist Latein, oder?“
„Ja. Ich kann kein Latein, aber Charlotte hat mir die Bedeutung erklärt. Sie selbst hat den Anhänger von ihrer Mutter bekommen.“
„Und jetzt soll ich ihn haben? Warum nicht Mama?“
Elmar zuckte mit den Schultern. „Ich kann es dir nicht sagen, Emsch. Aber sie hat eindeutig gesagt, dass ich ihn dir geben soll.“
Dass Charlotte ihm außerdem anvertraut hatte, dass sie ihre Enkelin im Widerstand gesehen hatte, etwas, wozu ihre Tochter nie im Stande wäre, verschwieg er.

Emma legte sich das Lederband um. Ihr Vater lächelte.

Tja – da ist meine Protagonistin gerade mal fünfzehn und hat noch keine Ahnung, was auf sie zukommen wird. Wir befinden uns im Jahr 2096, in einem postdemokratischen Neuen Deutschen Reich. Spannend? Also mehr wird erst einmal nicht verraten. Aktuelle Titelidee: Charlotte & Emma – Weg ins Ungewisse – Roman. Klingt aber ein bisschen langweilig. Schaun wir mal. Fertig ist er ja noch lange nicht. Von dem Begriff Dystopie habe ich mich innerlich schon verabschiedet. Na ja – zunächst mal. Die Zuordnung zum richtigen Genre wird mir vermutlich noch einiges an Kopfzerbrechen bereiten.

 

Ausge”campt”

Ausge”campt”

Camp Nano
Es ist immer wieder interessant, welche Erfahrungen man macht, mit denen man eigentlich nicht gerechnet hat. Entgegen meinen eigenen Erwartungen läuft die Arbeit am Manuskript jetzt momentan ganz gut. Aus dem Camp Nano habe ich mich heute allerdings endgültig ausgeklinkt. Jedenfalls aus der “cabin”, wie das dort genannt wird, also einer Gruppe, die in meinem Fall aus lauter Leuten besteht, die ich aus der Schule des Schreibens kenne.  Irgendwie habe ich mir davon etwas völlig anderes erwartet. Nun ja, kann passieren. Ist vermutlich nicht mein Ding.

 

Neben dem Schreiben lese ich auch täglich. Erstanden – ja so richtig auf Papier, kein Kindle Download – habe ich den Schreibratgeber “Story Turbo” von L. C. Frey. Ich bin noch nicht ganz durch, aber das Buch gefällt mir sehr gut. Der Autor hat eine ungewöhnlich flotte Art zu schreiben und mit vielem spricht er mir aus der Seele. Was lag näher, als mir auch noch einen seiner Thriller zu kaufen? Den nun aber wieder im Download. Es gab den neuesten auch gerade bei Kindle unlimited für lau. Und das war gut so. Denn dieser Thriller (Todeszone: Tatort Malmö) ist sowas von fürchterlich, jedenfalls nach meinem Geschmack, dass ich nur noch den Kopf geschüttelt habe. Hier wird an die niedersten Instinkte appelliert, Rechtschreibung und vor allem die Ausdrucksweise lassen auch sehr zu wünschen übrig. Da ich nun mal weiß, dass der Mann es besser kann, ist eigentlich ganz klar, dass dieses Buch nur dazu dient, schnelles Geld zu verdienen, alles andere ist dem Autor offenbar völlig egal. Nun gut, der Erfolg gibt ihm Recht. Und das ist für mich das eigentlich Frustrierende an der Sache: Der Markt gibt es her, die Leser wollen diese Art Bücher offenbar. Ich habe mal wieder diagonal gelesen, nur um möglichst schnell durch zu sein. Irgendwo ja schon in der Hoffnung, dass ich von dem Buch noch einen besseren Eindruck gewinne. War aber nicht.
Dann bin ich noch auf eine Dystopie gestoßen, die eine ähnliche Zeit bedient wie mein Projekt. Das hat mich erst einmal erschreckt, denn es gibt mehr Parallelen, als mir lieb ist. Andererseits ist es gut, dass ich im Vorfeld weiß, was es schon gibt. Man möchte ja hinterher nicht als Plagiator dastehen. Aber trotz aller Ähnlichkeiten ist es doch eine völlig andere Geschichte, scheint mir. Ich habe mit dem Buch gerade erst angefangen, finde es aber ausgesprochen spannend ***. Mal schaun, wie es sich entwickelt. Das Buch heißt “Nordland Hamburg 2059 – Freiheit”, die Autorin Gabriele Ahlers. Und dieser Titel (nur der Titel)) hat nun eine schon extreme Parallele zu einer anderen Dystopiesammlung, die ich kurz angelesen habe: “Hamburg Rain 2084” von Rainer Wekwerth (und anderen). Da bin ich mal froh, dass meine Geschichte in Mainstadt vormals Frankfurt spielt. Aber beeilen sollte ich mich nun doch mal, bevor noch weitere Autoren ein ähnliches Thema beackern.
*** Das mit dem “spannend” hat sich nach einer Weile gelegt. Das Buch – es hat fast 700 Seiten – ist ausgesprochen langatmig. Da könnte viel gestrichen werden. Es gibt zu viele Namen, sowohl hinsichtlich Personen als auch hinsichtlich Hamburger Örtlichkeiten. Wer sich in Hamburg nicht auskennt, der kann damit sowieso nicht viel anfangen. Des weiteren gibt es für meinen Geschmack auch viel zu viele technische Erklärungen. Ich muss das nicht alles bis in Detail wissen. Spannung erzeugt das jedenfalls nicht. Und was das Erzählen an sich angeht … über Geschmack lässt sich streiten. Das Buch ist für mich keine Leseempfehlung.
Für das Foto: Thanks to Unsplash and Tommy Lisbin: https://unsplash.com/@tlisbin
Das Wunder des Camp NaNo

Das Wunder des Camp NaNo

Kaum zu fassen, aber es wirkt. Ich schreibe tatsächlich seit vier Tagen an meiner Dystopie weiter. Seit Ende November lag das Manuskript in der Schublade, mir fiel einfach nichts mehr dazu ein. Ich hatte den Eindruck, dass ich mich mit diesem Projekt übernommen hatte und irgendwie war nach dreißig Tagen Marathon-Schreiben die Luft raus. Meine Anmeldung zum Julicamp war auch nur halbherzig. Immerhin kann man sein Schreibziel diesmal selbst bestimmen. Und weil ich meine Korrekturwut kenne, habe ich mich nicht für Wörter, Zeilen, Seiten oder Anschläge entschieden, sondern für eine Stundenvorgabe. 31 Stunden, also eine Stunde pro Tag, das sollte drin sein. Obwohl ich dachte, dass ich mich dazu zwingen müsste, mich bei dieser Hitze überhaupt an den PC zu setzen. Nun bin ich seit vier Tagen am Schreiben – und natürlich Korrigieren – und es sind bereits zwölf (12) Stunden geworden.

Zunächst einmal muss ich überhaupt wieder in die Geschichte hineinfinden. Dazu ist das Korrekturlesen und Korrekturschreiben optimal. Inzwischen sind auch neue Ideen dazugekommen. Die Figuren verändern sich wieder. Es wird also noch eine Weile dauern, bis der Roman mal fertig ist. Aber das ist mir völlig egal. Hauptsache, es flutscht wieder und ich habe die Freude am Schreiben wiedergefunden. Diesmal gehe ich auch etwas planvoller vor. Nach und nach entsteht ein echtes Gerüst, die Charaktere werden besser ausgearbeitet und ihnen wird dadurch mehr Leben eingehaucht. Hoffe ich zumindest.

Ne umquam desieris – Verrate niemals deinen Traum – der Titel ist Programm! Mein Traum ist es, dieses Buch zu schreiben und ich werde das tun.