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Da ich ja wirklich viel und gerne an meinen Fotos herumschraube oder auch mal ein Bild komponiere, interessieren mich neue Bildbearbeitungsprogramme immer. Und obwohl jede Menge Leute auf das Abo-System von Adobe schimpfen, bin ich damit recht glücklich. Wobei ich auch vorher mit Photoshop Elements schon jahrelang glücklich war. Aber da gibt es jährlich immer wieder eine neue Versionen und da kam ich oft nicht dran vorbei. Damit war das auch keine billige Angelegenheit. Ich zahle für das Foto-Abo aus Photoshop und Lightroom monatlich 11,95 Euro. Das tut nicht wirklich weh. Andere Programm kosten auch einmalig über 100 Euro, oft kommen noch Zusatzprogramme hinzu bis man in etwa nur den Umfang von Lightroom hat. Und jedes Update kostet auch wieder. Insofern finde ich das Adobe-Abo sehr fair. Es gab gerade wieder ein tolles Update und das kostenlos. In meinem Abo ist noch weitere Software enthalten, die ich noch nie ausprobiert habe.

Gerade habe ich mir versuchsweise mal wieder das kostenlose GIMP installiert, aber es spricht mich überhaupt nicht an. Es soll ja Leute geben, die damit klarkommen – ich nicht. Das fängt schon mit dem Aufrufen meiner Bilder an. Lightroom hat einen tollen Katalog und für Photoshop ohne Lightroom gäbe es Bridge. Auch meine RAW-Bilder öffnet mir GIMP nicht so ohne Weiteres. Dafür müsste ich separat einen RAW-Converter installieren. Mit LR kein Problem und Photoshop hat dafür Camera Raw an Bord. Camera Raw entspricht inzwischen fast Lightroom, sodass man zwischen den Programmen, wenn nötig, ohne Probleme wechseln kann. Mein normaler Workflow beginnt damit, dass ich die RAW Dateien in LR aufrufe. Aber wenn es schnell gehen muss, dann öffne ich eine RAW Datei auch mal sofort in PS und werde intern zu Camera Raw weitergeleitet.

Was ich an Photoshop besonders schätze, ist das Arbeiten mit den Ebenen. Das fehlt vielen anderen Programmen. Luminar 4, das ich mir vor einiger Zeit mal zugelegt habe, kann irgendwie auch Ebenen, aber bei weitem nicht so überzeugend wie Photoshop. Auch fehlt mir bei Luminar der Pinsel, mit dem ich auf meinen Bildern mein Logo/Wasserzeichen anbringen kann. Nun gibt es schon wieder das neue, kostenpflichtige Luminar AI. Wer ist so verrückt und kauft sich zweimal im Jahr eine neue Version? Luminar setzt vor allem auf die künstliche Intelligenz, also AI. Skylum waren die ersten, die mit dem Austauschen des Himmels herauskamen. Photoshop bietet das seit dem aktuellen Update ebenfalls an. Und da kommt mit den sogenannten Neuralfiltern noch mehr. Man kann sich natürlich streiten, ob man das braucht. Aber natürlich ist Bildbearbeitung oft auch Kunst. Nicht jedem geht es um eine naturgetreue Abbildung. Ich selbst verstärke oft die Farben. Einfach weil ich damit für mich einen Eindruck wiedergebe, den ich so empfunden habe.

Diesem Foto mit dem Wegekreuz habe ich mit Luminar 4 einen Abendhimmel verpasst. In Wirklichkeit war ich tagsüber unterwegs und der Himmel war einheitlich grau. Deshalb hier zwei weitere Bearbeitungen, links ganz klassisch und rechts Himmel ausgetauscht mit Photoshop. Was ich dabei faszinierend finde, ist dass man den ausgetauschten Himmel nicht erkennen kann. Wobei Luminar die Gesamtstimmung besser beeinflusst als Photoshop. Das warme Abendlicht wirkt sich auch auf den Vordergrund bzw. das Kreuz aus.

Irgendwann habe ich mal Affinity ausprobiert. Aber das ist zu lange her, um etwas darüber zu sagen. ich habe gerade mal einen Blick auf die Webseite geworfen. Das könnte eine Alternative zu Photoshop sein und zwar um einiges preiswerter.

Was ich mir gestern Abend mal auf Youtube angesehen habe, das ist DxO Labs. Eine Software von DxO, die inzwischen auch die NIK-Filter vertreiben. Deshalb kam ich überhaupt auf die Idee, mich mal mit dem Fotobearbeitungsprogramm zu beschäftigen. Und ich muss sagen, mir gefällt die Oberfläche ausgesprochen gut. Allerdings gibt es wieder keine Ebenen – bei Affinity schon – und das Werkzeug zur Perspektivekorrektur (DxO View Point) muss man auch separat erwerben. Was mir nicht ganz verständlich ist, weil bei den hauseigenen NIK-Filtern das Perspective Efex ja dabei ist. Das Highlight bei DxO Labs ist wohl das Instrument zum Entrauschen von Bildern. Ist als DFine 2 auch bei den NIK-Filtern dabei, aber nicht in der gleichen Qualität. Ein Jammer, dass DxO Labs keine Ebenen kennt. Wobei – brauche ich das wirklich? Bei Photoshop denke ich mir oft, dass dieses Programm mir mehr bietet, als ich überhaupt nutzen kann. Aber wenn ich die Sachen dann doch mal für mich entdecke, sind sie da.

Auf PhotoScapeX bin ich kürzlich schon eingegangen. Je öfter ich das für “mal eben schnell” nutze, umso besser finde ich es. Es hat unglaublich viele Möglichkeiten. Und ich vermute, dass die ProVersion noch einiges mehr bringen würde.

Egal was ich ausprobiere, ich glaube, ich habe mit Lightroom und Photoshop die für mich beste Kombination gefunden. Auch wenn ich gern mal etwas anderes ausprobiere. Von fast allen Programmen gibt es im allgemeinen Testversionen. Was benutzt ihr denn so? Und warum. Vielleicht könnt ihr kurz etwas dazu schreiben.

Nachtrag: Ich schaue mir im Moment einige Videos zu Affinity an, das ich bisher kaum kannte. Das scheint mir fast eine perfekte Möglichkeit zu sein, Lightroom und Photoshop zu ersetzen. Und ist zudem erstaunlich günstig. Das Einzige was mich etwas stört, ist dass ich keine Fotoübersicht/ Katalog direkt auf der Oberfläche habe. Das wundert mich, ist das doch sonst eigentlich überall vorhanden. Aber sonst: Eine Top-Software