DND … Abschied von den Waldohreulen

Hier kommt mein zweiter Beitrag zum Naturdonnerstag. Als ich ihn geplant hatte, wusste ich noch nicht, dass es danach keine weiteren Bilder von den Waldohreulen geben würde. Seit Dienstag sind sie verschwunden. Nicht völlig, man kann sie noch in der Ferne rufen hören, aber nicht mehr bei uns im Garten. Die beiden Jungtiere sind also flügge. Und weil ich euch letztes Mal das „Gebell“ der alten Eulen auf Video vorgeführt habe, gibt es jetzt noch die Bettelrufe der jungen Eulen.

Here comes my second contribution to Nature Thursday. When I planned it, I didn’t know that there wouldn’t be any more pictures of the long-eared owls afterwards. They have disappeared since Tuesday. Not completely, you can still hear them calling in the distance, but no longer in our garden. The two young animals are now fully fledged. And because I showed you the “barking” of the old owls on video last time, now there are the begging calls of the young owls.
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Und noch ein paar Nachtaufnahmen. Da kommt aber meine Ausrüstung – Hardware und Software – an ihre Grenzen. Da müsste man dann so ein 10.000 Euro-Tele mit irrer Lichtempfindlichkeit haben. Die Bilder mit der fliegenden Eule habe ich dem RAW-Burst-Modus der Kamera zu verdanken. Aber eigentlich hätte ich da noch eine viel kürzere Verschlusszeit als 1/500 Sek gebraucht. Nur wäre dann gar kein Licht mehr auf dem Sensor gelandet. Ich musste so schon fürchterlich aufhellen und mit Topaz Photo AI entrauschen.
Pre-Burst oder RAW-Burst-Modus: Die ersten Bilder nimmt die Kamera bei halb gedrücktem Auslöser schon eine halbe Sekunde vor dem Drücken des Auslösers auf. Normalerweise erwischt man das Abheben eines Vogels so gut wie nie. So schnell reagieren wir einfach nicht. Durch das Speichern von Bildern vor dem eigentlichen Auslösen kommt man dann doch zu dem gewünschten Ergebnis. Am besten geht das natürlich mit Stativ und Fernauslöser statt freihand, wie ich das immer mache.

Canon EOS R8 mit RF 100-400 mm; ISO 25.600 – f/8 – 1/500 Sek – 400 mm
Das war’s dann also mit den Waldohreulen. Das Headerbild ist eine Fotomontage aus etwas Weilbach und einem Eulenfoto aus unserem Garten. Das Ganze noch etwas Low Key bearbeitet.

Wenn wir schon bei den eher schlechten Fotos angekommen sind, dann zeige ich auch noch das von den Feldhasen, die am Montag in Weilbach völlig überraschend aus dem Gras auftauchten. Riesig sind diese Kerle. Ich habe bisher immer nur die viel kleineren Kaninchen gesehen. Auf die flinken Hasen war meine Kamera leider nicht eingestellt. Das Foto vom Turmfalken zeige ich nicht. Das ist wirklich unterirdisch. Es sah in klein auf dem Kameramonitor besser aus.

Ein paar Schmetterlinge / Falter hatte ich noch versprochen. Sehr viel gab es nicht, aber ein paar sind mir doch begegnet. Am gelben Hornklee ein Bläulingspärchen: Der männliche Gemeine Bläuling trägt Himmelblau, die Dame eher braun, aber mit orangen Punkten.


Gemeiner oder auch Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus)

Die Dame nochmal solo. Die weiblichen Bläulinge sind von ihrer Art her oft schwer zu unterscheiden, aber diese Beiden waren zusammen unterwegs, deshalb bin ich mir einigermaßen sicher.

Bei den Esparsetten hoffe ich immer auf Widderchen, aber diesmal musste ich mit einem Nachtfalter vorliebnehmen.

Dann gibt es noch die „Eidechsenfelsen“, wie ich sie gerne nenne. Aber eigentlich habe ich dort bisher nur ein einziges Mal eine Eidechse gesehen. Dafür am Montag im Garten des Naturschutzhauses. Und wäre nicht ausgerechnet die Imkerin an mir vorbeigerauscht, hätte es vielleicht noch ein paar mehr Bilder gegeben,

Ich sehe so selten Eidechsen, aber ich vermute, dass es eine junge Zauneidechse (Lacerta agilis) ist. Edith wird es genauer wissen.

Nach dem Eidechsenfelsen ohne Eidechsen kommt zum Schluss noch ein „Krähenberg“, der im Bereich der noch aktiven Kiesgrube neu entstanden ist. Dort saßen Unmengen an Saatkrähen und Dohlen. Dass sich das Kiesgrubengebiet immer wieder verändert, finde ich faszinierend.

Hier war die Absperrung zur aktiven Grube offen. Ich wäre für mein Leben gerne weiter reingelaufen. Aber die drohen einem ja mit Teufel, Tod und Beulenpest, wenn man das macht und erwischt wird. Und es wurde bereits Abend. Der Gedanke, dort vielleicht sogar eingeschlossen zu werden, war auch nicht so prickelnd. Nein, aus dem Alter für solche Unternehmungen bin ich dann doch raus. Obwohl mich sowas reizt, ohne Ende . . .

Ein Foto noch, das weder mit den Eulen zu tun hat, noch in Weilbach entstanden ist, sondern in unserem Wintergarten. Da saß ein winziges Insekt auf dem Boden, das mir durch die Kombination aus schwarz und transparent aufgefallen ist, obwohl es kaum größer als 3-4 mm war.

Zickzacklinien-Trauerschweber (Hemipenthes morio), gehört zu den Wollschwebern (Fliegen)

Das Bild habe ich mit dem 60 mm-Makro an der Olympus E-M5 Mark III gemacht und aus fünf Aufnahmen gestakt.


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Träumerle Kerstin
15 Tage zuvor

Liebe Elke. Jetzt weiß ich gar nicht, was ich zuerst schreiben soll. Die Bettelrufe klingen ja so traurig, da fühlt man mit und hofft, dass es gleich Futter gibt. Schade, dass sie nun ausgeflogen sind. Aber vielleicht kommen sie eines Tages wieder? Feldhasen habe ich zum ersten Mal im Urlaub gesehen. Die sehen wirklich groß aus. Der Krähenberg ist ja witzig, was muss das für ein Tumult und Gekrähe sein. Da denk ich gleich an „Die Vögel“ von Hitchcock 🙂 Eidechsen gibt es hier auch, auf dem Grünstreifen an Nachbars Ziegelzaun. Einmal brachte Theo eine an, die konnte ich aber… Weiterlesen »

Inge
Inge
17 Tage zuvor

noch was – das Abschieds – Eulenbild ist wunderschön
Inge

Inge
Inge
17 Tage zuvor

Liebe Elke, da hast Du schon befürchtet, dass Du uns fast zu viele Eulen zeigst – jetzt hat sich das von ganz alleine geregelt. Ich bin gespannt, ob sie im nächsten Jahr wieder in Deinem Garten zu Gast sind. Schade, dass es so wenig Schmetterlinge gibt, da war der schöne Bläuling ja ein Glücksfall. So eine ehemalige Kiesgrube ist was faszinierendes, wir waren da als Kinder schon immer ( verbotenerweise ) auf Entdeckungstour. Eidechsen haben wir im Garten sehr viele, seit unser Katerchen nicht mehr lebt, sind sie wieder überall auf der Mauer zu sehen. Die Schwalben haben die vier… Weiterlesen »

H. Ripp
17 Tage zuvor

Fantastisch, kann ich da nur sagen, was dir da alles vor die Kamera geraten ist!
Die Waldohreulen sind flügge, das ist eine gute Nachricht und die Nachtbilder finde ich 1A. Sehr interessant auch, einmal die Rufe des Nachwuchses zu hören. Die Hasenaufnahmen sind auch sehr gut, schließlich sind die beiden ja in Bewegung. Es ist dir auch gelungen, die ganze Schönheit des Trauerschwebers einzufangen, trotz der schlechten Lichtverhältnisse. Bei dem Eidechsenfelsen (geniales Foto), da spielt mir meine Fantasie wohl einen Streich, reckt da nicht ein Dino (oder Ur-Schildkröte) seinen Kopf in die Höhe?
LG Heidi

Kaeferchen
17 Tage zuvor

Schade, dass die Eulen nun weg sind.
Und mal abgesehen von den nicht ganz so guten Fotos hast du wieder eine Menge wirklich toller Fotos im Posting. Mein Favorit ist der Bläuling.
Lange ist es her, da war es uns möglich bei uns in der Stadt auf einem brach liegendem Grundstück selber welche zu fotogarfieren.

lg gabi

Jutta
18 Tage zuvor

Liebe Elke,
einesteils ist es sicherlich irgendwie auch ärgerlich, wenn man nicht bessere Fotos machen konnte. Trotzdem, du hattest so ein Glück, die Eulen so lange beobachten zu können. Deine Fotos sind auf jeden Fall eine tolle Erinnerung.
Wunderschön auch deine anderen Bilder. So eine Fliege hatte ich auch schon vor der Linse. Sie war mir auch sofort durch die Flügel aufgefallen.
Liebe Grüße
Jutta

Edith
18 Tage zuvor

Liebe Elke,
auch wenn dein Eulenglück nicht von Dauer ist, es hat dich und uns alle sehr viel Freude bereitet. Deine Nachtfotos sind doch typisch, die Eulen sind Nachttiere in soweit alles o.k. was man sehen kann. Da bist du ja mit wachen Augen unterwegs gewesen und reichlich dafür belohnt. Deine Eidechse ist eine Zauneidechse,du liegst richtig.Ich hatte einmal vom Männchen ein Foto machen können, die schillern grünlich, da dachte ich schon, ich hätte eine Smaragdeidechse gefunden. Eidechsenfotos machen zu können ist imemr sehr schwierig, deins ist super, ebenso der Trauerschweber.
Liebe Grüße
Edith

Lieselotte
18 Tage zuvor

Liebe Elke,
dem Bettelruf der Jungeulen folgt sicher ein “ reichgedeckter Tisch “ .Dein fotografierter Hauhechel Bläuling ist ein wunderschöner Schmetterling, eigentlich liebe ich alles, was auf deinem Blog so kreucht und fleucht.
Herzliche Grüße
Lieselotte

Silke - Miteinander-Bücher

Liebe Elke, was für tolle Beobachtungen du machen konntest. Ich bin sehr beeindruckt. Und wer weiß, vielleicht kommen sie ja nächstes Jahr wieder in euren Garten zum Brüten. Sie werden bemerkt haben, dass sie in eurem Garten zu Stars werden können.
Ganz herzliche Grüße
Silke

Pfälzerin
Pfälzerin
18 Tage zuvor

Liebe Elke, es war für Dich schön zu sehen wie die Eulen aufwachsen. Nun sind sie groß und gehen eigene Wege.
In der Natur kann man viel Schönes entdecken. Einen Bläuling zu fotografieren ist nicht leicht, denn er bleibt selten mal ruhig sitzen.
Liebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin

Karin Lissi Obendorfer
18 Tage zuvor

Dein Naturdonnerstag liebe Elke ist einfach umwerfend. Was du so alles wieder
entdeckt hast ist einfach etwas besonderes. Nicht immer müssen Fotos perfekt sein, mich faszinieren sie dennoch.
Schade, dass die Eulen nicht noch ein wenig in deinem Gartenreich zu Gast waren.
Sonnengrüße zu dir, Lissi

Karin Lissi Obendorfer
18 Tage zuvor
Reply to  Elke Heinze

Das wäre wunderbar, ich drücke dir die Daumen 🦉🦉

Violetta
19 Tage zuvor

Da hast Du uns wieder ein paar tolle Bilder geliefert liebe Elke. Waldohreulen…wußte gar nicht, daß es sowas gibt, Eulen ja, Wald ja, aber Waldohr?. Aber es gibt ja viel auf der Welt….Und auch Feldhasen wollen doch nur spielen
Eine gute Woche und alles Liebe
Violetta

Violetta
15 Tage zuvor
Reply to  Elke Heinze

Da war ich mit dem Lesen wohl etwas unaufmerksam…An Eulen konnte ich mich erinnern….ans Waldohr wohl nicht….ich bitte um Vergebung für die Unaufmerksamkeit.
Alles Liebe Violetta