Munroy Castle oder Gründliche Recherche ist alles

Munroy Castle oder Gründliche Recherche ist alles

Nach ewig langer Zeit tatsächlich mal wieder eine Mini-Kurzgeschichte auf der Basis der 3-Wort-Geschichten von mir. Vorgegeben waren: Geisterjäger, Grabgewölbe, Gabel. Im Forum der Schule des Schreibens war der kleine Gag am Ende kein Rätsel. Für Leser, die nicht selbst schreiben, könnte das eventuell anders sein. Traut euch also ruhig im Kommentar zu fragen, wenn euch etwas unklar bleibt.
Viel Spaß beim Lesen,
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Munroy Castle oder Gründliche Recherche ist alles

Was tut man nicht alles aus Liebe? Ich habe Phil auf einer Autorenlesung an der Uni kennengelernt. Phil ist gebürtiger Amerikaner, kam aber bereits als Kind nach Good Old Germany. Irgendwie ist die ganze Familie besessen von europäischer Historie, vor allem von allem Irrationalen und Mystischen. Als wir uns verlobten, musste ich ihm versprechen, dass wir unsere Hochzeitsnacht in einem englischen Spukschloss verbringen würden. Ein bisschen schräg fand ich das schon, aber warum nicht?

Die Hochzeitsreise führt uns über mehrere Bed & Breakfasts schließlich in den Norden des Landes, nach Munroy Castle. Als wir vor dem imposanten Gemäuer aus dem 13. Jahrhundert aus dem Auto steigen, fühlen wir uns tatsächlich ein wenig wie Geisterjäger.
„Jetzt schau dir das an, Baby!“ Phil stößt hörbar die Luft aus. „Der Wahnsinn – oder nicht?” Er macht eine komische, kleine Verbeugung.
“Mylady?” Er grinst übers ganze Gesicht und reicht mir seinen Arm.

Im Schloss werden wir bereits erwartet und dürfen uns umgehend einer Informationstour anschließen. Phil lauscht gespannt den Erzählungen, während ich den üppig blühenden Garten bewundere und ein Foto nach dem anderen mache. Es ist einfach himmlisch.

„Und jetzt betreten Sie bitte mit mir das Grabgewölbe der ersten Vorfahren der Familie Munroy. Bleiben sie dicht hinter mir.“ Mit unheilvoller Miene lotst uns unser Guide in ein sich kuppelförmig vor uns erhebendes Bauwerk. Einige ältere Damen zögern, Phil steht die Begeisterung ins Gesicht geschrieben. Es ist finster und kühl. Von der Decke hängen Spinnweben und einige ziehen unwillkürlich den Kopf ein.
„Ob es hier Ratten gibt?“ Eine Dame hinter mir scheint sich vor lebenden Tieren jedenfalls mehr zu fürchten als vor Geistern.

„Und hier, meine Damen und Herren stehen Sie nun im Allerheiligsten. Zu Ihren Füßen ruhen die Earls von Munroy und ihre Familienmitglieder. Und, so sagt man, auch die Gebeine von Mary, einer Geliebten von Peter Munroy, dem Begründer von Munroy Castle, und ihrem gemeinsamen Sohn. Er soll ihr die Ehe versprochen haben, doch dann heiratete er standesgemäß, wie zu erwarten war, und ließ Mary mit ihrem Bastard im Stich.“
„Oh!“ Einige der Damen seufzen.

„Mary ertrug die Schande nicht. Sie erstach den Säugling mit einer silbernen Gabel und ließ ihn dem Earl auf einem Tablett servieren, bevor sie sich mit Gift das Leben nahm.“ Der Guide hält mit wildem Blick eine altertümliche Gabel in die Luft, an deren Zinken noch Blut zu kleben scheint.
„Oh .. ah …“, tönt es von mehreren Seiten.

„Seitdem spukt Marys Geist …“
„Entschuldigung.“ Phil kann kaum an sich halten vor Lachen. „Wann, sagten Sie, hat sich diese Tragödie abgespielt?“
Irritiert sieht ihn der Guide an und antwortet nach einigem Zögern unwillig: „Äh, ja, das muss so ums Jahr 1238 gewesen sein.“

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Das Foto stammt von Grace ZHU by Unsplash. Das Bild stellt Eilean Donan Castle in Dornie / Schottland dar. Soweit ich weiß, ist es kein Spukschloss.

 

Zurück auf Anfang

Zurück auf Anfang

Back to the roots oder einfach zurück zu den Dingen, die sich bewährt haben. Nicht mehr verzetteln, sondern gucken, was gut war. Und das wiederaufleben lassen. Do von “Dies und Das” wundert sich, dass ich nichts mehr über mein Bullet Journal geschrieben habe. Die Erklärung ist einfach – wie schon im letzten Beitrag angedeutet – ich habe es schleifen lassen. Mit dem Newsletter dasselbe: Es gibt einfach nichts zu verschicken. Und durch das Theater mit der DSGVO habe ich mich nun auch entschieden, keine Newsletter mehr zu verschicken. Wer sich für mich und mein Tun interessiert, weiß, wo er / sie mich findet.

Sorry – keine Newsletter mehr

Zurück zum BuJo. Ich habe in den letzten Tagen wieder fleißig Tagebuch geschrieben – Gedanken, Listen … , aber alles ziemlich lieblos und dann auch noch mit dem billigen Füller, den ich mir kürzlich bei Rossmann mitgenommen hatte, weil der alte kaputt war. Die Feder kratzt aber, das geht gar nicht. Ein neuer ist unterwegs 😉 Na, jedenfalls – mein BuJo muss schön aussehen, sonst macht es keinen Spaß. Es müssen zwar keine Kunstwerke entstehen und auch nicht lauter Washi-Tapes und Aufkleber rein, aber doch irgendwie – schön! Vorhin habe ich mir mein allererstes BuJo noch mal angeguckt, den quietschgrünen Leuchtturm, den ich im August 2016 angefangen hatte, und muss sagen, er war der bislang gelungenste. Auch der beerenfarbene Nachfolger kann sich noch sehen lassen. Es macht Spaß darin zu blättern. Meine Filofaxversuche sind Vergangenheit, die losen Blätter habe ich zum Teil schon wieder entsorgt. Nachdem ich jetzt im Januar 2018 mit dem goldfarbenen Leuchtturm wieder auf die festen Bücher zurückgekommen bin, ist der Spaß daran irgendwann auf der Strecke geblieben. Das liegt aber nicht am Leuchtturm. Heute werde ich die nächste Woche vorbereiten, mit altbewährtem Layout, so wie ich es mir im Lauf der Jahre mehr oder weniger bei Kara Benz aka Boho Berry angelesen habe. Kara ist inzwischen sehr kommerziell geworden, deshalb war ich nicht mehr oft auf ihrem Blog, und habe mir auch keine Videos mehr angeguckt, aber was sie macht, macht sie gut.

Das Bujo werde ich auch für meinen Neustart mit der FlyLady (Marla Cilley) heranziehen. Unser Haus ist groß, der Garten ist groß und ich fühle mich oft überfordert. Anders als früher, als ich den ganzen Kram noch neben Beruf und Kindern erledigt habe, bleibt inzwischen vieles liegen (okay, früher hatte ich auch hin und wieder eine Putzfrau, und der Garten war kein Garten.). Obwohl ich manches am FlyLady-Programm albern finde – ich werde garantiert im Haus keine Schnürschuhe tragen! – ist ihr System gut durchdacht. Ich habe wieder mit entrümpeln angefangen und unser Haus in Putz-Zonen aufgeteilt. Ich glaube, wenn ich das konsequent durchziehe, wird es irgendwann wirklich einfacher. Heute habe ich mit Zone 1 angefangen, das ist für mich der Eingangsbereich mit Vorflur, Treppe ins Obergeschoss, Diele und Gästeklo. Man soll zwar nur mit Mini-Schritten (Babysteps) anfangen, also am Anfang nicht mehr als 15 Minuten aufwenden, aber das klappt bei mir nicht. Und es war für mich in Ordnung, eine ganze Stunde lang zu putzen und aufzuräumen. Jetzt bin ich zufrieden – für’s Erste 😉 Der Vorgarten gehört auch zur Zone 1, aber man hat pro Zone eine Woche Zeit, die allerdings montags anfängt. Mir bleibt diese Woche nur der morgige Samstag. Aber so eng muss man das ja auch nicht sehen. Ich werde mich nicht sklavisch an diesen Plan halten. Zumal eines auch etwas albern klingt. Wenn da beispielsweise steht: “Sobald meine Füße nach dem Aufstehen den Boden berühren, ziehe ich mich von Kopf bis Fuß an. Dann gehe ich Zähne putzen” .. hä??? Also, wenn ICH aufstehe, geh ich aufs Klo, dann unter die Dusche und alles weitere, bevor ich mich schließlich anziehe – ohne Schnürschuhe. Aber wenn FlyLady von Hausfrauen schreibt, die bis zum Mittagessen im Schlafanzug herumlaufen, sind das vermutlich amerikanische Verhältnisse. Marlas Buch gibt es auch in einer deutschen Übersetzung “Die Magische Küchenspüle”.

Wichtig ist, dass man sich bei aller Organisation Freiräume schafft. Und das will ich nun wieder konsequent tun, um zu schreiben, Sport zu machen und anderes, was mir guttut. Ich bin tatsächlich ein bisschen in diesen Zustand verfallen, in dem man zu nichts mehr Lust hat, weil sich alles mögliche auftürmt und man tausend Ausreden findet, bevor man loslegt. Ein Zeitfresser ist zweifellos das Internet. Im Moment bin ich viel in der WeightWatchers Community unterwegs. Das muss wieder aufhören. Facebook und Instagramm benötigen dagegen kaum Zeit, weil ich da oft nur mal schnell gucke und wieder verschwinde. Anders dieser Blog und natürlich der Mainzauber-Blog. Schreiben, Fotos bearbeiten, andere Blogs besuchen, kommentieren – es ist der Wahnsinn. Ich denke, ich werde mir auch dafür Zeiteinheiten einräumen, und wenn die um sind, dann ist Schluss. So wie jetzt. Bis bald mal wieder ………………

Der Anfang ist gemacht, nicht sehr künstlerisch aber immerhin 😉

 

Quo vadis, Elke?

Quo vadis, Elke?

Tja, wohin denn nun? Diese Frage stelle ich mir mit schöner Regelmäßigkeit immer wieder. Fakt ist, ich habe seit Ende November eine Schreibblockade. Wobei ich nicht sicher bin, ob der Begriff richtig ist. Auf jeden Fall Schreibunlust – kurz, irgendwie ist die Luft raus. An sich kein Drama, ich muss nicht vom Schreiben leben. Aber es geht mir auch mit dem  Bloggen nicht viel anders, mach ich zwar, aber doch oft lustlos – vom Bullet Journaling ganz zu schweigen. Und irgendwie gefällt mir dieser Zustand nicht. Manchmal habe ich das Gefühl – ach was, ich weiß, dass es so ist – dass ich mich zwischen den vielen Möglichkeiten, die habe, einfach nicht entscheiden kann. Ich glaube, dass ich damit aber nicht alleine bin. Wenn ich mich nicht irre, gibt es sogar ein Buch – mindestens eins – das dieses Luxusproblem thematisiert. Genau, es heißt “Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast”. Stellt sich natürlich die Frage, ob das für jemanden in meinem fortgeschrittenen Alter noch Sinn macht. Aber vielleicht sogar gerade dann? Sollte man sich mit fünfundsechzig eher fokussieren oder einfach alles (mit-)nehmen, wie es gerade kommt?

Also jedenfalls habe ich mich heute hingesetzt und mir endlich mal wieder mein BuJo vorgenommen, ein April Review geschrieben – Moment … das geht auch auf deutsch … Also einen Aprilrückblick geschrieben und den Mai angelegt. Meine aktuelle Inspirationsquelle ist William Hannah aus England, der auf Instagram täglich ein Zitat und seine Gedanken dazu postet. Der Mann stellt traumhaft schöne Notebooks im Discboundsystem her, tolle Lederauswahl. Aber Ringbuch oder Discbound sind für mich ja abgehakt, auch wenn ich bei diesen Notebooks schwach werden könnte. Ich bleibe definitiv dem Leuchtturm 1917 und dem Cover von StartBay Notebooks treu. Allerdings hat’s mich dann doch gejuckt und ich musste mal wieder bei Startbay vorbeischauen, die ja eine eher bescheidene Lederauswahl haben. Und es kam, wie es kommen musste, es gibt ein nagelneues Cover in Grün und einer Art Jugendstildekor. ………… Wenn’s angekommen ist, zeig ich es euch 😉

Wenn ich darüber nachdenke, wofür ich mich in den letzten zwölf Monaten so begeistert habe, gibt es einiges, woran anzuknüpfen sich lohnen könnte. Ob Selbstorganisation mit der Flylady, Morgenroutine mit Hal Elrod oder eben das regelmäßige (Tagebuch-) Schreiben … das alles macht schon Sinn. Man müsste es nur in sinnvolle Bahnen lenken, die mich nicht überfordern. Und mich davon abhalten, mich ständig für etwas anderes zu interessieren. Nur bin ich dummerweise offenbar nicht für dafür gemacht, konsequent einem einmal eingeschlagenen Weg dauerhaft zu folgen. Wer will auch seine Spüle polieren (Flylady), wenn draußen der Garten lockt, oder um 5 Uhr aufstehen, wenn man als Eule nie vor Mitternacht ins Bett geht? An sich könnte ich doch auch mal so einen Ratgeber schreiben *lol*.

Nein, im Ernst jetzt: Das Bullet Journaling wird wieder aufgenommen. Davon verspreche ich mir den größten Nutzen. Es kann mir schon helfen, Klarheit zu gewinnen, was ich will und was mir Spaß macht. Und es könnte mich zu größerer Konsequenz anhalten bei den Vorhaben, die ich dann als wirklich wichtig erachte. Mit der Ernährungsumstellung nach Weight Watchers klappt das seit Ende Januar ja doch ganz gut, wobei ich auch da seit dem Urlaub ein bisschen mit dem Schludern angefangen habe. Aber Fitness, Abnehmen und Gesundheit – das sind schon Themen, die mir wirklich am Herzen liegen.

Übrigens – nicht jeder wird sich zu seinem Bullet Journal Notizbuch ein teures Ledercover leisten wollen – ich bin da schon ein bisschen verrückt – aber die meisten kommen am Leuchtturm 1917 nicht vorbei. Im letzten Jahr hatte ich mir aus der 100 Jahre Sonderedition ein Buch mit Metalliccover gekauft, das ich derzeit auch noch benutze, aber auch hier gibt es etwas Neues: Vier neue Cover mit der Prägung eines deutschen Begriffes, der als Lehnwort in andere Sprachen übergegangen ist. Was immerhin relativ selten vorkommt. Die Begriffe sind: Fernweh, Sehnsucht, Wanderlust und Zeitgeist. Alle Cover sind in tollen Blautönen gehalten. Finde ich grundsätzlich ja sehr schön, passt aber nicht so gut zu dem neuen, grünen StartBay Ledercover. Also da muss ich erst noch drüber nachdenken. Schon wieder so ein Luxusproblem!

Okay, das Luxusweib macht hier mal Schluss und versucht, doch noch vor Mitternacht ins Bett zu kommen. Wobei da vorhin eine Ameise reinkrabbeln wollte, keine so tolle Vorstellung. Aber ich habe sie erwischt.

(Das Beitragsheaderbild entstand mit Hilfe eines Fotos von: https://unsplash.com/@kendall3lane – danke.)

 

Gesund sein – gesund bleiben / Teil 3

Gesund sein – gesund bleiben / Teil 3

Gesunde Ernährung / Teil 3 – Fette

Wenden wir uns heute einmal den Fetten und Ölen zu. Auch hier geht es ähnlich wie bei den Kohlenhydraten darum, dass Fett nicht grundsätzlich gleich Fett ist. Zwar haben sämtliche Fette die gleichen Mengen an Kalorien (ca. 9 kcal), aber trotzdem unterschiedliche Wertigkeiten. Fette bauen sich aus Fettsäuren auf. Bei diesen Fettsäuren unterscheidet man gesättigte Fettsäuren, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Bis vor kurzem galt die Faustregel, dass man Nahrungsmittel bevorzugen sollte, die möglichst einfach ungesättigte oder besser noch mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten. Das sind vor allem viele pflanzliche Fette. Sie sollten sich im Gegensatz zu den gesättigten Fettsäuren positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken.

Dann gelangte aber plötzlich das Kokosöl oder Kokosfett ins Zentrum der Aufmerksamkeit, und Kokosfett besteht vorwiegend aus gesättigten Fettsäuren. Was nun? Man hat wieder einmal erkannt, dass die Dinge alle nicht so ganz einfach sind. Das ist etwas, das sich in der Ernährungslehre in den letzten Jahrzehnten immer wieder bewahrheitet hat. Es gab immer wieder Theorien, die eben noch als der Weisheit letzter Schluss galten und gleich darauf wieder verworfen wurden. Zum Kokosöl gibt es nach wie vor sehr unterschiedliche Ansichten, wobei die negativen Bewertungen zum Teil auch auf Kampagnen der Soja-Öl-Industrie zurückzuführen sind. Aber dort, wo das Kokosöl seit Jahrhunderten ein Hauptbestandteil der Nahrung darstellte, gibt es oder gab es zumindest selten Herzerkrankungen und Übergewicht. Erst mit der Einführung industriell stark verarbeiteter Nahrungsmittel hat sich das geändert.

Es gibt auch noch den Begriff der essentiellen Fettsäuren. Dazu gehören die Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren, die unserem Körper von außen zugeführt werden müssen. Sie gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Man findet sie vor allen Dingen in Nüssen und Samen, aber auch in fettreichen Fischsorten wie z.B. dem Lachs.

Es ist ganz interessant, sich einmal ein paar Jahrzehnte zurückzuerinnern. In den 1970er Jahren kam plötzlich in den USA die Atkins-Diät auf. Bei uns konnte sich kaum jemand vorstellen, dass diese Art der Ernährung mit sehr viel Fett und Proteinen, aber kaum Kohlenhydraten, gesund sein sollte. Heute kennt man eine ähnliche Ernährungsweise als Low Carb – Diät und sie ist weit weniger umstritten. Auch das aktuelle Weight Watchers Programm baut im Prinzip darauf auf. Vor allem die neueste Version, die sich im Augenblick „Your Way“ nennt, bewertet viele Lebensmittel mit hohem Proteingehalt und hohem Fettgehalt mit 0 Punkten. Das führt allerdings dazu, dass manche Teilnehmer sich vorwiegend von diesen sogenannten Zero-Points Lebensmitteln ernähren, also unentwegt Quark, Joghurt, Hühnchen oder fetten Lachs zu sich nehmen und auf Kohlenhydrate ganz verzichten. Die werden allenfalls als Obst verputzt, das wiederum viel Zucker enthält. Das kann ganz bestimmt nicht gut sein, wenn man sich den Kaloriengehalt von z.B. fettreichem  Fisch wie Lachs oder eben von Weintrauben etc. ansieht. Doch Weight Watchers zählt keine Kalorien. Aber genau diese Teilnehmer beschweren sich dann bitter darüber, dass sie mit dem Programm nicht abnehmen. Wen wundert es? Aber auch Dr. Atkins hat seinerzeit schon darauf hingewiesen, dass sein Programm “keine Lizenz zum Vollstopfen” sei. Es ist die Krux vieler Diäten, und das gilt eben auch für das Weight Watchers Programm, dass viele Dinge falsch verstanden werden können. Umso wichtiger ist es für Menschen mit Essstörungen, dass Sie sich sehr genau mit ihrer Ernährung auseinandersetzen. Das Gleiche gilt natürlich auch für Menschen, die gesundheitliche Probleme haben, seien es Allergien oder bestimmte Erkrankungen, und deshalb auf ihre Ernährung achten müssen.

Links:

1) Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung zeigt auf ihrer Seite allerdings auch bis heute noch das klassische Schema, das die kohlenhydratreiche Ernährung bevorzugt: https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/ernaehrungskreis/ Und das ist vermutlich für den gesunden Menschen ohne Eßstörungen oder Allergien auch gar nicht verkehrt.

2) Pressemitteilung der DGE ( Deutsche Gesellschaft für Ernährung): https://www.dge.de/presse/pm/regelmaessig-fisch-auf-den-tisch/

An sich müsste man gesunde Ernährung zum Schulpflichtfach machen. Wenn man bedenkt, wie viele Erkrankungen als Folge falscher Ernährung auftreten, wie viele Medikamente gegen Bluthochdruck und / oder Diabetes (Altersdiabetes bzw. Diabetes Typ 2) verordnet und geschluckt werden, wo die richtige Ernährung und Bewegung durchaus auch helfen könnten, ist das schon eine Überlegung wert. Heute (5.4.18) fand ich in der Frankfurter Rundschau gleich mehrere Artikel zum Thema Zucker und Coca-Cola. Ich will mich hier nicht darüber auslassen, aber es wäre überaus nützlich, wenn manchen Auswüchsen der Nahrungsmittelindustrie Einhalt geboten würde.

Meine Beiträge können und wollen nur Anstöße zum Nachdenken sein und sind niemals allumfassend. Aber es gibt heutzutage so viele Möglichkeiten sich zu informieren, dass man davon unbedingt Gebrauch machen sollte.

Wird fortgesetzt …

 

Kleines Haiku

Kleines Haiku

Oft schreibe ich sie nicht mehr, die kleinen Gedichte mit der Silbenfolge 5-7-5. Aber im Forum der Schule des Schreibens sind sie immer gefragt. Und da ich mich auch dort im Moment sehr rar mache – Studium ist ja beendet – habe ich mich zu Ostern mal wieder gemeldet.

Zwischen Müll und Dreck
kleine Blüten am Bahndamm
künden vom Frühling.


Die Idee dazu kam mir tatsächlich bei einem Spaziergang, den ich in den letzten Tagen gemacht habe, immer auf der Suche nach dem Frühling 😉 Ich finde es immer wieder furchtbar, wie gedankenlos die Leute heutzutage ihren Dreck überall verteilen. Egal wo man läuft, ständig findet man Unrat. Und es wundert einen wirklich, dass sich dann doch auch die Natur wieder durchsetzt.
Gestern am Karfreitag und heute hatten wir in Frankfurt richtig schönes, warmes Wetter. Scheint wohl doch allmählich etwas werden zu wollen mit dem Frühling. Es wird auch langsam Zeit. Ich hoffe, dass dann bei mir endlich auch die Lust am Schreiben zurückkommt. Ich brauche einfach das Licht – das natürliche Licht der Sonne – um kreativ zu werden. Andere können vielleicht gerade in der dunklen Jahreszeit gut schreiben, weil es da keine anderen Ablenkungen gibt. Aber das ist bei mir definitiv nicht der Fall.

Jetzt möchte ich auch diesem Blog meinen Leserinnen und Lesern noch ein fröhliches Osterfest wünschen. Und ich hoffe, ich habe bald wieder mehr zu bieten und auch das Foto da oben mit der Mütze müsste ja dringend mal erneuert werden .