Nun habe ich im Garten doch noch ein außergewöhnliches Blatt für Juttas Projekt „Wochenblatt“ gefunden. Außergewöhnlich vor allem aufgrund der Größe. Die ganze Pflanze – die Kermesbeere (Phytolacca acinosa) – ist eine ziemlich große und auffällige Staude. In den letzten Jahren tauchte sie regelmäßig unter der Tanne im Schatten auf. Da dort sonst fast nichts wächst, habe ich sie wachsen lassen, aber im Herbst dann meistens entfernt, als es immer mehr Pflanzen wurden. Sie gilt bei uns als invasiv. Und ich denke, das ist sie auch. An derselben Stelle sollen sich eigentlich meine Herbstanemonen wohlfühlen. In diesem Jahr ist sie dann ein paar Zentimeter weiter jenseits des Zauns beim Nachbarn aufgetaucht. Ich bin gespannt, ob sie in den nächsten Jahren den Weg zurück findet.
Kermesbeere (Phytolacca acinosa)
Vor allem die Unterseiten der Blätter werden durch stark ausgeprägte Blattadern zu einem interessanten Fotomotiv.
Aber am besten lässt dich diese Pflanze mit dem Erscheinen ihrer Blüten bzw. ihres Fruchtstandes identifizieren. Bis hundert gestielte oder ungestielte helle Blüten stehen in endständigen, kerzenähnlichen Blütenständen zusammen. Die späteren Früchte sind auffallend rot bis schwarz gefärbt. Sie gelten als giftig, obwohl Phytolacca acinosa auch als Essbare Kermesbeere bezeichnet wird. Die Konzentration der giftigen Inhaltsstoffe nimmt wie folgt ab: Wurzel, Blatt, Stamm, Frucht unreif, Frucht reif. Wegen der Giftstoffe müssen nahrungsmitteltaugliche Produkte der Kermesbeeren behandelt oder entsprechend zubereitet werden. Die Beeren enthalten dunkelroten bis schwarzen Farbstoff aus der Gruppe der Betacyane (Phytolaccarot), ähnlich dem der Roten Bete. Sie wurden früher zum Färben von Rotwein, Likör sowie Gebäck verwendet.
spannend! besonders wenn die beeren so tiefdunkellila werden ist die kermesbeere eine beeindruckende schönheit. dass sie trotz ihrer giftigen inhaltsstoffe zum färben von wein u.a. verwendet wurde, wusste ich nicht. gestern sah ich gerade in einem verwilderten kleingarten ein exemplar, über das ich mich freute, weil die pflanze doch recht selten anzutreffen ist.
liebe grüße
mano
Liebe Elke,
ja, die Pflanze ist schön und besonders die Beeren sehen schön aus, aber, es ist eine Wucherpflanze. Wenn man sie nicht beizeiten in Schach hält wirds einfach zu viel.
Liebe Grüße
Edith
Das ist richtig.
Liebe Elke,
was für eine tolle, außergewöhnliche Pflanze! Die Fruchtstände sehen sehr interessant aus, klasse!
Zu deiner Frage bei mir: Nein, mein Kontingent ist nicht aufgebraucht. Es ist nervig, wenn es beim Posterstellen nicht flutscht.
Hab eine gute neue Woche!
Liebe Grüße
Ingrid
Hm, aber irgendeine Ursache muss es ja haben.
Liebe Elke,
wieder etwas dazu gelernt. Die Kermesbeere kannte ich bisher noch nicht. Deine Beschreibung dazu finde ich sehr interessant. Die Blüten sind sehr auffällig!
Liebe Grüße zu dir
Lieselotte
Dann schau dir mal die Fruchtstände an:
Einfach toll !
LG
Liebe Elke, die Kermesbeere schätze ich sehr, sie wächst bei uns an Stellen, die ansonsten schwierig zu bepflanzen sind. Die Vorbesitzer unseres Anwesens haben da alles Mögliche eingegraben, Steine, Grundmauern eines alten Stalles u.s.w. Wir haben da schon sehr interessante Ausgrabungen gemacht. Zur Ausbreitung der Beere tragen hier vor allem Rotschwänzchen bei, sie sind regelrecht süchtig nach den schönen schwarz – roten Beeren. Die Sämlinge gehen dann genau da auf, wo die Vögel sich am liebsten aufhalten, praktischerweise am Gehölzrand und am Zaun. Bestimmt tauchen auch bei dir wieder Sämlinge auf, die Vögel werden schon dafür sorgen. Der Standort passt… Weiterlesen »
Interessante Beobachtung, liebe Inge. Da hinten unter der Tanne ist auch bei uns Rotkehlchen- und Rotschwänzchenrevier.
Du kannst bei euch also archäologische Ausgrabungen machen? Sehr spannend 😉.
Liebe Elke, ich habe diese Pflanze noch nie bewusst wahrgenommen. Künftig werde ich genauer hinschauen. Vielen Dank für die Vorstellung!
Ingrid, die Pfälzerin wünscht Dir einen schönen Sonntag
In der freien Natur werden sie selten zu finden sein. Am ehesten vermutlich an Waldrändern und solchen Stellen, wo die Leute schon mal ihre Gartenabfälle entsorgen.
Liebe Elke,
wunderschön hast du die Blätter der Kermesbeere fotografiert. Ich hatte sie mal im elterlichen Garten. Seitdem habe ich sie nicht mehr gesehen.
Ich habe auch noch ein paar schöne Blümchen für dich.
Liebe Grüße
Jutta
Oh wie schön, du bist ja heute überaus fleißig. Habe gerade schon mal kurz gelunzt und komme gleich nochmal wieder. Bei uns ist es immer noch schwül, aber jetzt bedeckt sich der Himmel auch. Mal sehen, was das wird.- Dein Logo für das Projekt sieht richtig chic aus.
Ich glaube nicht, dass ich diese Staude schon mal gesehen habe. Die markanten Blattadern wären mir im Gedächtnis geblieben. Invasiv zwar, aber imposant muss sie auch aussehen.
Herzlich, do
Oh ja, sie sieht schon toll aus, vor allem wenn sie sich dann noch mit den dunkelroten Beeren schmückt. Aber auch mit den Blütenständen wie im Moment macht sie schon Eindruck.