Zwischen Selzer Brunnen und Grill’schem Altarm

Ziemlich trüb war es heute wieder und auch regnerisch. Aber ich bin dann doch mal mit der Kamera losgezogen, um wenigstens ein bisschen Frischluft zu schnappen. Mit dem Auto ging es bis Nied-Neufeld. Dort in der alten Eisenbahnersiedlung habe ich geparkt und bin zur Nidda runter gelaufen. Heute wollte ich endlich an die Stelle, an der das Sossenheimer Wehr zurückgebaut und der Grill’sche Altarm an die Nidda angeschlossen wird.


Die Nidda sieht hier, vor allem um diese Jahreszeit, ziemlich langweilig aus. Es gab ein paar Entchen. Das war aber auch alles. Rechts kam dann der erste Altarm und dort fand ich immerhin ein Schwanenpaar vor. Und Nilgänse  – was sonst? Die schwammen direkt auf mich zu und machen einen Mordskrach. War das Angriffslust? Ich habe den Rückzug angetreten.

Was mir bei diesen beiden Nilgänsen besonders auffällt, das ist die schwarze Zeichnung oben auf dem Schnabel – ein schwarzer Balken, wie mit dem Lineal gezogen und aufgemalt. Das habe ich vorher so extrem noch nie gesehen. Könnte das eventuell tatsächlich eine von Menschenhand aufgebrachte Kennzeichnung sein?

Ende – Gelände! Weiter geht es erstmal nicht. Es sei denn, man stapft links außen herum durch den Matsch. Habe ich natürlich gemacht. Aber dann setzte Nieselregen ein. Schirm hatte ich keinen dabei, aber eine wasserfeste Kamera. Dachte ich. Bis mir einfiel, dass das Leichtgewicht um meinen Hals nicht die Oly war, sondern die PEN-F. Aber wenigstens mit dem wasserdichten Objektiv. Ich bin dann aber trotzdem wieder ‚zurick ibber die Brick‚.

Hier rauscht es ganz ordentlich. Das Wasser, das weiter oberhalb Richtung Rödelheim aus der Nidda in den Grill’schen Altarm umgeleitet wird, fließt hier in den Fluss zurück. Das Wehr ist bereits Geschichte, soweit ich gesehen habe. Nur die Fußgängerbrücke existiert noch. Aber die wird wohl auch noch abgerissen und ersetzt, wie in Höchst unten beim ehemaligen Wehr auch.

Zurück ging es durch den Niedwald, wo bereits der erste Bärlauch sprießt und eine Ringeltaube genüsslich die Früchte des Efeus verspeiste. Von der Rückseite habe ich einen Trampelpfad zum ersten Altarm entdeckt. Die Schwäne hatten sich jetzt auf ihre Brutinsel zurückgezogen. Aber gebrütet wird wohl noch nicht, was bei dem vielen Wasser auch sehr vernünftig ist.

Durch die Siedlung ‚Am Selzerbrunnen‘ ging es hinter den Häusern durch kleine Gärten wieder zum Auto zurück. Die Siedlung hinterlässt bei mir immer einen sehr strengen, fast abweisenden Eindruck. Zu den Straßen hin gibt es so gut wie keine Vorgärten. Hintenraus dürfen sich die Leute dann austoben. Das ist in Sindlingen ganz anders. Die Vorgärten der dortigen Ferdinand-Hofmann-Siedlung sind ein Traum mit ihren blühenden Sträuchern und Bäumen.

Der namengebende Selzerbrunnen – nicht so wirklich attraktiv und auch ziemlich finster gelegen. In heißen Sommern aber sicher ein angenehm kühles Fleckchen. Das Wasser ist trinkbar, aber ziemlich schwefelhaltig.

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  1. Liebe Elke, Ich wies nicht, wieso czoczo.de deine Kommentare im Spam-Ordner immer verfrachtet. SORRY, aber ich hab rechtzeitig gemerkt und…

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Karin Lissi Obendorfer
1 Jahr zuvor

Ein wunderbarer Tagesausflug liebe Elke, danke fürs Mitnehmen.
Das letzte Foto mit dem Meischen hat mir natürlich als Tierfreund am besten gefallen.
Liebe Grüße zu dir von mir, Lissi

Edith
1 Jahr zuvor

Liebe Elke,
da hast du bei deiner Wanderung ja doch viel entdeckt, dass der Bärlauch auch schon so weit ist,da bin ich ganz erstaunt. Meinst du, die Nilgänse lassen sich von Menschenhand verunstalten, Strich aufm Schnabel??
Lieber Gruß
Edith

Jutta
1 Jahr zuvor

Einen Rundgang hätte ich heute auch gerne gemacht, liebe Elke. Aber ich war nur schnell einkaufen, denn es hat schon wieder geregnet. Hast ja wenigsten doch ein paar schöne Fotos machen können. Viel findet man aber nach wie vor nicht. Meine Bilder für das Projekt habe ich zusammen. Ich habe sie alle im Chinesischen Garten gemacht. Da ich kein Auto habe, ist ja mein Betätigungsfeld eh etwas eingeschränkt. So habe ich mir überlegt, dass ich auch in Zukunft – wenn es von der Aufgabe her möglich ist – meine 7 Fotos immer in einem bestimmten Bereich machen werden, z. B.… Weiterlesen »

Elke
Reply to  Jutta
1 Jahr zuvor

Ich habe mich noch gar nicht so richtig mit den Projektfotos beschäftigt, weil mich das Thema nicht reizt. Wenn es bei einem Motiv sinnvoll ist, dann wende ich die Regel an, wenn nicht, dann nicht. Ich glaube, ich bezweifle gerade, ob das Projekt für mich wirklich das richtige ist. Anregung gerne, aber dann diese sieben Fotos wieder in einem bestimmten Zeitrahmen zu erstellen, kommt mir so erzwungen vor. Im Moment habe ich bei diesem Wetter oft gar keine Lust zu fotografieren und wenn es schön, dann sind es doch wieder die Naturfotos, auf die ich am meisten Lust habe. Na… Weiterlesen »

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