Nach dem Urlaub

Nach dem Urlaub

Nach dem Urlaub fällt es nicht ganz leicht, wieder in die Schreibroutine zurückzufinden. Der Garten ist in der Zwischenzeit geradezu explodiert, und obwohl das Wetter nicht berauschend ist, zieht es mich eher nach draußen als an den Schreibtisch. Vielleicht habe ich auch deshalb die Startseite überarbeitet und aus der Schreibmaschine sprießt das Grün. Im Urlaub selbst habe ich wieder mit Begeisterung fotografiert. So kommt gerade wieder der Gedanke auf, beides miteinander zu verbinden. Eichhörnchen toben durch den Garten. Da liegt die Idee nah, mal ein Garten-/Eichhörnchenbuch zu schreiben. Zumal das erste Buch, das ich als Kind gelesen habe, tatsächlich von Eichhörnchen handelte. Ich kann mich bis heute gut daran erinnern.

Obwohl ich den nächsten Krimi bereits angefangen habe, juckt es mich schon in den Fingern, etwas ganz anderes zu schreiben. Ideen habe ich viele, die Entscheidung fällt schwer. Die Schule des Schreibens bietet neuerdings Aufbaukurse an, mit denen man einzelne Genres vertiefen kann. Das könnte mich noch mal reizen. Aber auch hier bin ich mir nicht sicher, was ich gerne belegen würde. Bin ich der Typ für Frauenromane? Für Liebesromane? Für Sci-Fi oder Fantasy? Am ehestens noch Historische Romane und ja, vielleicht auch Fantasy. Na, die Studienanmeldung habe ich mir gerade mal ausgedruckt.

Selfpublishing mit BoD

Selfpublishing mit BoD

Heute gab es, von der Schule des Schreibens initiiert, ein Webinar zum Thema Ebook mit BoD (Books on Demand) veröffentlichen. Das war insofern recht interessant, als BoD einen Online Ebook Creator zur Verfügung stellt, der das Erstellen recht komfortabel erscheinen lässt. Da finde ich das Angebot bei Amazon schon ein bisschen rückständig. Allerdings beherrsche ich bis heute die Arbeit mit Papyrus Autor nicht wirklich, obwohl ich dieses Programm schon seit Jahren auf dem PC habe. Vermutlich sollte ich mich damit endlich mal richtig gründlich beschäftigen, bevor ich wieder ins Camp NaNoWriMo einsteige, wie ich es mir für den Juli vorgenommen habe. Allmählich reizt es mich doch wieder, meine im November mit viel Begeisterung und Schreibeinsatz begonnene Dystopie zu vollenden. Steht das Buch mit Papyrus, so sollte der Rest so schwierig nicht mehr sein, egal mit welchem Verein.

Reizen könnten mich an BoD allerdings die Vertriebswege. Amazon ist Amazon und Schluss. Und das ist doch ein bisschen wenig, wie ich auch hier immer wieder feststelle. Mit BoD wären die E-Books auf dem Tolino lesbar – dafür allerdings nicht auf dem Kindle – und die Printausgaben mit ordentlicher ISBN auch im Buchhandel verfügbar. Zumindest wenn sich dort jemand dafür interessieren würde. Bislang verkaufen sich eigentlich nur die E-Books gut. Aber was mache ich mir heute darüber Gedanken? Erstmal muss wieder was fertig werden.

Bildquelle: Danke an httpss://unsplash.com/@brookelark

Munroy Castle oder Gründliche Recherche ist alles

Munroy Castle oder Gründliche Recherche ist alles

Nach ewig langer Zeit tatsächlich mal wieder eine Mini-Kurzgeschichte auf der Basis der 3-Wort-Geschichten von mir. Vorgegeben waren: Geisterjäger, Grabgewölbe, Gabel. Im Forum der Schule des Schreibens war der kleine Gag am Ende kein Rätsel. Für Leser, die nicht selbst schreiben, könnte das eventuell anders sein. Traut euch also ruhig im Kommentar zu fragen, wenn euch etwas unklar bleibt.
Viel Spaß beim Lesen,
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Munroy Castle oder Gründliche Recherche ist alles

Was tut man nicht alles aus Liebe? Ich habe Phil auf einer Autorenlesung an der Uni kennengelernt. Phil ist gebürtiger Amerikaner, kam aber bereits als Kind nach Good Old Germany. Irgendwie ist die ganze Familie besessen von europäischer Historie, vor allem von allem Irrationalen und Mystischen. Als wir uns verlobten, musste ich ihm versprechen, dass wir unsere Hochzeitsnacht in einem englischen Spukschloss verbringen würden. Ein bisschen schräg fand ich das schon, aber warum nicht?

Die Hochzeitsreise führt uns über mehrere Bed & Breakfasts schließlich in den Norden des Landes, nach Munroy Castle. Als wir vor dem imposanten Gemäuer aus dem 13. Jahrhundert aus dem Auto steigen, fühlen wir uns tatsächlich ein wenig wie Geisterjäger.
„Jetzt schau dir das an, Baby!“ Phil stößt hörbar die Luft aus. „Der Wahnsinn – oder nicht?” Er macht eine komische, kleine Verbeugung.
“Mylady?” Er grinst übers ganze Gesicht und reicht mir seinen Arm.

Im Schloss werden wir bereits erwartet und dürfen uns umgehend einer Informationstour anschließen. Phil lauscht gespannt den Erzählungen, während ich den üppig blühenden Garten bewundere und ein Foto nach dem anderen mache. Es ist einfach himmlisch.

„Und jetzt betreten Sie bitte mit mir das Grabgewölbe der ersten Vorfahren der Familie Munroy. Bleiben sie dicht hinter mir.“ Mit unheilvoller Miene lotst uns unser Guide in ein sich kuppelförmig vor uns erhebendes Bauwerk. Einige ältere Damen zögern, Phil steht die Begeisterung ins Gesicht geschrieben. Es ist finster und kühl. Von der Decke hängen Spinnweben und einige ziehen unwillkürlich den Kopf ein.
„Ob es hier Ratten gibt?“ Eine Dame hinter mir scheint sich vor lebenden Tieren jedenfalls mehr zu fürchten als vor Geistern.

„Und hier, meine Damen und Herren stehen Sie nun im Allerheiligsten. Zu Ihren Füßen ruhen die Earls von Munroy und ihre Familienmitglieder. Und, so sagt man, auch die Gebeine von Mary, einer Geliebten von Peter Munroy, dem Begründer von Munroy Castle, und ihrem gemeinsamen Sohn. Er soll ihr die Ehe versprochen haben, doch dann heiratete er standesgemäß, wie zu erwarten war, und ließ Mary mit ihrem Bastard im Stich.“
„Oh!“ Einige der Damen seufzen.

„Mary ertrug die Schande nicht. Sie erstach den Säugling mit einer silbernen Gabel und ließ ihn dem Earl auf einem Tablett servieren, bevor sie sich mit Gift das Leben nahm.“ Der Guide hält mit wildem Blick eine altertümliche Gabel in die Luft, an deren Zinken noch Blut zu kleben scheint.
„Oh .. ah …“, tönt es von mehreren Seiten.

„Seitdem spukt Marys Geist …“
„Entschuldigung.“ Phil kann kaum an sich halten vor Lachen. „Wann, sagten Sie, hat sich diese Tragödie abgespielt?“
Irritiert sieht ihn der Guide an und antwortet nach einigem Zögern unwillig: „Äh, ja, das muss so ums Jahr 1238 gewesen sein.“

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Das Foto stammt von Grace ZHU by Unsplash. Das Bild stellt Eilean Donan Castle in Dornie / Schottland dar. Soweit ich weiß, ist es kein Spukschloss.

 

Quo vadis, Elke?

Quo vadis, Elke?

Tja, wohin denn nun? Diese Frage stelle ich mir mit schöner Regelmäßigkeit immer wieder. Fakt ist, ich habe seit Ende November eine Schreibblockade. Wobei ich nicht sicher bin, ob der Begriff richtig ist. Auf jeden Fall Schreibunlust – kurz, irgendwie ist die Luft raus. An sich kein Drama, ich muss nicht vom Schreiben leben. Aber es geht mir auch mit dem  Bloggen nicht viel anders, mach ich zwar, aber doch oft lustlos – vom Bullet Journaling ganz zu schweigen. Und irgendwie gefällt mir dieser Zustand nicht. Manchmal habe ich das Gefühl – ach was, ich weiß, dass es so ist – dass ich mich zwischen den vielen Möglichkeiten, die habe, einfach nicht entscheiden kann. Ich glaube, dass ich damit aber nicht alleine bin. Wenn ich mich nicht irre, gibt es sogar ein Buch – mindestens eins – das dieses Luxusproblem thematisiert. Genau, es heißt “Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast”. Stellt sich natürlich die Frage, ob das für jemanden in meinem fortgeschrittenen Alter noch Sinn macht. Aber vielleicht sogar gerade dann? Sollte man sich mit fünfundsechzig eher fokussieren oder einfach alles (mit-)nehmen, wie es gerade kommt?

Also jedenfalls habe ich mich heute hingesetzt und mir endlich mal wieder mein BuJo vorgenommen, ein April Review geschrieben – Moment … das geht auch auf deutsch … Also einen Aprilrückblick geschrieben und den Mai angelegt. Meine aktuelle Inspirationsquelle ist William Hannah aus England, der auf Instagram täglich ein Zitat und seine Gedanken dazu postet. Der Mann stellt traumhaft schöne Notebooks im Discboundsystem her, tolle Lederauswahl. Aber Ringbuch oder Discbound sind für mich ja abgehakt, auch wenn ich bei diesen Notebooks schwach werden könnte. Ich bleibe definitiv dem Leuchtturm 1917 und dem Cover von StartBay Notebooks treu. Allerdings hat’s mich dann doch gejuckt und ich musste mal wieder bei Startbay vorbeischauen, die ja eine eher bescheidene Lederauswahl haben. Und es kam, wie es kommen musste, es gibt ein nagelneues Cover in Grün und einer Art Jugendstildekor. ………… Wenn’s angekommen ist, zeig ich es euch 😉

Wenn ich darüber nachdenke, wofür ich mich in den letzten zwölf Monaten so begeistert habe, gibt es einiges, woran anzuknüpfen sich lohnen könnte. Ob Selbstorganisation mit der Flylady, Morgenroutine mit Hal Elrod oder eben das regelmäßige (Tagebuch-) Schreiben … das alles macht schon Sinn. Man müsste es nur in sinnvolle Bahnen lenken, die mich nicht überfordern. Und mich davon abhalten, mich ständig für etwas anderes zu interessieren. Nur bin ich dummerweise offenbar nicht für dafür gemacht, konsequent einem einmal eingeschlagenen Weg dauerhaft zu folgen. Wer will auch seine Spüle polieren (Flylady), wenn draußen der Garten lockt, oder um 5 Uhr aufstehen, wenn man als Eule nie vor Mitternacht ins Bett geht? An sich könnte ich doch auch mal so einen Ratgeber schreiben *lol*.

Nein, im Ernst jetzt: Das Bullet Journaling wird wieder aufgenommen. Davon verspreche ich mir den größten Nutzen. Es kann mir schon helfen, Klarheit zu gewinnen, was ich will und was mir Spaß macht. Und es könnte mich zu größerer Konsequenz anhalten bei den Vorhaben, die ich dann als wirklich wichtig erachte. Mit der Ernährungsumstellung nach Weight Watchers klappt das seit Ende Januar ja doch ganz gut, wobei ich auch da seit dem Urlaub ein bisschen mit dem Schludern angefangen habe. Aber Fitness, Abnehmen und Gesundheit – das sind schon Themen, die mir wirklich am Herzen liegen.

Übrigens – nicht jeder wird sich zu seinem Bullet Journal Notizbuch ein teures Ledercover leisten wollen – ich bin da schon ein bisschen verrückt – aber die meisten kommen am Leuchtturm 1917 nicht vorbei. Im letzten Jahr hatte ich mir aus der 100 Jahre Sonderedition ein Buch mit Metalliccover gekauft, das ich derzeit auch noch benutze, aber auch hier gibt es etwas Neues: Vier neue Cover mit der Prägung eines deutschen Begriffes, der als Lehnwort in andere Sprachen übergegangen ist. Was immerhin relativ selten vorkommt. Die Begriffe sind: Fernweh, Sehnsucht, Wanderlust und Zeitgeist. Alle Cover sind in tollen Blautönen gehalten. Finde ich grundsätzlich ja sehr schön, passt aber nicht so gut zu dem neuen, grünen StartBay Ledercover. Also da muss ich erst noch drüber nachdenken. Schon wieder so ein Luxusproblem!

Okay, das Luxusweib macht hier mal Schluss und versucht, doch noch vor Mitternacht ins Bett zu kommen. Wobei da vorhin eine Ameise reinkrabbeln wollte, keine so tolle Vorstellung. Aber ich habe sie erwischt.

(Das Beitragsheaderbild entstand mit Hilfe eines Fotos von: httpss://unsplash.com/@kendall3lane – danke.)

 

Alles nicht so einfach

Alles nicht so einfach

Tja – da habe ich mir das mit dem passwortgeschützten Mitgliederbereich für Newsletterabonnenten so schön einfach vorgestellt, aber es funktioniert nicht. Eigentlich soll man bei WordPress ja einen Beitrag oder eine Seite im Backend ganz einfach durch Anklicken mit einem Passwort schützen können, aber es will nicht. Und ich erinnere mich dunkel, dass diese Geschichte schon vor Jahren ein Problem war.  Kann also auch nicht am Divi-Theme liegen. Trotzdem will ich mal beim Support nachfragen. Auf anderen Seiten funktioniert das doch auch, zum Geier! Und ich habe heute eine so schöne Geschichte geschrieben, frei nach dem Motto: Bea Baumann – wie alles anfing. Nun muss der Newsletter nochmal warten. Kommt aber bestimmt.

Nachtrag: Ich glaube, ich denke mal wieder viel zu kompliziert. Ist zwar eine hübsche Idee mit dem Mitgliederbereich, aber gar nicht notwendig.

Newsletter – ein Experiment

Newsletter – ein Experiment

Ich starte einen Versuch: Bringt es mir als Autorin etwas, wenn ich potentiellen und bereits vorhandenen Lesern einen Newsletter anbiete? Angeblich ist der Newsletter DAS Marketinginstrument schlechthin. Ich kann es mir noch nicht so recht vorstellen, denn wer meinen Newsletter abonnieren soll, muss ja auch erst einmal diesen Blog kennen. Andererseits experimentiere ich ja gerne und vielleicht kann ich mit einem monatlichen Newsletter – ein Brief per Email, der informiert und kleine Überraschungen enthält – tatsächlich auch einen Mehrwert anbieten.

Newsletter – wie funktioniert das?

Ein Newsletter muss abonniert werden. Das heißt, ich hole mir als Anbieter die Erlaubnis eines Interessenten ein, ihm regelmäßig eine Mail zu schicken. In Deutschland ist dafür das  Double-Opt-in-Verfahren vorgeschrieben. Es funktioniert wie folgt:
Im ersten Schritt trägt der Interessent seine E-Mail-Adresse in ein Anmeldeformular ein und sendet das Formular ab. Das System – ich benutze “Mailchimp” – verschickt unmittelbar danach eine Bestätigungs-E-Mail an die übermittelte E-Mail-Adresse. In dieser Bestätigung-Mail wird der Empfänger gebeten, durch einen Klick ein zweites Mal zu erklären, dass er auch wirklich E-Mails von mir erhalten möchte. Nur wenn der Interessent auch diesen Schritt mitmacht, wird seine E-Mail-Adresse bei mir eingetragen.

Ich erkläre das hier so genau, weil ich heute am ersten Tag feststelle, dass ich von mehreren Lesern gehört habe, dass sie den Newsletter abonniert haben, aber nur ein Teil davon bei mir eingetroffen ist. Noch kenne ich die Ursache dafür nicht. Ich mache mal ein paar Screenshots, indem ich meinen eigenen Newsletter abonniere.

Das hier – oder so ähnlich – ist die Bitte um die Verifizierung Ihrer Anmeldung.

Zwischenschritt:

Und erst wenn Sie eine solche Bestätigung bekommen haben, sind Sie auch wirklich drin im Verteiler. Hier finden Sie auch die Möglichkeit den Newsletter wieder zu kündigen.

Und auch hier wieder dieselbe Vorgehensweise, abbestellen mit dem Double-Opt-in-Verfahren.

So in etwa muss die ganze Anmeldung laufen. Ich hoffe, dass dieser Beitrag nützlich war. Für diejenigen, die sich vielleicht ebenfalls für die Einrichtung eines Newsletters interessieren, noch folgender Hinweis: Mailchim ist englischsprachig. Es muss also viel Text angepasst werden, wenn man seine Leser in deutscher Sprache ansprechen möchte. Mailchimp wird ab 2000 Abonnenten (für mich) kostenpflichtig, aber die muss man als Autor erst mal erreichen. Ich denke, das wird mir so schnell nicht passieren. Als deutschsprachige Alternative gibt es das Programm Klick-Tipp. Das ist aber vom ersten Abonnenten an kostenpflichtig (bezieht sich immer auf Versender!).

Ich kann die Videos von Frank Katzer zum Thema Mailchimp wärmstens empfehlen. Angefangen hatte ich zunächst mit den Erklärvideos von Katharina Lewald, die mittendrin nur noch als kostenpflichtige Varianten angeboten werden, ohne dass dies ab dem ersten Video klar war. Das hat mich doch ziemlich geärgert. Ich habe gar nicht nachgeschaut, was der Kurs kosten würde, weil ich denke, sowas macht man einfach nicht. Trotzdem möchte ich diese Videos hier erwähnen, denn gut gemacht sind sie allemal.

Erster Newsletter

Ich werde in den nächsten Tagen einen ersten Newsletter an die bisher eingetragenen Abonnenten verschicken. Das ist praktisch ein Probelauf. In Zukunft will ich die E-Mails grundsätzlich zum Monatsanfang versenden. In diesem Monat kann es somit passieren, dass jemand, der sich am 30.September anmeldet, zwei NL hintereinander bekommt. Das ist dann aber eine Ausnahme.

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